John McAfee setzt den Bitcoin-Erfinder mit einer Drohung unter Druck

Der amerikanische Multimillionär und Unternehmer John McAfee begann seinen gestrigen Tag mit einem Paukenschlag. Via Twitter forderte er Satoshi Nakamoto heraus. McAfee droht dem Erfinder des Bitcoin damit, seine Identität zu enthüllen, es sei denn, Satoshi übernehme dies selbst. Eine Frist setzte McAfee nicht. Er werde den Druck auf Satoshi fortan täglich erhöhen und ihn der Öffentlichkeit schließlich auch preisgeben, schrieb er auf Twitter.

Satoshi Nakamoto gibt der Öffentlichkeit seit vielen Jahren ein Rätsel auf. Er ist der Autor des berüchtigten Whitepaper “Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System, das vor zehn Jahren eine grundlegende Revolution des Finanzwesens einläutete. Aber der Name ist bloß eine Maske, niemand weiß, wer sich dahinter verbirgt. Weiß es McAfee?

Es wäre möglich. “Das Rätseln muss jetzt ein Ende haben”, so schreibt er. Hinter Satoshi steckten weder ein Geheimdienst noch eine Regierung. Es handle sich vielmehr um ein Kollektiv. Das Whitepaper hingegen sei die Arbeit eines einzigen Mannes, der sich zur Zeit in den USA aufhielte, behauptet McAfee.

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In einem Folge-Tweet schreibt McAfee weiter, er habe die Identität von Satoshi lange genug gedeckt. “Es ist Zeit, das jetzt zu beenden.” Er begründete seinen plötzlichen Vorstoß damit, dass das Rätsel um Satoshi unnötig viele Ressourcen binde.

Klarer Seitenhieb gegen Craig Steven Wright

Außerdem beklagte McAfee in seinem Tweet, dass sich Betrüger Satoshis Verhalten zunutze machten. Ein klarer Seitenhieb gegen den Australier Craig Steven Wright (BitcoinSV), der von sich behauptet, dass er selbst der Mann hinter der Maske sei. Um das zu belegen, verwies Wright in der Vergangenheit auf eine Reihe gefälschter Beweise, was ihm den Spott-Namen “Fake Satoshi” einbrachte.

John McAfee hat sich als Investor in der Kryptoszene den Ruf eines Enfant Terrible erarbeitet. In Rock-Star-Manier gibt der Bitcoin-Enthusiast auf Twitter regelmäßig Prognosen über die Zukunft von Kryptowährungen ab. Seine Alkohol- und Drogenprobleme werden ihm dabei häufig zur Last gelegt.

Zum Millionär wurde McAfee Dank seiner Anti-Virensoftware McAfee. Aus seiner Firma McAfee Associates zog er sich 1997 zurück, indem er seine Anteile an der Aktiengesellschaft verkaufte. Sein Vermögen wurde auf 100 Mio. US-Dollar geschätzt. Mächtig für Aufsehen (und natürlich Gelächter) sorgte McAfee 2017 mit einer weiteren Behauptung auf Twitter: Der Bitcoin werde bis 2020 mindestens 500.000 Dollar wert sein. Auf die Nachfrage eines anderen Twitter-Benutzers antworte er damals: “Wenn nicht, dann stelle ich mich ins Fernsehen und fresse vor laufenden Kameras meinen Schwanz!”

Bildquelle: Photo von Gage Skidmore

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David Standt

David fasziniert die Schattenseite von Kryptowährungen: Für den News-Bereich von Kryptoszene.de schreibt er vor allem über Börsenhacks, Bitcoin-Scams und die Regulierung des neuen Finanzmarkts. Viele Reviews, Guides sowie Ratgebertexte zu Kryptowährungen stammten aus seiner Feder. Der kritische Enthusiast kaufte erstmals im Frühjahr 2017 Kryptowährungen und investierte in ICOs. Den großen Hype und den darauf folgenden Bärenmarkt erlebte er hautnah mit. Er lebt und schreibt in Berlin.

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