Liquidität ist ein entscheidender Faktor für Assets wie Bitcoin und Kryptowährungen. Nachdem die US-amerikanische Federal Reserve das Quantitative Tightening offiziell beendet hatte, blieben dennoch Unsicherheiten. Man wolle die Märkte beobachten und nicht zu voreilig die Zinsen senken. Gleichzeitig spendierte die Fed dem Bankensektor 40 Milliarden US-Dollar durch die Hintertür. Und das könnte einen entscheidenden Einfluss auf die Bitcoin-Preisentwicklung entfalten.
- Repo-Käufe: Im Laufe des Dezembers kaufte die Federal Reserve Wertpapiere bei US-Banken durch sogenannte Repo-Geschäfte
- Liquidität: Dabei spülte die Fed 40 Milliarden US-Dollar in die US-Märkte
- Bitcoin-ETFs: Zum Jahresende können die ETFs auf Bitcoin wieder Zuflüsse verzeichnen
Repo-Geschäfte der Fed finanzieren den Bankensektor
Während der Corona-Pandemie nahm die Inflation weltweit enorm zu. Zentralbanken spülten billiges Geld auf die Märkte, um der Wirtschaft durch die Krise zu helfen und damit Regierungen die steigenden Kosten stemmen konnten.
Nachdem diese Krise überwunden war, schwenkte die US-amerikanische Federal Reserve auf einen harten Sparkurs um. Durch das Quantitative Tightening hatte sie den Märkten Liquidität entzogen, um der Inflation Herr zu werden.
Im Dezember des ausgehenden Jahres 2025 hatte die Fed die historisch hohen Zinsen wieder gesenkt – wenn auch zaghaft. Eine wiederkehrende Inflation wolle man nicht riskieren, ließ Jerome Powell verlautbaren.
BREAKING 🚨: U.S. Banks
Fed Reserve just pumped $16 Billion into the U.S. Banking System through overnight repos 🤯 This is the 2nd largest liquidity injection since Covid 👀 pic.twitter.com/MgSzxQXLeh
— Barchart (@Barchart) December 29, 2025
Doch durch die Hintertür geschieht etwas ganz anderes. Am 30. Dezember hatte die Federal Reserve 16 Milliarden US-Dollar in die Märkte injiziert. Dabei handelt es sich um die zweitgrößte Liquiditätsspritze seit Covid.
Über den Dezember hinweg hat die Fed mittlerweile 40 Milliarden US-Dollar an Liquidität bereitgestellt. In erster Linie profitierten die US-Banken davon. Die Zentralbank hatte über Repo-Geschäfte Wertpapiere bei ihnen gekauft und sie dadurch mit frischen Dollar versorgt.
Mehr Liquidität für Bitcoin und Kryptowährungen?
Andrew Lokenauth von TheFinanceNewsletter.com schreibt auf X, die Liquiditätsspritze sei das Ergebnis von Silber-Käufen. Die Bänken hätten den Anlegern Silber versprochen, das sie aber nicht besitzen würden. Die Fed unterstützt die Banken nun mit Liquidität, um das Edelmetall liefern zu können.
Somit wäre die Liquiditätsspritze lediglich eine kurzfristige Maßnahme und eine Antwort auf aktuelle Probleme. Zudem zeigen die Repo-Käufe, dass weiterhin viel Anspannung auf den Märkten und im Bankensektor vorherrscht.
The 🇺🇸 Fed is about to inject another $8.165B into the market on January 6th.
We are now on the bullish side of the liquidity cycle…
Quantitative Easing.
Are you bullish on 2026? 👀 pic.twitter.com/WmwbUgMPyp
— Mister Crypto (@misterrcrypto) December 30, 2025
Entscheidend für den eigentlichen Crypto Bull Run werden weiterhin die Zinssenkungen der Fed bleiben. Experten erwarten eine weitere Zinssenkung frühestens im März 2026. Dennoch gibt es Anzeichen für eine sich verbessernde Liquidität auf den Märkten.
Mister Crypto schreibt auf X, die Fed wird am 6. Januar weitere 8,165 Milliarden US-Dollar auf die Märkte spülen. Und auch bei den ETFs sieht die Lage mittlerweile deutlich besser aus: Die siebentägige Serie an Abflüssen ist mittlerweile unterbrochen.
Am gestrigen 30. Dezember flossen insgesamt 355 Millionen US-Dollar in die Bitcoin ETFs. Die größten Zuflüsse verzeichnet natürlich der IBIT ETF von BlackRock, mit 143 Millionen US-Dollar.
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