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Anzahl der Berichte über baldiges Sterben der Digitalwährung Bitcoin verringert sich um 98 Prozent

Die Anzahl der Berichte reichweitenstarker Zeitungen, in denen das Scheitern von Bitcoin prognostiziert wird, verringerte sich seit dem Jahr 2018 um rund 98 Prozent. Nie wurden in den ersten vier Monaten so wenige kritische BTC-Beiträge publiziert, als im Jahr 2020. Dies geht aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervor. Indes scheinen auch politische Akteure weniger von der Digitalwährung zu befürchten, als es lange den Anschein hatte.

Zwischen Januar und April dieses Jahres listet das Portal “Bitcoin Obituaries” lediglich einen Artikel, welcher Bitcoin ein baldiges Ableben bescheinigt. Im vergangenen Jahr waren es im selben Zeitraum noch 15 Beiträge, vor zwei Jahren wiederum 51. Ende des zurückliegenden Jahres wurden demnach deutlich mehr kritische Beiträge mit Titeln wie “Bitcoin stirbt” (CCN), “Alle Kryptowährungen werden verschwinden” (Portfolio Wealth Global) oder “Bitcoin, das Ende einer Ära” (Trading View) veröffentlicht.

Da das Portal die Erhebungsmethoden nicht offenlegt, können die Daten nicht als repräsentativ gelten. Gleichwohl decken sie sich zu großen Teilen mit internen Nachforschungen von Kryptoszene.de. Hierbei wurde stichprobenartig die Bitcoin-Berichterstattung überregionaler deutschsprachiger Medienhäuser analysiert. Demnach werden nicht zuletzt seit Ausbruch der Corona-Krise vermehrt neutrale oder positive Artikel über die Kryptowährung mit der größten Marktkapitalisierung publiziert.

Bitcoin in den Medien – ein Blick zurück

Vergangene Studien zeigen unterdessen, dass zumindest zwischen 2011 und 2018 die Anzahl negativer Berichterstattung überwog. Von 1.498 ausgewerteten Artikeln zum Thema Bitcoin waren 53 Prozent mit negativem Unterton, 24 Prozent neutral und lediglich 23 Prozent positiv, wie die Forschungsvereinigung ermittelte.

Die jüngste Erhebung zeigt jedoch an, dass eine Trendumkehr bereits stattgefunden haben könnte. So mehren sich Berichte, dass die Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel wachse (Finanzen.net), Bitcoin dank Corona vor einem neuen Hype stehe (ARD) und US-Amerikaner ihre staatlichen Zahlungen vermehrt in Bitcoin investieren (Forbes).

BTC in besserem Licht?

Unterschiedliche Faktoren könnten der Kryptowährung einen Aufwind verleihen, wenngleich hierzu noch keine empirisch gesicherten Daten vorliegen. Fest steht, dass die deutsche Bundesregierung das Risiko, welches von der Digitalwährung ausgeht, gering einschätzt. Nach der “Ersten Nationalen Risikoanalyse” des Finanzministeriums sei das Geldwäschepotential eher gering. Auch in punkto Terrorismusfinanzierung scheint Bitcoin eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Derweil könnte auch die Bitcoin Kursentwicklung einen Einfluss auf die Berichterstattung haben. In dieser Hinsicht glänzt die Digitalwährung im Jahr 2020 unbestritten. Während der DAX seit Jahresbeginn um 22 Prozent einbüßte, und auch der Dow Jones um 17,8 Prozent federte, legte der Bitcoin Kurs um 21,8 Prozent zu. Wie die Infografik aufzeigt, konnte selbst Gold – ein Asset für Krisenzeiten – nicht mit BTC mithalten. Der Wert des Edelmetalls erhöhte sich um 15,2 Prozent.

 

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Raphael, studierter Politikwissenschaftler, ist unser Mann für detaillierte Analysen und Features. Er liefert ganz besonders spannende Themen und beschäftigt sich mit den Entwicklungen auf dem Börsenparkett, Digitalisierungstrends sowie mit Kryptowährungen. Kontakt: [email protected]

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