Volkswagen: Geschäftszahlen lösen keine Euphorie aus

Volkswagen: Geschäftszahlen lösen keine Euphorie aus
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Die Anleger des Dax-Konzerns Volkswagen haben verhalten auf die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2018 reagiert. Eine Kursexplosion scheint derzeit nicht in Sicht.

Bei seiner Bilanzpressekonferenz sprach der Konzern von „einer soliden Performance seiner Marken und einem erfolgreichen Jahr für den Volkswagen Konzern.“ Die Anleger konnten die Zahlen aber offenbar nicht völlig überzeugen. VW-Aktien zu kaufen scheint derzeit nicht erste Wahl am Aktienmarkt.

Am Abend nach der Pressekonferenz am Dienstag bewegte sich die Aktie ins Minus und verlor 1,83 Prozent auf 143,98 Euro. Am Mittwoch ging es wieder um 1,05 Prozent leicht nach oben, so dass der Kurs den Tag an der Börse bei 145,74 Euro beendet hat.

Wertverlust von rund 40 Prozent

Seit Bekanntwerden des Dieselskandals hat die VW-Aktie erheblich an Wert eingebüßt. Von rund 250 Euro je Aktie ging es zwischenzeitlich auf unter 100 Euro. Noch immer liegt der Kursverlust seit dem Höchststand im Jahr 2015 bei etwa 40 Prozent.


Volkswagen geht davon aus, dass die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns im Jahr 2019 den Vorjahreswert leicht übertreffen werden. Für das Operative Ergebnis des Konzerns wird im Jahr 2019 mit einer operativen Umsatzrendite zwischen 6,5 und 7,5 Prozent gerechnet.

Zudem kündigte Volkswagen an, in den nächsten zehn Jahren 22 Millionen E-Autos verkaufen zu wollen und bis 2028 rund 70 neue E-Modelle auf den Markt zu bringen. Umweltmaßnahmen sollen dazu führen, dass der Konzern bis 2050 CO2-neutral arbeitet.

7.000 Stellen bei Kernmarke könnten wegfallen

Die Kernmarke Volkswagen Pkw konnte 2018 ihren Umsatz um 6,8 Prozent auf 84,6 Milliarden Euro steigern. Der Gewinn belief sich dabei auf 3,2 Milliarden Euro. Einsparungen bei VW Pkw soll unter anderem die Streichung von bis zu 7.000 Stellen bringen, wie Volkswagen am Mittwoch ankündigte.

Die Umsatzerlöse der Marke Audi beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 in einem nach Konzernangaben schwierigen Marktumfeld auf 59,2 (59,8) Mrd. Euro. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen betrug 4,7 (5,1) Mrd. Euro.

Weitere Ergebnisse der Einzelmarken sind im offiziellen Geschäftsbericht zu finden.

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