ethereum
  • Ethereum taumelt unter 3.000 USD – Dadurch verschlechtert sich die technische Situation des Coins.
  • Dazu kommt, dass die Abwärtsbewegung ein höheres Volumen anzeigt, als bei Erholungen. Das ist kein gutes Zeichen für den aktuellen Kursverlauf.
  • Kurzfristig könnten die Kurse weiter nachgeben, da auch die Charttechnik derzeit leider kein positives Bild gibt.

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Ethereum befindet sich mit einem Preis von knapp unter 3.000 USD in einem anderen Licht als noch vor wenigen Handelstagen. Der Wechsel von seitlicher Stabilität zu Abwärtsdruck geschieht allmählich und dann abrupt.

Zuerst flacht die Bewegung nach oben ab, die Hochpunkte werden niedriger, und danach kippt die Struktur mit einem sauberen Durchbruch nach unten. Der Markt reagiert nicht hektisch, sondern mit Kontrolle.

Genau das ist der Grund, warum die Bewegung gefährlich ist. Sie scheint akzeptiert zu sein. Verkaufsdruck ist nicht isoliert, sondern erstreckt sich über mehrere Kerzen und wird von einem Volumen begleitet, das eindeutig auf die Abwärtsbewegung fokussiert ist.

Für ETH sind 3.300 USD ein wichtiger Wendepunkt

Der Bereich um 3.300 USD ist rückblickend als ein wichtiger Wendepunkt zu erkennen. Alle Versuche, sich darüber zu etablieren, liefen ins Leere. Rückläufe verkürzen sich immer im Vergleich zum Vorangegangenen. Diese Reihenfolge wirkt wie ein schleichendes Nachlassen der Nachfrage.

Durch das Fallen der Marke von 3.000 USD, geht es direkt bis in den Bereich um 2.900 USD. Das ist kein Zufall, denn es handelt sich um einen klassischen Rollenwechsel. Widerstand entsteht aus Unterstützung, fast ohne Verzögerung. ETH muss jetzt neu erkämpfen, was durch die Kursverluste verloren gegangen ist.


Derzeit kleine Gegenbewegung bei ETH erkennbar

Im aktuellen Kursbereich ist eine kleine Gegenbewegung zu erkennen. Sie bleibt aber schmal. Der Markt bewegt sich nach oben, ohne Druck zu erzeugen, während die Kerzen sich überlappen. Das Volumen bleibt dabei unverändert. An dieser Stelle unterscheidet sich die technische Reaktion von der strukturellen Wende.

Eine echte Umkehr würde die Nachfrage sichtbar machen. Diese ist derzeit aber nicht vorhanden oder zumindest nicht ausreichend. Ab einem Wert von 3.000 USD kommt es bereits wieder zu einer Angebotsvermehrung. Bis ungefähr 3.050 USD sieht die Zone schwer und unflexibel aus, fast wie ein Deckel.

Trendlinien passen in dieses Bild hinein. Die kurzfristige Aufwärtstrendlinie der vorherigen Bewegung wurde gebrochen und nicht einmal ansatzweise getestet. Der Trend über die mittelfristige Perspektive ist fallend und bleibt unberührt. Alles, was versucht, sich zu erholen, läuft in diese Begrenzung hinein und verliert dort an Stärke.


Es gibt keinen Raum für Beschleunigung. Stattdessen wird die Bewegung verengt, was ein typisches Merkmal von korrektiven Phasen ist.

Schlecht: Volumen bleibt bei fallenden Kursen hoch

Das Verhalten des Volumens legt den Eindruck noch weiter nahe. Die höchsten Umsätze werden nicht durch Stabilisierung, sondern durch den Abverkauf erzielt. Zeitgleich ist ein merklicher Rückgang der Marktkapitalisierung zu beobachten. Kapital zieht sich zurück, zumindest vorübergehend.

Das Verhältnis von Volumen zu Marktkapitalisierung steigt, was aktive Umschichtungen signalisiert. Dieses Muster ist nicht das richtige für einen Markt, der kurz vor einem neuen Aufwärtsimpuls steht.


Geht es jetzt runter auf 2.700 USD?

Interessant wird jetzt der Bereich zwischen 2.700 bis 2.750 USD. Kommt der Kurs nicht schnell genug zu 3.000 USD zurück, kann es schnell in diese Zone gehen. Frühere Konsolidierungen befinden sich dort und können als potenzielle Auffangzone dienen.

Ein direkter Durchlauf ist nicht zwingend erforderlich, könnte aber passieren, falls der Markt unter 2.850 USD keine Stabilität findet. Oben bleibt die Lage klar begrenzt. Ohne eine Rückkehr mit Schwung und Volumen über 3.100 USD bleibt das Gesamtbild bei ETH unverändert negativ.

Bei Bitcoin sieht es derzeit nicht viel besser aus

Auch Bitcoin zeigt ein ähnliches Muster, jedoch ist es weniger ausgeprägt. Ethereum zeigt eine höhere Sensibilität und Volatilität, wodurch es die Marktphase deutlich besser abbildet. Wir widmen uns diesem Thema auch in unserer Bitcoin-Prognose.

Die Umgebung sieht zerbrechlich aus. Es entstehen Aufwärtsbewegungen, doch sie laufen an und verlieren schnell wieder an Stärke. Der aktuelle Zustand wird genau durch diese Abfolge geprägt.

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Die Prognose für die kurze Frist bleibt daher vorsichtig. Es wirkt wahrscheinlich, dass die Region um 2.900 USD erneut getestet wird. Falls diese Zone nicht hält, wird der Weg nach unten frei.

Die Struktur würde erst durch einen unerwartet starken Anstieg mit klarer Volumenbeteiligung spürbar verändert werden. Ethereum bleibt bis dahin in einem Zustand, der eher wie eine Anpassung als wie ein Aufbruch aussieht. In unserer Ethereum-Prognose schauen wir uns die Entwicklung noch genauer an.

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Thomas pro-investor-shield

Als freiberuflicher Journalist, Autor von über 100 Fachbüchern und tausenden Fachbeiträgen, Consultant und Trainer behandelt Thomas Joos eine Vielzahl an Themen rund um Trends, Entwicklungen und Innovationen in der Business-IT. Er ist sehr an Kryptowährungen interessiert und investiert selbst viel in neuen Coins. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit ETFs, Aktien, Immobilien und anderen Bereichen der Wirtschaft. Thomas ist ein Steuer-Freak und beschäftigt sich daher auch mit den steuerlichen Auswirkungen bei Krypto-Invests.

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