Das Halving von Bitcoin und die dramatischen Folgen für Miner


Vielen Anleger fiebern dem kommenden Jahr entgegen. Denn voraussichtlich im April 2024 findet das nächste Bitcoin Halving statt. Nach dem Event folgte bisher stets eine starke Kursexplosion von BTC. Doch einige Miner blicken mit Sorge darauf.

Alle vier Jahre wird die Belohnung für Bitcoin-Miner bei der Validierung neuer Transaktionsblöcke im Bitcoin-Netzwerk halbiert. Das Halving Event führt damit zu einer Verknappung der neu in Umlauf kommenden BTC. Der Mechanismus soll einer Inflation des Assets entgegenwirken und den Wert von Bitcoin langfristig hochhalten, bis voraussichtlich 2140 alle jemals verfügbaren Bitcoin von insgesamt 21 Millionen geschürft sind.

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Halving zuverlässiger Indikator für Bitcoin-Preisanstieg

Bisher hat das vom unbekannten Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto entworfene Konzept bestens funktioniert. Der Bitcoin-Preis konnte durch das Halving seinen Wert nicht nur stabilisieren, sondern der Kurs von BTC ist nach jedem dieser Ereignisse massiv angestiegen. Investoren durften sich über Preissprünge von mehreren hunderten bis sogar tausenden von Prozent nach den Halvings freuen. Das dargestellte Chart von Blockchaincenter.net verdeutlicht dies.

Bitcoin-Halving
Das Halving treibt den BTC-Preis zuverlässig nach oben.

Allerdings blicken nicht alle euphorisch auf die nächste Halbierung der Block-Belohnung. Für die Miner, die die neuen Blöcke im Bitcoin-Netzwerk validieren, könnte das Event zu einer extremen Belastung werden und manchen von ihnen vielleicht die Existenz ihres Geschäftsmodells kosten, da es sich womöglich nicht mehr lohnen könnte, auf diese Weise in Bitcoin zu investieren.

Viele Miner, die für das Netzwerk arbeiten, leben hauptsächlich von den Einnahmen, die sie für die Belohnung pro validiertem Block erhalten. Aktuell liegen diese Einnahmen noch bei 6,25 Bitcoin pro Block, nachdem sie vor dem Halving 2020 noch bei 12,5 BTC lagen. Mit dem anstehenden Halving 2024 wird die Block-Belohnung erneut halbiert und damit auf nur noch 3,125 Bitcoin sinken.

Halbierung der Einnahmen für Miner ein Problem

Das Halving macht es damit für Miner deutlich schwieriger, die Einkünfte auf dem bisherigen Niveau zu halten. Ihnen bleiben nur zwei Möglichkeiten, um das Halving unbeschadet zu überstehen. Die erste und komfortabelste Möglichkeit wäre es, wenn der Bitcoin-Preis nach dem Halving wie in der Vergangenheit wieder massiv steigt.

Kostete ein BTC nach dem dritten Halving 2020 noch unter 10.000 Dollar, stiegt der Kurs in den darauffolgenden Monaten massiv an und erreichte schließlich im November 2021 sein neues Rekordhoch von rund 69.000 Dollar. Damit hat sich der Wert vervielfacht und es für Miner trotz sinkender Block-Belohnung attraktiv gemacht, weiter ihrer Arbeit nachzugehen.

  • bitcoin
  • Bitcoin
    (BTC)
  • Preis
    $65,950.00
  • Marktkapitalisierung
    $1.3 T

Miner werden nämlich immer in BTC bezahlt und nicht in Dollar. Steigt also der Preis wie 2021 nach dem Halving extrem an, können die Einnahmen der Miner stabil bleiben oder sogar steigen, obwohl sich die Menge der erhaltenen BTC halbiert. So brachte ein geschürfter Block vor dem Halving 2020 bei einem Kurs von beispielsweise 8.000 Dollar und einer Belohnung von 12,5 BTC Einnahmen von knapp 100.000 Dollar ein. Nach dem Halving ließen sich hingegen bei einem Kurs von etwa 50.000 Dollar bei einer Belohnung von 6,25 Dollar mehr als 300.000 Dollar pro Block verdienen.

BTC-Kurs von 60.000 Dollar für Miner mindestens notwendig

Doch damit dieses Wirtschaftsmodell für Miner weiterhin funktioniert, muss der BTC-Preis auch nach dem Halving 2024 erneut massiv steigen. Bei einem aktuellen Bitcoin-Kurs von etwa 30.000 Dollar müsste dieser zum Beispiel auf 60.000 Dollar klettern, um nur die Halbierung bei der Block-Belohnung für die Miner auszugleichen.

https://twitter.com/IIICapital/status/1676976900567179264

Es gibt jedoch keine Garantien, dass sich BTC tatsächlich wieder so verhalten wird wie in den vorangegangenen Zyklen nach den Halvings, auch wenn viele Bitcoin-Anleger fest davon überzeugt sind. Schon die Preisentwicklung von 2021 blieb hinter manchen Erwartungen von Analysten zurück, die Prognosen von 100.000 Dollar und mehr ausgerufen hatten. Gegenüber den Anfängen von Bitcoin sind die Wachstumsraten deutlich zurückgegangen, was zum Teil darauf zurückzuführen sein könnte, dass BTC schon ein massives Wachstum von wenigen Cent auf fast 70.000 Dollar erlebt hat. Das Wachstumspotenzial scheint geringer, also noch in der Vergangenheit.

Miner können sich damit nicht darauf verlassen, dass sie auch 2024 noch zu den gleichen Konditionen wie bisher arbeiten können. Erschwerend kommt hinzu, dass die Produktionskosten für Miner in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind.

Stromkosten fressen Blockbelohnungen auf

Ein ganz wesentlicher Faktor sind dabei die weltweit gestiegenen Strompreise. Für das Bitcoin-Mining sind enorme Rechenkapazitäten notwendig, um neue Transaktionen zu validieren. Das frisst extrem viel Strom, der von den Minern bezahlt werden muss.

Der Krypto-Mining-Analyst Jaran Mellerud von Hashrate-Index erklärte kürzlich gegenüber Bloomberg, dass die Mining-Maschinen erst profitabel werden, wenn der Strompreis nach dem nächsten Halving von 12 Cent je Kilowattstunde auf sechs Cent sinkt. Aktuell würden rund 40 Prozent der Miner jedoch höhere Betriebskosten haben. Jeder, der mehr für seinen Strom bezahlt als die genannten 6 Cent könnte nach dem Halving nach seiner Einschätzung in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Die Stromkosten lassen sich für die Miner aber nur bedingt steuern. Zwar können sie versuchen, Langzeitverträge mit den Stromanbietern zu festen Konditionen abzuschließen und mit möglichst stromeffizientem Equipment zu minen, aber letztlich werden die Strompreise von anderen diktiert und sie sind Preissteigerungen ziemlich hilflos ausgeliefert.

Hinzu kommen weitere Unkosten für Miner. Sie müssen in die Hardware der Mining-Rechner investieren, benötigen Standorte für ihre Anlagen, für die sie Mieten zahlen müssen, und haben überdies Ausgaben für Personal und Marketing. Unter dem Strich summieren sich die Ausgaben für Miner zu beachtlichen Beträgen.

Großer Schuldenberg für Miner

Ethan Vera, Chief Operations Office des Krypto-Mining-Dienstleistungsunternehmens Luxor Technologies, schätzt gegenüber Bloomberg, dass die Schulden der globalen Mining Industrie zwischen 4,5 bis 6 Milliarden Dollar liegen. Vor der Preiserholung in diesem Jahr sollen die Schulden 2022 sogar rund 8 Milliarden Dollar betragen haben.

Können die Miner ihre Kredite nicht mehr bedienen, weil der Bitcoin-Preis nicht wie erwartet steigt oder Strom noch teurer wird, könnte dies zu erheblichen Zahlungsausfällen nach dem Halving führen und vielen Minern die Existenz nehmen.

Die sinkenden Einnahmen einfach durch mehr geschürfte Blöcke zu kompensieren, ist ebenfalls ein schwieriges Unterfangen. Einerseits ist der Konkurrenzkampf unter Mining-Firmen sehr groß und andererseits bedarf es auch weiterer Rechenleistung, um noch mehr Blöcke validieren zu können. Das dürfte für viele Miner deshalb kein gangbarer Weg sein, um sich für die Zukunft abzusichern.

Das Bitcoin Halving 2024 könnte damit im schlimmsten Fall zu einer Katastrophe für Miner werden, wenn der Preis nicht steigen sollte oder andere Faktoren wie höhere Stromkosten sie zusätzlich belasten. Das Worst-Case-Szenario wären dabei wohl Systemstörungen wegen mangelnder Aktivität von Minern im Netzwerk. Doch vielleicht kommt auch alles anders und BTC erreicht schon 2024 ein neues Allzeithoch. Dann würde es sich jetzt noch lohnen, Bitcoin etwa mit Paypal zu kaufen.

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Christian Becker

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

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