Der holländische Top-Analyst sieht eine Trendwende für Bitcoin kommen. Noch nie zuvor hat der für ihn maßgebliche Indikator so sehr angeschlagen wie jetzt. Auf solche Phasen folgten in der Vergangenheit immer starke Aufwärtsbewegungen. Reimt sich die Geschichte auch diesmal?
- Krypto-Analyst Michaël van de Poppe sieht Bitcoin auf dem „überverkauftesten Niveau aller Zeiten“.
- Er verweist auf einen On-Chain-Indikator, der tiefer steht als zu den Böden 2018 und 2022
- Van de Poppe sieht statistisch erhöhte Chancen für eine kräftige Gegenbewegung
Bitcoin so „überverkauft wie noch nie“
Der Krypto-Analyst Michaël van de Poppe sieht Bitcoin am „stärksten überverkauften Punkt der Geschichte“. In einem aktuellen Post auf X verweist der Trader auf einen Indikator, der laut ihm sogar unter die Niveaus früherer Bärenmarkttiefs gefallen ist.
Van de Poppe schreibt, Bitcoin befinde sich auf dem„überverkauftesten Niveau aller Zeiten“. Er erinnert daran, als viele Anleger noch im Bereich um 120.000 US-Dollar unbedingt einsteigen wollten; jetzt aber eher auf deutlich tiefere Kurse um 60.000 US-Dollar schielen. Für ihn ein klassisches Sentiment-Muster: FOMO oben, Angst unten.
#Bitcoin is at the most oversold levels in history.
Yet, people wanted to buy at these levels at $120K and are now looking to buy at $60K.
Never change the markets, however, the chances of this market to recover as fast as they do, are significantly larger when you look at the… pic.twitter.com/k3X0EHskZu
— Michaël van de Poppe (@CryptoMichNL) November 27, 2025
Was steckt hinter der Theorie
Als Referenz nennt der Analyst frühere Extremphasen: Die aktuellen Werte des zugrunde liegenden Indikators seien nur in drei Situationen ähnlich niedrig gewesen – am Boden 2018, während des FTX– und LUNA-Crashs 2022 und jetzt. In allen Fällen handelte es sich um Phasen, in denen der Markt bereits einen Großteil des Abverkaufs hinter sich hatte und langfristige Einstiege historisch überdurchschnittliche Renditen brachten.
Im Fokus steht dabei ein On-Chain-Verhältnis aus Marktwert und realisiertem Wert (MVRV-Z-Score): Es misst, wie stark der aktuelle Bitcoin-Preis von den durchschnittlichen Einstandskursen der Holder abweicht. Extrem niedrige Werte deuten darauf hin, dass ein Großteil des Angebots im Verlust liegt. Das war oft so in Spätphasen von Bärenmärkten und anschließenden Trendwenden.
Van de Poppe leitet daraus ab, dass die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Erholung größer ist, als es die aktuelle Stimmung vermuten lässt. Gleichzeitig warnt der Analyst implizit vor dem typischen Fehler vieler Marktteilnehmer: Wer nur hinterherläuft und psychologisch von Kursen statt von Daten geleitet wird, kauft oft in Euphorie und verkauft in Panik.
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