Am 30. Januar 2026 nominierte US-Präsident Donald Trump den ehemaligen Federal-Reserve-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell für den Vorsitz der US-Notenbank. Trump gab die Entscheidung über Truth Social bekannt und lobte Warsh als potenziell einen der besten Fed-Vorsitzenden der Geschichte. Die Krypto-Märkte reagierten mit fallenden Kursen, denn Warsh gilt als Befürworter einer restriktiven Geldpolitik.
- FED-Vorsitzender: US-Präsident Trump nominierte am 30. Januar 2026 Kevin Warsh als nächsten Fed-Vorsitzenden zur Nachfolge von Jerome Powell
- Krypto-Märkte: Die Ankündigung führte zu einem Rückgang von Bitcoin auf ein Zweimonatstief und belastete risikoreiche Assets durch Erwartung einer strafferen Geldpolitik
- Erwartungen: Warsh gilt als stabilitätsorientiert und könnte langfristig weniger Liquidität schaffen, was den Krypto-Markt kurzfristig bremst
Hintergrund zu Kevin Warsh
Kevin Warsh war von 2006 bis 2011 Mitglied im Board of Governors der Federal Reserve. Nach seiner Amtszeit arbeitete er als Distinguished Visiting Fellow am Hoover Institution und als Dozent an der Stanford Graduate School of Business.
Er gilt als erfahrener Finanzexperte mit Verbindungen zur Wall Street, unter anderem durch seine frühere Tätigkeit bei Morgan Stanley. Warsh hat wiederholt eine „Regimeänderung“ bei der Fed gefordert und die expansive Geldpolitik nach der Finanzkrise kritisiert, insbesondere die Ausweitung der Bilanzsumme.
Die Ankündigung führte zu spürbaren Bewegungen an den Finanzmärkten. Bitcoin fiel zeitweise auf ein Zweimonatstief nahe 81.000 US-Dollar, bevor ein Teil der Verluste wieder aufgeholt wurde. Andere risikoreiche Assets wie Gold und Silber verzeichneten ebenfalls Rückgänge.
Der US-Dollar gewann an Stärke, während Aktienfutures zunächst nachgaben. Die Märkte preisen eine potenziell diszipliniertere Geldpolitik ein, die mit weniger Liquidität und höheren realen Zinsen einhergehen könnte. Gehebelte Long-Positionen im Krypto-Derivate-Markt lösten Kaskaden von Liquidationen aus.
Warshs Haltung zu Geldpolitik und Zinsen
Warsh wird als Vertreter einer stabilitätsorientierten Linie wahrgenommen. Er priorisiert Preisstabilität und reale positive Zinsen. Expansive Maßnahmen sieht er als Ausnahme. Kurzfristig wird erwartet, dass Zinssenkungen erfolgen, da politischer Druck besteht, doch langfristig könnte eine straffere Haltung dominieren.
Eine Reduzierung der Fed-Bilanzsumme würde die Liquidität einschränken, was risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen belastet. Der Markt rechnet derzeit mit höchstens drei weiteren Zinssenkungen im Jahr 2026, wodurch der Leitzins auf etwa 3 % sinken könnte.
Kryptowährungen reagieren sensibel auf Veränderungen der Geldpolitik. Eine Fed unter Warsh könnte die Opportunitätskosten für nicht-verzinsliche Assets erhöhen und Kapital in Richtung sicherer Anlagen lenken.
Soon, Kevin Warsh will be the first pro-Bitcoin Chairman of the Federal Reserve.pic.twitter.com/afEBrBFeWX
— Michael Saylor (@saylor) January 30, 2026
Für die kurzfristige Bitcoin Prognose ist das eher schlecht. Bitcoin wird derzeit primär als liquiditätsabhängiges Risikoasset behandelt, nicht als Inflationsschutz. Kurzfristig entsteht Gegenwind durch geringere Liquidität und einen stärkeren Dollar.
Langfristig bleiben die monetären Eigenschaften von Bitcoin unverändert. Warsh äußerte sich positiv zu Bitcoin und bezeichnete es als wichtiges Asset sowie transformative Technologie. Er erklärte, Bitcoin mache ihm keine Angst und könne als Marktdisziplin wirken.
Die Ernennung signalisiert eine Rückkehr zu mehr Unabhängigkeit und Disziplin, was den Krypto-Markt kurzfristig bremst, aber langfristig zu stabileren Rahmenbedingungen führen könnte.
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