Das Insolvenz-Verfahren der FTX Börse löste vor etwa drei Wochen einen Krypto-Preisabstieg aus. Zahlreiche Kurse sanken in den vergangenen Tagen rapide ab. Das verängstigt die Mehrheit der Krypto-Händler und erinnert sie vermutlich an den Preis-Crash aus dem Frühjahr. Nun leiden auch immer mehr Krypto-Exchanges unter den vielen Abverkäufen. Eine weitere Börse muss ihre Funktionen teilweise einschränken.

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Angst dominiert den Kryptomarkt

Die Krypto-Händler reagierten auf die Insolvenz der FTX Börse mit großen Abverkäufen. Demnach fielen die Kurse rapide ein. Die Trader lassen sich außerdem ihr Geld von den Krypto-Exchanges auszahlen und verkaufen ihre Token, denn sie fürchten um ihr Geld. Grund dafür ist, dass die FTX Börse mit Beginn des Insolvenzverfahrens keine Auszahlungen mehr tätigen kann. Demnach warten inzwischen Tausende Menschen auf ihr Geld.

Aus Angst, dass sich ein solches Ereignis auf einer weiteren Börse wiederholt und der Markt ganz zusammenbricht, nehmen nun zahlreiche Händler ihr Geld sowie ihre Coins von den Plattformen. Das macht den Exchanges natürlich zu schaffen.

Nansen, eine anonyme Gruppe von Krypto-Experten, veröffentliche auf Twitter die Auszahlungen des 17. Novembers. Demnach wurden innerhalb von nur 24 Stunden, 570 Millionen USD aus den Börsen genommen. Unter den größten Verlierern sind Binance, Gemini und Coinbase. Laut der veröffentlichten Tabelle mussten sie folgende Zahlungen an die Händler entrichten.

  • Gemini -$494.6M
  • Binance -$437.2M
  • Coinbase Custody -$57.1M
  • Kraken -$38.1M
  • OKX -$26.8M
  • KuCoin -$23.1M

Gemini ist inzwischen ebenfalls so gut wie zahlungsunfähig.

Der Auslöser – Die FTX Krise

Grund für die zahlreichen Ausstiege der Händler war zunächst die FTX Krise. Damit begannen die Krypto-Kurse zusammenzubrechen. Folglich entstand Unmut und Sorge bei den Anlegern.

Aus Berichten des Manager-Magazins geht hervor, dass FTX bereits im Oktober in Geldnot geraten sei. Zunächst hatte das Unternehmen auf Hilfe gehofft. So standen etwa Pläne im Raum, dass die Binance-Börse FTX aufkaufen soll, um eine Insolvenz abzuwenden.

Wenige Tage, nachdem diese Nachricht veröffentlicht wurde, ruderte der Binance CEO jedoch wieder zurück. Laut eigenen Angaben, habe er die FTX Börse überprüft und kam dabei zu dem Entschluss, dass er und sein Unternehmen „keine Menschen unterstützen, die sich hinter ihrem Rücken gegen andere Akteure der Branche stellen.“ Das teilte er auf Twitter mit:

Nach diesen Anschuldigungen überschlugen sich die Nachrichten rund um FTX, nun ermitteln auch die Behörden auf Bahamas, wo die Börse ihren Hauptsitz hat gegen das Unternehmen und CEO Sam Bankmann-Fried. Sowohl die Anleger als auch die Kurse der Kryptowährungen reagierten schnell. Der Bitcoin fiel innerhalb von zwei Tagen von einem Wert über 21.000 USD auf 15.000 USD.

Der Exchange-Crash geht weiter

Nach FTX ist nun auch die Gemini Kryptobörse betroffen. Die Händler, die die Plattform nutzen, können keine Auszahlungen mehr tätigen. Das Unternehmen gab bekannt, dass ein Auszahlungsstopp des Partnerunternehmen Genesis der Grund dafür sei.

Das Unternehmen beschwichtigt seine Kunden und stellt in einem Twitter Post klar: „Dies hat keine Auswirkungen auf andere Gemini-Produkte und -Dienstleistungen. Gemini ist eine Vollreservebörse und Depotbank. Alle Kundengelder, die an der Gemini-Börse gehalten werden, werden 1:1 gehalten und können jederzeit abgehoben werden.“

Laut eigenen Angaben sind also nicht alle Kunden von dem Auszahlungsstopp betroffen. Gemini geht derzeit nicht davon aus, dass eine Krise wie die der FTX Börse bevorsteht. Dennoch dürfte diese Nachricht bei den Anlegern Unbehagen auslösen.

Das sollten Anleger jetzt wissen

Die Nachricht des Insolvenzverfahrens und die nachfolgenden Abverkäufe haben für viel Aufruhr in der Szene gesorgt. Zahlreiche Nutzer fürchten inzwischen nicht nur bei der FTX Börse um ihr Geld. Diese Sorgen sind berechtigt, denn die Token, die die Nutzer auf den Börsen hinterlegen, unterliegen keiner Einlagensicherung. Außerdem sind deutsche Händler nicht durch über deutsche Behörden geschützt.

Anleger, die auf Geld von der FTX Börse warten, sollten sich juristischen Beistand einholen. Ein Anwalt kann klären, ob der Anspruch besteht, die Gelder geltend zu machen. Zusätzlich sollte überprüft werden, ob in der Sache eine Klage auf Schadensersatz Sinn ergeben könnte.

Zunächst sollten Anleger ihre Kryptos jedoch auf einer Krypto-Wallet sichern. Dort sind sie in jeden Fall sicher. Auch bei einem weiteren Absturz der Krypto-Exchanges. Durch die Sicherung auf der digitalen Brieftasche werden die Coins zum eigenen Besitz. Das ist auf der Kryptobörse nicht der Fall.

Händler und Anleger, die besonders viele Token besitzen, sollten möglicherweise über eine zusätzliche Hardware Wallet nachdenken. Somit ist der Besitz doppelt geschützt.

Ob und wie hoch derzeit Abverkäufe Sinn ergeben, muss jeder Kryptohändler selbst entscheiden. Kryptowährungen, die diese erneute Krise überstehen, könnten von jedem Token-Holder der ihnen jetzt treu bleibt, profitieren.

Es ist gut möglich, dass die Preise der Kryptowährungen in Zukunft wieder steigen und sich der Markt gänzlich erholt. Dennoch sollte der Gedanke an Verkäufe oder mögliche Teilverkäufe immer im Hinterkopf gehalten werden.

Doch der Zeitpunkt dieser Verkäufe sollte gut bedacht werden. Zum einen könnte sich bei einem kurzzeitigen Anstieg der Abverkauf etwas mehr lohnen. Zum anderen sollten Händler möglicherweise nicht mehr zu lange warten, falls ein Verkauf für sie bereits feststeht.

Krypto-Händler, die trotz der zahlreichen negativen Zahlen an den Kryptobörsen und Coins festhalten, sollten die Kurse und das Geschehen rund um den Markt gut im Auge behalten. In der Vergangenheit zeigte sich häufig, dass der Markt sehr schnell und deutlich auf neue Nachrichten reagiert.

Eine einzigartige Analyse-Plattform für Kryptohändler

Um in Zukunft den Handel mit Kryptos zu optimieren, könnten Händler mit einer neuen Dash 2 Trade Plattform ein interessantes Projekt entdecken.

Auf der Dash 2 Trade Plattform soll in Zukunft eine innovative Möglichkeit entstehen, den Handel mit Kryptos zu vereinfachen und zu verbessern. Benutzer werden hier tiefgehende Informationen über laufende und anstehende Vorverkäufe erhalten. Durch das drei Stufen Abonnement System können die Händler selbst entscheiden, welche Funktionen sie nutzen wollen und welche nicht. Dash 2 Trade möchte in Zukunft eine breite Palette an Berechnungs- und Analysefunktionen bieten.

Aktuell befindet sich das Projekt noch im Presale. Dieser befindet sich derzeit in der dritten von insgesamt neun Phasen. Momentan sind die Token zu einem Preis von 0,0513 USD zu erhalten, die Preise der Münzen steigen in jedem Abschnitt an.

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Sebastian Schuster

Sebastian Schuster ist spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien. Schon früh beschäftigte er sich mit Finanzmarketing und entschloss sich darauf, sein Hobby zum Beruf zu machen, indem er Banking und Financing studierte. Neben seinem Hauptberuf als Analyst bei einer einflussreichen Finanzberatungsfirma schreibt er regelmäßig für Kryptoszene.de und analysiert Charts von Aktien und Kryptowährungen.

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