Daimler erzielte im ersten Quartal einen Gewinn in Höhe von 4,4 Milliarden Euro. Dies erklärte Finanzchef Harald Wilhelm am Freitag. Im Vorjahresquartal stand bei den Stuttgartern unterm Strich lediglich ein Plus von 170 Millionen Euro. Besonders profitierte der Traditionshersteller vom starken China-Geschäft.
Allerdings sei das Wachstum im Reich der Mitte nicht der einzige Grund für das starke Quartal. Eine vorteilhafte Preisdurchsetzung sowie die Kostendisziplin des Konzerns hätten ebenfalls zu dem jüngsten Erfolg beigetragen, so Wilhelm. Das Unternehmen kalkuliert nun bei der Kernsparte für 2021 mit einer bereinigten Umsatzrendite von bis zu 12 Prozent anstatt maximal 10 Prozent.
Auch wenn der Konzern die Corona-Krise überwunden zu haben scheint, gibt es nach wie vor Turbulenzen. So führt die Knappheit bei Halbleitern auch im zweiten Quartal zu Produktionsausfällen, welche den Absatz bremsen. Vor diesem Hintergrund musste Daimler zum zweiten Mal in diesem Jahr die Fertigung in einzelnen Werken aussetzen, viele Beschäftigte wurden in Kurzarbeit geschickt.
Besserung der Lage
Indes ist das Unternehmen optimistisch, dass der Engpass bald schon wieder ein Relikt aus der Vergangenheit sein könnte. Eine Besserung der Halbleiter-Marktsituation erwartet Daimler im zweiten Halbjahr.
Der Nettogewinn von Daimler war im ersten Quartal mehr als doppelt so hoch wie im Vorkrisenjahr 2019. Das Management gibt sich selbstbewusst und ist davon überzeugt, bei der nachhaltigen Verbesserung der Renditen auch fortan schneller voranzukommen. Wie auch die DAX-Mitbewerber VW und BMW setzen auch die Stuttgarter verstärkt auf die Elektromobilität.
Daimler Aktien Kursentwicklung im Überblick
Innerhalb der letzten Woche verringerte sich der Preis der Daimler Aktien um 2,1 Prozent. Auch bei einem Monats-Rückblick steht ein Minus. Deutlich anders sieht es bei einem 6-Monats-Zeitraum aus: hier schlägt der Zugewinn mit 54 Prozent zu Buche.