- Herausforderungen: 2025 könnten makroökonomische Faktoren wie Liquiditätsprobleme den Krypto-Markt vor Herausforderungen stellen
- Liquidität: Eine deflationäre Umgebung könnte die Krypto-Kurse ausbremsen
- Korrelation: Bislang haben die Krypto-Kurse stark mit den Zinsen der Zentralbanken korreliert
Viele positive Nachrichten lassen Anleger hoffnungsvoll auf das Jahr 2025 blicken. Dem Krypto-Markt stehen jedoch auch ein paar Herausforderungen bevor. So könnten etwa Liquiditätsprobleme das Wachstum der Krypto-Kurse ausbremsen.
Schwacher Start dank Liquiditätsprobleme
Der Dezember 2024 war ein starker Monat für die Kryptowährungen. Der Bitcoin Preis war auf 108.268 US-Dollar gestiegen und erzielte damit ein neues Allzeithoch. Die meisten anderen Kryptowährungen folgten dem Beispiel.
An diese Erfolge können die Kryptos derzeit nicht anknüpfen. Laut Michael Howell, dem Gründer von CrossBorder Capital, liegt das an den makroökonomischen Faktoren, wie er in dem Podcast Milk Road sagt.
Michael Howell erklärt, wie verschiedene ökonomische Entscheidungen seitens der Politiker und Behörden sich auf den Krypto-Markt auswirken. Wenn Politiker etwa keinen neuen Haushalt aufstellen können, reagieren die Anleger verhalten.
Viele Anleger warten auf frisches Geld, um Bitcoin und die vielen Altcoins zu kaufen. Allerdings können Finanzminister wie Janet Yellen einem einen Strich durch die Rechnung machen. Ihre Förderungen sorgten zwar kurzzeitig für mehr Geld auf dem Markt, hatten langfristig aber den gegenteiligen Effekt.
Liquiditätsprobleme wirken sich auf verschiedene Märkte aus, nicht nur den Krypto-Markt. Auch andere Assets wie Aktien profitieren von dem frisch gedruckten Geld der Zentralbanken. Das setzt auch andere Staaten unter Druck, wie etwa China.
Laut Howell ist China auf seine US-Reserven angewiesen. In einem eher deflationären Umfeld wäre die chinesische Zentralbank jedoch gezwungen, seine eigene Geldpolitik zu überdenken. Das wiederum hätte einen großen Einfluss auf weitere Volkswirtschaften und den Weltmarkt.
Die Rolle der Liquidität in den Marktzyklen
Michael Howell ist der Meinung, die Liquidität, bereitgestellt durch die Zentralbanken, hätten einen maßgeblichen Einfluss auf den Krypto-Markt. Auch wenn sich die FED in den letzten Jahren eher der quantitativen Verknappung verschrieben hat, hatte sie doch still und heimlich mehr und mehr Liquidität dem Markt zugeführt.
Zunächst könnten jedoch Liquiditätsprobleme auf den Krypto-Markt zukommen. Howell ist überzeugt, ab der zweiten Hälfte des Jahres 2025 wird durch die quantitative Lockerung der FED mehr Geld in den Markt gespült.
From Goldman: „How unusual is it for US interest rates to rise in the early innings of a Fed cutting cycle? Consider the following two charts, which cover 11 cutting cycles over the past 40 years. As you can see very clearly, at this number of days following the first cut, the… pic.twitter.com/SLAvdTif7W
— zerohedge (@zerohedge) January 14, 2025
Bis dahin sollte jedoch Unsicherheit am Krypto-Markt herrschen. Das könnte zu turbulenten Kursverläufen führen. Die Injektion frisches Geldes ab der zweiten Hälfte 2025 dürfte dann jedoch den Crypto Bull Run einläuten.
Gleichzeitig bestehen weitere makroökonomische Probleme, wie etwa die hohen Staatsschulden der Corona-Krise. Diese würden ebenfalls zu einer Ausweitung der Geldmenge führen. Edelmetalle wie Gold und Kryptowährungen wie Bitcoin könnten in so einem Umfeld gegen Inflation schützen.
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