Trotz Misstrauen: Fast jeder Zehnte verfügt mittlerweile über Kryptowährungen

Laut einer Umfrage der ING Bank haben Menschen in Österreich das größte Misstrauen gegenüber Kryptowährungen. Auch die Deutschen zeigen sich besonders skeptisch. Trotzdem sollen rund 8 Prozent in beiden Ländern mittlerweile Bitcoins besitzen. In der Umfrage, die sich in erster Linie auf das erweiterte Europa bezieht, zeigen die Türken das größte Vertrauen in das digitale Geld.

Deutliche Unterschiede innerhalb Europas

Kryptowährungen existieren nun bereits seit mehr als einem Jahrzehnt. Dennoch gebe es nach wie vor starke Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern des Kontinents. So seien die Österreicher mit 79% die Nation, die schon am häufigsten von den Token gehört hat. Die Zahlen für Deutschland sind sehr ähnlich. 71% der hiesigen Bevölkerung wisse von der neuen technischen Errungenschaft.

Noch beliebter ist Bitcoin und Co. in der Türkei und in Rumänien. Am Bosporus würden aktuell 18% der Bevölkerung Coins in ihrem digitalen Wallet halten. Immerhin 70% haben dort bereits davon gehört. In Rumänien liegen diese Werte bei 12% und 75%. „Kryptowährungen haben wahrscheinlich eine vielversprechende Zukunft in Ländern, in denen das traditionelle Finanzsystem weniger effizient oder teurer ist”, so Teunis Brosens, Senior Economist und Bitcoin-Experte der ING in einer Pressemitteilung.

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Hohes Risiko

Nach wie vor dürften Bitcoins den meisten Deutschen wohl einfach noch zu riskant erscheinen. Im Land der Sparkassen und -Bücher  fühlen sie sich mit anderen Anlageformen und Zahlungsmitteln weitaus wohler. Hierbei sei auch zu vermerken, dass die Bundesbürger immer noch eine große Vorliebe für Bargeld haben. Selbst Aktien kaufen ist für den ein oder anderen noch ein echtes Tabu.

„Im Laufe unserer jahrelangen Erhebungen haben sich die Österreicher als besonders sicherheitsbewusste Nation mit großem Faible für klassische Spar-, Anlage- und Zahlungsformen klar herauskristallisiert“, bemerkt Teunis Brosens. „Digitale Währungen werden es hier besonders schwer haben, bedeuten sie doch hohes Risiko. Für die wenigsten Österreicher scheint Kryptogeld zum jetzigen Zeitpunkt eine Option zu sein.“ Ähnlich sehe es in Deutschland aus.

 

Photo by Hans (Pixabay)

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Philip Griesmeier

Philip ist ein wahrer Finanz-Enthusiast und berichtet seit Januar 2019 für Kryptoszene. Dabei umfasst sein Spektrum sowohl die neuesten Errungenschaften der Kryptowelt, als auch klassische Angebote wie Aktiendepots und ETFs.

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