Verbotender Content in der Bitcoin Blockchain gefunden

Forscher der RWTH Aachen und der Goethe Universität Frankfurt haben ein Paper veröffentlich, in dem sie den Content in der Bitcoin Blockchain analysiert haben. Denn in der Bitcoin Blockchain sind nicht nur Transaktionsdaten zu finden, sondern vereinzelt auch Texte, Links und Bilder. Dabei sind sie auch auf pornographischen Content gestoßen.

Durch verschiedene Programme wie zum Beispiel Cryptograffiti und Apertus lassen sich neben Transaktionsdaten auch Texte und Dateien in die Bitcoin Blockchain schreiben. Je nachdem welche Möglichkeit man nutzt, um etwas in die Blockchain zu schreiben, gibt es zwar ein Limit von 20 Byte, allerdings lassen sich auch mehrere Daten miteinander verknüpfen, wodurch auch größere Dinge eingefügt werden können.

Die Forscher der RWTH Aachen und der Goethe Universität Frankfurt haben sich jetzt einmal angeschaut was bisher schon alles in die Blockchain geschrieben wurde. Eine Möglichkeit etwas in die Bitcoin Blockchain zu schreiben ist mit Hilfe von Cryptograffiti.info. Auf der Seite könnt ihr auch am einfachsten nachschauen was bisher schon reingeschrieben wurde. Allerdings gibt es auch noch andere Möglichkeiten etwas in die Blockchain zu schreiben, zum Beispiel mit Hilfe des Programms Apertus, dies ist dann bei Cryptograffiti.com nicht lesbar. Normalerweise ist die Bitcoin Blockchain auch nicht dafür vorgesehen, dass etwas anderes als Transaktionen darauf geschrieben werden. Die Tools nutzen nur den Speicherplatz aus, der bei den Transaktionen noch frei bleibt.

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Inhalte auf der Bitcoin Blockchain

Neben jeder Menge harmlosen Inhalt, haben die Forscher auch 5 Mal pornographischen Inhalt gefunden. Bei 2 Funden handelte es sich sogar um links zu kinderpornografischen Inhalten. Diese links sind jetzt für immer in die Blockchain geschrieben und lassen sich auch nicht entfernen. Es bleibt also nur zu hoffen, dass die Seiten möglichst schnell aus dem Netz genommen werden, wobei auch einige Links ins Tor Netzwerk führen.

Problematisch ist das Ganze nicht nur aufgrund der Inhalte, sondern auch deshalb, weil je nach Gesetzeslage es schon dadurch strafbar sein kann nur die Bitcoin Blockchain auf dem Computer gespeichert zu haben. Auch wenn die meisten sicher nicht wissen, was alles für Texte und Links in die Blockchain geschrieben wurden bzw. wie sie die Inhalte sichtbar machen können.

Noch problematischer wird es, wenn jetzt, wo viele diese Möglichkeit kennen, sich daraus ein richtiger Trend entwickelt und noch mehr verbotene Inhalte auf die Blockchain geschrieben werden.

Dagegen spricht, dass laut Snowdens letzten Enthüllungen, die NSA schon seit 5 Jahren versucht Bitcoin Nutzer zu tracken und dabei auch einigen Erfolg erzielt hat. Die Bitcoin Blockchain ist also keinesfalls so anonym wie viele glauben.

Paper: A Quantitative Analysis of the Impact of Arbitrary Blockchain Content on Bitcoin

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Kryptoszene Admin

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