RWE: Energieversorger übertrifft Erwartungen um knapp 70 Prozent

Mit einem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis von 510 Millionen Euro in den ersten drei Monaten des Jahres hat der Energiekonzern RWE für eine positive Überraschung am Finanzmarkt gesorgt. Das Unternehmen aus Essen übertraf die Prognose der Analysten um fast 70 Prozent. Diese hatten ein operatives Ergebnis von 302 Millionen Euro erwartet, was damit bereits über dem Vorjahreszeitraum lag. Damals hatte RWE einen Wert von 299 Millionen Euro eingefahren.

Wachstum im Energiehandel

RWE konnte sowohl im Energiehandel als auch im Bereiche Braunkohle und Kernkraftwerke sein Ergebnis verbessern, was unter anderem auf höhere Großhandelspreise zurückzuführen ist, wie der Konzern mitteilte. Einen Knick nach unten gegenüber dem Vorjahreszeitraum gab es dagegen im Bereich europäische Erzeugung, was RWE auf eine geringere Stromproduktion zurückführt.
Nicht berücksichtigt sind in den Zahlen die Ergebnisse der Tochter Innogy, deren Verkauf an Wettbewerber EON derzeit abgewickelt wird. Auch EON hatte kürzlich seine Zahlen präsentiert und musste dabei einen Gewinnrückgang vermelden.


Für das Gesamtjahr hält RWE an seinen Zielen fest: Ein operatives Ergebnis von 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro und eine von 70 auf 80 Cent steigenden Dividende je Aktie sind angepeilt.
Die guten Nachrichten beförderten den Aktienkurs von RWE heute deutlich nach oben. Das Plus liegt bei rund 2,7 Prozent. Derzeit steht das Papier des Dax-Konzerns bei 23,33 Euro je Aktie. Nach der deutlich nach oben zeigenden Kurve im vergangenen Jahr kann RWE damit auch 2019 seinen Aufwärtstrend an der Börse fortsetzen.

35 Prozent Kursanstieg

Im Oktober 2018 war der Kurs auf nur noch 17 Euro gefallen. Im letzten guten halben Jahr können sich Anleger von RWE damit über einen deutlichen Anstieg von über 35 Prozent freuen. RWE hat damit wieder das Niveau von 2017 erreicht.

Von alten Höchstständen ist die RWE-Aktie aber weiter deutlich entfernt. 2007 erreichte der Kurs einen Spitzenwert von fast 100 Euro je Aktie.

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Bildquelle: Photo von Eichental

Steffen

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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