Clarity Act USA

Der Clarity Act soll für Klarheit in der US-amerikanischen Krypto-Regulierung sorgen. Nun wird die Entscheidung zum Gesetzesentwurf verschoben. Zunächst hatte der US-Senat eine für diesen Donnerstag geplante Sitzung verschoben, und dann erteilt die Kryptobörse Coinbase seine Absage. Dabei sind sich eigentlich alle einig: Die Krypto-Wirtschaft braucht diesen Gesetzesentwurf.

  • Gesetzesentwurf: Coinbase lehnt den Clarity Act in seiner jetzigen Form wegen verschiedener Beschwerden ab
  • US-Senat: Währenddessen hat der Senat eine Sitzung zur aktuellen Version des Gesetzesentwurf vertagt
  • Bitcoins Reaktion: Die Nachricht beeinflusst den Bitcoin Preis kaum, er steigt derzeit auf knapp 97.000 US-Dollar

US-Senat hat Sitzung verschoben

Am heutigen Donnerstag, den 15. Januar, sollte eigentlich eine Sitzung des US-Senats zum Clarity Act stattfinden. Wie der Senator Tim Scott am Mittwochabend mitteilte, wurde diese Sitzung jedoch verschoben. Stattdessen will man die parteiübergreifenden Verhandlungen fortsetzen.

Zudem wolle man mit Vertretern der Krypto-Industrie und dem Finanzsektor verhandeln. Es handle sich lediglich um eine kurze Unterbrechung und alle Teilnehmer seien weiterhin engagiert, den Gesetzesentwurf durchzubringen.

Einen genauen Termin für die neue Senatssitzung gibt es nicht. Noch vor zwei Tagen hatte der Agrarausschuss des Senats ebenfalls seine Entscheidung zum Gesetzesentwurf bis zur letzten Woche des Januars vertragt.

Laut dem Clarity Act solle nicht mehr die SEC für den Krypto-Markt in den USA zuständig sein, sondern die Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Und diese untersteht dem Agrarausschuss. Damit würden Kryptowährungen als „Commodity“, also als ein Rohstoff, behandelt werden.

Kritik kam unter anderem von einigen demokratischen Abgeordneten und Lobbyisten. Diese kritisieren etwa die Möglichkeit, durch Stablecoins Einnahme zu generieren. Zudem gab es ethische Bedenken.

Coinbase zieht Unterstützung für den Clarity Act zurück

Gründe zur Kritik sieht auch der CEO von Coinbase, Brian Armstrong. Am vergangenen Mittwoch gab er bekannt, den aktuellen Entwurf zum Clarity Act gelesen und seine Unterstützung zurückgezogen zu haben.

Gründe für Kritik sieht er viele. Unter anderem würde der derzeitige Gesetzesentwurf tokenisierte Unternehmensanteile verbieten. Zudem würde der Clarity Act es dem Staat erlauben, in die Privatsphäre von DeFi-Anwendungen einzugreifen.

Weiterhin würde der Krypto-Sektor wieder der SEC unterstehen und nicht der CFTC. Als Chef einer der größten Kryptobörsen weltweit und der größten in den USA hat seine Stimme durchaus Gewicht.

Ryan Rasmussen von BitwiseInvest bestätigt, der Clarity Act in seiner derzeitigen Form sei schlecht für Tokenisierung, Stablecoins, DeFi, Privatsphäre und im Grunde für alle Nutzer, Entwickler und Unternehmer im Bereich Krypto.

Steht der Gesetzesentwurf somit kurz vor dem Scheitern? Sicherlich nicht, denn es sind sich alle einig, dass sie den Clarity Act wollen. Nur eben nicht in dieser Form. Vielleicht zeigt sich Bitcoin Preis deswegen aktuell sehr unbeeindruckt.

Bitcoin führte trotz dieser schlechten Nachrichten den Aufwärtstrend fort und stieg auf bis zu 97.700 US-Dollar. Zwar fiel der Kurs zwischenzeitlich auf 95.000 US-Dollar, doch konnte er sich mittlerweile auf 96.800 US-Dollar erholen.

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Alexander pro-investor-shield

Nach dem Studium von geisteswissenschaftlichen Exotenfächern machte sich Alexander Naumann als Texter und Autor selbstständig. Zu den Kryptowährungen fand er aufgrund seiner freiheitlichen Gesinnung.

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