HYPE Aster

Hyperliquid hat vor rund einer Woche den nächsten großen Expansionsschritt angekündigt – und sorgt damit erneut für Aufsehen im Kryptomarkt. Die führende Perpetual-Futures-DEX hat mit HIP-4 offiziell den Einstieg in den Markt für Prediction Markets beziehungsweise Outcome Markets gestartet. Damit will Hyperliquid künftig nicht mehr nur den Handel mit Perpetuals dominieren, sondern auch Wetten auf reale Ereignisse direkt onchain abbilden. D

as Besondere: HIP-4 setzt auf ein vollständig integriertes Modell innerhalb der eigenen Hyperliquid-L1. Nutzer können somit Prediction Markets, Spot-Handel und Perpetuals in derselben Wallet, mit derselben Margin und derselben Liquidität handeln. Genau das unterscheidet HIP-4 fundamental von klassischen Plattformen wie Polymarket.

Technisch basiert HIP-4 auf sogenannten Outcome Markets. Nutzer können auf Ereignisse wie Wahlen, Wirtschaftsdaten oder Sportergebnisse spekulieren. Neue Märkte lassen sich dabei permissionless erstellen – also ohne zentrale Freigabe. Wer einen neuen Markt starten möchte, hinterlegt eine bestimmte Menge an HYPE-Token als Sicherheit.

Anschließend wird der Markt direkt onchain handelbar. Hyperliquid verbindet damit Prediction Markets mit seiner extrem schnellen CLOB-Infrastruktur und niedrigen Gebühren. Viele Analysten sehen darin einen potenziellen Gamechanger für den gesamten Prediction-Market-Sektor.

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Konkurrenzkampf zwischen Hyperliquid und Polymarket beginnt

Mit HIP-4 tritt Hyperliquid nun erstmals direkt gegen Polymarket an – den bislang mit Abstand bekanntesten Prediction-Market-Anbieter im Kryptosektor. Während Polymarket in den vergangenen Jahren vor allem durch politische Wetten, hohe Volumina und starke Mainstream-Reichweite gewachsen ist, setzt Hyperliquid auf einen anderen Ansatz: maximale Integration in die bestehende Trading-Infrastruktur der eigenen Chain.

Genau darauf verweist auch der Analyst „Hyperliquid Daily“. Dieser argumentiert, dass HIP-4 viele Schwächen klassischer Prediction Markets beseitigen könnte. Besonders hervorgehoben wird der permissionless Ansatz. Während bei Polymarket nur ausgewählte Teams neue Märkte starten können, soll bei HIP-4 jeder Nutzer direkt neue Outcome Markets deployen können – sofern ausreichend HYPE gestakt wird. Zudem laufen sämtliche Trades direkt auf Hyperliquids eigener Infrastruktur. Dadurch entfallen Bridges, zusätzliche Wallets oder externe Konten.

Ein weiterer Vorteil könnte laut Analysten die technische Integration sein. Nutzer können beispielsweise Bitcoin-Perpetuals handeln und gleichzeitig entsprechende Event-Wetten absichern – alles innerhalb desselben Liquiditätspools. Genau diese Kombination aus Perps, Spot und Prediction Markets gilt aktuell als einer der spannendsten Aspekte von HIP-4.

Trotzdem sehen viele Beobachter Polymarket weiterhin klar vorne. Analyst „vijn“ verweist darauf, dass Polymarket über Jahre hinweg eine enorme Marke aufgebaut habe – inklusive loyaler Community, Mainstream-Bekanntheit und bewährter Infrastruktur. Hyperliquid habe zwar enormes Potenzial, müsse aber zunächst beweisen, dass das System auch bei massiv wachsender Marktanzahl stabil funktioniert.

Spannend ist dabei vor allem die unterschiedliche Zielgruppe. Polymarket richtet sich zunehmend an Retail- und Mainstream-Nutzer, während Hyperliquid bislang klar im Web3- und Trader-Bereich positioniert ist. Genau deshalb glauben viele Analysten mittlerweile, dass beide Plattformen langfristig nebeneinander existieren könnten.

Auch die Konkurrenz belebt das Geschäft. Polymarket reagierte zuletzt selbst offensiv und kündigte an, künftig ebenfalls Perpetual Futures integrieren zu wollen. Damit verschwimmen die Grenzen zwischen klassischen Prediction Markets und Trading-Plattformen zunehmend. Der Wettbewerb dürfte sich in den kommenden Monaten daher massiv beschleunigen.

Sicher scheint aktuell vor allem eines: Der Prediction-Market-Sektor entwickelt sich derzeit zu einem der dynamischsten Wachstumsbereiche im gesamten Kryptomarkt. Hyperliquid bringt neue Geschwindigkeit, Trading-Infrastruktur und Krypto-Native-Liquidität ein.

Polymarket dagegen verfügt über Reichweite, Erfahrung und enorme Markenstärke. Wer langfristig dominiert, bleibt offen – doch genau dieser Konkurrenzkampf könnte letztlich beiden Plattformen helfen, schneller zu innovieren und neue Nutzer in den Markt zu ziehen.

Neue Dynamik bei Infrastruktur-Presales: LiquidChain baut Layer-3

Während sich der Wettbewerb zwischen Hyperliquid und Polymarket zunehmend zuspitzt, rückt gleichzeitig eine andere Entwicklung stärker in den Fokus vieler Investoren: die nächste Generation der Infrastruktur-Projekte. Denn je größer Trading-, DeFi- und Prediction-Market-Ökosysteme werden, desto deutlicher zeigt sich ein zentrales Problem des Kryptomarktes – fragmentierte Liquidität zwischen verschiedenen Blockchains.

liquidchain (1) Genau an diesem Punkt setzt derzeit das Presale-Projekt LiquidChain (LIQUID) an. Das Protokoll verfolgt das Ziel, Kapital und Anwendungen aus Netzwerken wie Bitcoin, Ethereum oder Solana effizient zusammenzuführen und damit eine einheitliche Ausführungsschicht für verschiedene Ökosysteme zu schaffen. Besonders im Bereich von Trading-Anwendungen und Prediction Markets könnte ein solcher Ansatz künftig an Bedeutung gewinnen. Denn hohe Liquidität, schnelle Ausführung und geringe Reibungsverluste zählen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren moderner Krypto-Plattformen.

Technisch setzt LiquidChain auf eine Layer-3-Infrastruktur, die Skalierbarkeit moderner Netzwerke mit der Sicherheit etablierter Chains kombinieren soll. Im Mittelpunkt steht dabei ein Ansatz ohne klassische Bridges oder Wrapped Assets. Genau diese galten in den vergangenen Jahren immer wieder als Sicherheitsrisiko im DeFi-Sektor und waren mehrfach Ziel größerer Exploits.

LiquidChain versucht dieses Problem über sogenannte Cross-Chain-Proofs und atomare Transaktionen zu lösen. Transaktionen werden dadurch entweder vollständig abgeschlossen oder vollständig verworfen. Das reduziert potenzielle Inkonsistenzen zwischen verschiedenen Netzwerken und soll gleichzeitig die Sicherheit erhöhen.

Für Entwickler könnte genau dieser Ansatz besonders interessant werden. Anwendungen müssten nicht länger für jede einzelne Blockchain separat aufgebaut werden, sondern könnten direkt auf mehrere Ökosysteme gleichzeitig zugreifen. Gerade in Bereichen wie DeFi-Handel, Liquiditätsaggregation oder auch Prediction Markets könnte dies langfristig neue Möglichkeiten schaffen.

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Christian Becker pro-investor-shield

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

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