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Mehr als ein Jahr weit liegt er jetzt schon zurück: Der ganz große Bitcoin-Hype. Binnen weniger Tage und Wochen stieg der Wert mancher Währungen um mehrere Tausend Prozent. Die Welt war im Goldrausch, die Nachrichten täglich mit dem Thema gefüllt.

Binance macht auch im Bärenmarkt ein gutes Geschäft

Seitdem ist nicht viel passiert, oder zumindest: nicht viel Gutes. Seit der Kurseinbrüche vom frühen Januar 2018 ging es mit den meisten Kryptowährungen bis heute kontinuierlich bergab. Von den über 2.100 laut Coinmarketcap existierenden Coins sind nach einer Zählung von Deadcoins.com mehr als 1.000 gestorben. Auch manche Krypto-Börse kann ihre Geschäfte da nicht mehr profitabel aufrecht erhalten.

Die Börse Binance hingegen macht auch im Bärenmarkt noch immer ein gutes Geschäft. Das sagte Binance-Finanzchef Wei Zhou in einem Telefoninterview mit CNBC. Konkrete Zahlen wolle Binance zwar nicht veröffentlichen. Wer wolle, könne Zhous Behauptung aber anhand von öffentlich verfügbaren Informationen überprüfen.

Einem Bloomberg-Bericht zufolge hatte Binance für 2018 höhere Gewinne erwartet als es erzielen konnte. Dennoch ist Binance nach Handelsvolumen weiterhin die weltweit größte und erfolgreichste Börse für Kryptowährungen. Volumen von durchschnittlich 428 Millionen US-Dollar wurden im vergangenen Monat täglich an ihr gehandelt.

Viele positive Signale für Kryptowährungen

Und vielleicht wird es bald wieder mehr. Die vielen positiven Signale der vergangenen Wochen könnten Vorboten einer Trendwende sein. Nicht nur befassen sich immer mehr Länder und Bundesstaaten mit der Nutzung und Regulierung von Kryptowährungen. Erst vor ganz Kurzem investierte der erste öffentliche Pensionsfonds in einen Kryptofonds. Vergangene Woche genehmigte dann die Finanzaufsichtsbehörde BaFin erstmals eine ICO.

Gleichzeitig gibt es immer mehr ordentlich regulierte STOs auch aus Deutschland, die Anlegern Sicherheiten bieten und sie mit Dividenden an den Unternehmensgewinnen beteiligen. Diese Entwicklungen könnten das Vertrauen der Anleger wieder herstellen, und sprechen für eine Reifung des Marktes. Auch wenn die meisten Kryptowährungen wohl untergehen werden, könnten die verbleibenden ein hochinteressantes Investment darstellen.

Binance-CEO Changpeng Zhao sagte auf der Binance Blockchain Week in Singapur laut finanzen.net über den Markteinbruch, es habe während des großen Hypes viele Investoren gegeben, „die hereinstürmten und sehr einfache Projekte mit sehr einfachen Whitepapern kreierten“. Als dieser „massive Zustrom“ geendet sei, sei der Preisverfall darauf gefolgt.

Binance-CEO optimistisch über die Zukunft der Branche

Dennoch gab sich der Branchenkenner optimistisch über die Zukunft des Markts. Nicht nur habe der Krypto-Sektor sich erheblich weiterentwickelt, auch die Infrastruktur für Kryptowährungen verbessere sich immer mehr. Sicherlich hat Zhao dabei auch an sein eigenes Unternehmen gedacht: Seit einigen Wochen ist es möglich, Kryptowährungen auf Binance mit Fiat-Währungen zu bezahlen.

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Bildcredit: Marco Verch,  https://www.flickr.com/photos/[email protected]/

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Kane Pepi

Kane Pepi ist ein britischer Forscher und Autor, der sich auf Finanzen, Finanzkriminalität und Blockchain-Technologie spezialisiert hat. Heute lebt Kane in Malta und schreibt für eine Reihe von Plattformen im Online-Bereich. Kane ist insbesondere darin geübt, komplexe Finanzthemen auf eine benutzerfreundliche Art zu erklären. Akademisch gesehen hat Kane einen Bachelor-Abschluss in Finanzwesen, einen Master-Abschluss in Finanzkriminalität und arbeitet derzeit an einer Doktorarbeit, in der er die Geldwäschebedrohungen der Blockchain-Wirtschaft untersucht. Kane steht auch hinter peer-reviewed Publikationen - darunter eine eingehende Studie über die Beziehung zwischen Geldwäsche und britischen Buchmachern. Sie finden Kanes Publikationen auch auf Websites wie MoneyCheck, The Motley Fool, InsideBitcoins, Blockonomi, Learnbonds und der Malta Association of Compliance Officers.

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