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Kraken-Interview: „Es deutet alles darauf hin, dass das Tief von Bitcoin erreicht wurde.“

Maximilian Marenbach leitet das Banking und den EMEA-Payment Bereich für einen der größten Bitcoin Exchanges überhaupt: Kraken. In einem exklusiven Interview mit Kryptoszene.de spricht er über ein starkes Interesse von Krypto-Einsteiger*innen seit dem Corona-Ausbruch und die Chancen für Bitcoin, langfristig aus der Krise zu wachsen.

Kraken CEO Jesse Powell sagte vor Kurzem, dass sich die Dinge in Zeiten von Corona „aufheizen“ würden. So beobachte Kraken trotz der aktuellen Krisensituation „jeden Tag mehr Anmeldungen, mehr Verifizierungsanfragen, mehr Leute, die ihre Konten finanzieren“. Kannst du die Gründe dafür kurz erläutern?

Nun, wir stehen immer noch relativ am Anfang dieser schrecklichen Pandemie und niemand weiß wirklich, was als Nächstes passieren wird. Eine Erklärung für Jesses Aussage ist, dass sich in einer Zeit der Krise mehr Menschen die Zeit nehmen, das immense und disruptive Potenzial der Krypto-Welt zu verstehen und zu erkunden. Gründe, warum immer mehr Menschen sich dazu entscheiden in die Krypto-Welt einzusteigen, zum ersten Mal traden und investieren.

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Also wird die Krypto-Industrie Corona überleben?

Ich hoffe, dass unser Ökosystem nach der Krise stärker sein wird. Rettungspakete, Konjunkturprogramme, Notfallchecks, verzögerte Zahlungen, künstlich herabgesetzte Zinssätze, übermäßig fremdfinanzierte Banken, Marktcrashs, Rezessionen – das sind genau die Gründe, warum Krypto heute existiert. Wir hoffen, der Anbieter der Wahl für alle bestehenden und neuen Kund*innen zu sein, die sich momentan über Kryptos informieren oder sich an sie wenden.

Die Krise führt zu einem rasanten Verlust an Arbeitsplätzen. Ist der Krypto- und Blockchain-Bereich darauf vorbereitet? Hat sich Kraken seit den wirtschaftlichen Einbrüchen auch verkleinert?

Wir stellen weltweit aktiv in mehreren Teams ein. Kraken wächst stetig, und das sogar während der aktuellen Pandemie. Die meisten von uns arbeiteten sowieso von Anfang nicht ortsgebunden. Ehrlich gesagt, wird das vermutlich auch das Arbeitsmodell der Zukunft in vielen Branchen. Wie gesagt, wir sehen ein stärkeres Interesse von Kunden, insbesondere denjenigen, die sich zum ersten Mal registrieren und Konten verifizieren lassen. Wir sehen auch einen Anstieg der Handelsaktivitäten. Weitere Informationen findet ihr in unserem Volatilitätsbericht vom März, der vor zwei Wochen veröffentlicht wurde.

Wie steht die Lage um Bitcoin im Moment, auch hinsichtlich seiner Verbindung zu den traditionellen Märkten?

Es ist offensichtlich, dass diese Krise wahrhaftig eine globale Pandemie ist. Sie betrifft jede*n, alles und überall. Wenn du mich fragst, ist Krypto zwar eine großartige Investition zur Risikominderung auf geopolitischer Ebene, aber diese globale Krise wirkt sich auf jeden Bereich aus – auch Krypto. Da bestehen viele Parallelen zwischen Krypto- und traditionellen Märkten. Aber bereits  vor dem Meltdown hat Bitcoin schon stärker mit traditionellen Märkten korreliert, als viele anerkennen wollten. Wir treten nun langsam in die Phase ein, in der sich Bitcoin weitgehend stabilisiert.

Er erholt sich langsam von dem 30-40 Prozent Verkauf von Anfang März  und blieb seit dem relativ stabil. Alles deutet darauf hin, dass das Tief erreicht wurde. Wenn Menschen hören, wie Zentralbanken von „unendlichen Geldmitteln“ sprechen und alles tun, was nötig ist, um ihre Volkswirtschaften zu retten, werden genau diese Menschen sehen, wie sich ihr Bargeld buchstäblich in Luft auflöst. Umgekehrt ist Bitcoin dafür mit 21 Millionen Stück hart umkämpft. Es wird niemals mehr geben. Die limitierte Menge ist hier ausschlaggebend.

Wir treten sehr wahrscheinlich in eine globale Rezession ein, daher wollen viele Anleger*innen ihr Portfolio ein wenig diversifizieren. Und dabei vor allem in etwas investieren, das nur begrenzt verfügbar ist.

Nun ist Bitcoin ja eine volatile Geschichte. Vielleicht könnten Inhaber*innen daher auch einfach weniger besorgt über bestehende Markteinbrüche sein?

Das hängt der Person ab. Viele Krypto-Inhaber*innen sind bereits sehr vertraut mit der Volatilität der Krypto-Märkte. Wir sehen allerdings auch, dass die annualisierte Volatilität in den letzten Jahren stetig abgenommen hat.

Welchen Rat würden Sie besorgten Krypto-Inhabern geben?

Verbring nicht zu viel Zeit auf sozialen Plattformen oder starr nicht alle zwei Minuten auf die Kursgrafiken. Entspanne dich und betrachte Krypto eher als ein mittelfristiges Investitionsinstrument. Krypto-Assets, wie Bitcoin, sind da, um zu bleiben und wir sind gerade erst bei 0,5 Prozent. Da kommt noch einiges auf uns zu.

Bist du trotzdem besorgt, dass du nicht genug Kontrolle und Übersicht auf die Märkte und deine Vermögenswerte hast, empfehle ich unser Produkt Cryptowatch. Es bietet wirklich einen erstklassigen Überblick über die aktuelle Situation, die Märkte und die Entwicklung der Vermögenspreise, so dass du so gut wie möglich vorbereitet bist!

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Marenbach!

 

Photo by Fotocitizen (Pixabay)

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      Ich bin freie Journalistin, lebe in London und studiere im Erasmus Mundus Master International Journalism, Media and Globalisation. Brennend interessiere ich mich für Zukunftstechnologien, Digitalisierung und (digitale) Trends.

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