Volkswagen: Aktie des Autobauers nach EU-Mitteilung leicht im Minus

Heute hat die EU-Kommission bestätigt, dass es illegale Absprachen zwischen den deutschen Autoherstellern Volkswagen, Daimler und BMW um Technologien zur Abgasreinigung gab. Den Konzernen drohen nun Strafen in Milliardenhöhe.

Neben den drohenden Strafzahlungen dürfte bei den Anlegern von Volkswagen auch ein Blick auf die heutige Kursentwicklung an der Börse wenig Freude aufkommen lassen. So steht die Aktie über einem Prozent im Minus gegenüber dem Vortrag und kostet aktuell 148,32 Euro.

Guter Start in den April

Dennoch war diese erste April-Woche aus Aktionärssicht eine gute. Der Trend der Volkswagen-Aktie zeigte klar nach oben. Am 28. März notierte das Papier noch leicht über 138 Euro. Seitdem hat Volkswagen um zehn Euro je Aktie zugelegt.


Damit befindet sich der Konzern fast wieder auf dem Niveau des Vormonats. Am 4. März 2019 hatte der Autobauer aus Wolfsburg einen Wert von 154,24 Euro je Aktie erreicht und damit seinen Höchststand für das laufende Jahr. Leicht höher befand sich der Kurs zuletzt am 6. November 2018. Davor hatte sich die Volkswagen-Aktie seit Mitte Mai 2018 abwärts bewegt. Am 22. Mai notierte das Papier des Dax-Konzerns noch bei 176,60 Euro.

Wertvollster Autobauer Deutschlands

Mit einer Marktkapitalisierung von 76,5 Milliarden Euro belegt Volkswagen im Ranking der Dax-30-Unternehmen derzeit Platz 5. Damit ist der Hersteller, der Marken wie VW, Audi, Skoda und Seat zu seinem Portfolio zählt, der wertvollste Autobauer an der deutschen Börse. Daimler folgt auf Platz 8 mit einem Kapitalwert von 60 Milliarden Euro. Zwei weitere Ränge dahinter folgt BMW. Der bayerische Autobauer bringt es auf eine Marktkapitalisierung von über 47 Milliarden Euro.

Kürzlich war bekannt geworden, dass Volkswagen eine Kooperation mit dem Versandhausriesen Amazon eingeht. Allerdings geht es dabei nicht um den Verkauf von Fahrzeugen über den Online-Shop von Amazon. Vielmehr handelt es sich um eine Technologie-Partnerschaft mit einem geplanten Cloud-Bündnis, dem auch Siemens beigetreten ist.

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Photo by Pexels (Pixabay)

Steffen

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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