Saylors Bitcoin-Prognose auf der BTC Prague

In dieser Woche hat Strategy den nächsten großen Bitcoin-Kauf bekanntgegeben. Laut einer aktuellen SEC-Meldung erwarb das Unternehmen zwischen dem 2. und 8. März 2026 insgesamt 17.994 BTC für rund 1,28 Milliarden US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 70.946 US-Dollar je Bitcoin. Damit stiegen die gesamten Bestände auf 738.731 BTC, für die Strategy kumuliert 56,04 Milliarden US-Dollar ausgegeben hat.

Finanziert wurde der Kauf über Verkäufe eigener Wertpapiere am Markt, darunter auch das inzwischen stark beachtete Instrument STRC. Gerade diese Verbindung aus Kapitalmarktstruktur und Bitcoin-Treasury-Strategie rückt nun noch stärker in den Fokus.

STRC erreicht Rekordwerte und wird zum wichtigen Baustein der Finanzierung

Besonders auffällig war zuletzt die Dynamik bei STRC. Dabei handelt es sich um die „Variable Rate Series A Perpetual Stretch Preferred Stock“ von Strategy, also eine börsennotierte Vorzugsaktie mit variablem Dividendensatz. Strategy beschreibt STRC selbst als ein auf kurze Duration und hohe laufende Rendite ausgelegtes Instrument, dessen Dividende derzeit bei 11,50 Prozent pro Jahr liegt und monatlich in bar gezahlt wird. Die Gesellschaft betont zugleich, dass der Satz monatlich angepasst wird, um den Kurs möglichst nahe am Nennwert von 100 US-Dollar zu halten und die Volatilität zu begrenzen.

Genau dieses Instrument spielte bei dem jüngsten Bitcoin-Kauf bereits eine relevante Rolle. Aus der SEC-Meldung vom 9. März geht hervor, dass Strategy im genannten Zeitraum 3.776.205 STRC-Aktien platzierte und daraus netto rund 377,1 Millionen US-Dollar einnahm. Zusätzlich kamen 899,5 Millionen US-Dollar aus Verkäufen von MSTR-Stammaktien. Zusammengenommen flossen also 1,2766 Milliarden US-Dollar an Nettoerlösen in die Kasse, die laut Filing für den Erwerb der 17.994 Bitcoin verwendet wurden. STRC war damit bereits ein spürbarer Finanzierungsbaustein des jüngsten Zukaufs.

Parallel dazu häuften sich die Signale einer ungewöhnlich starken Nachfrage. Auf Strategys eigener STRC-Seite werden für März unter anderem eine variable Dividende von 11,50 Prozent, ein ausstehendes Notional von rund 3,84 Milliarden US-Dollar sowie eine 30-Tage-Historienvolatilität von nur 2,5 Prozent ausgewiesen. Ferner gab es bei STRC zuletzt einen Rekordtag bei Handelsvolumen und VWAP. Auch deshalb wuchs am Markt die Aufmerksamkeit für das Papier deutlich.

Entscheidend ist: STRC soll nicht einfach nur Rendite liefern, sondern gleichzeitig weiteres Kapital beschaffen, das Strategy für zusätzliche Bitcoin-Käufe einsetzen kann. Damit wird aus einer klassischen Kapitalmarktmaßnahme ein direkter Hebel für die Bitcoin-Treasury-Expansion.

Bitcoin for Corporations zeigt, wie Strategy STRC als Infrastruktur für neue Produkte positioniert

Zusätzliche Relevanz bekam STRC durch das Event „Bitcoin for Corporations 2026“, das Strategy Ende Februar in Las Vegas veranstaltete. Auf der offiziellen Eventseite wurde das Treffen als Plattform beschrieben, auf der Marktteilnehmer über Bitcoin-Adoption, institutionelle Nutzung und neue Marktstrukturen diskutieren. Damit war früh erkennbar, dass Strategy das Thema nicht nur als internes Finanzierungsinstrument, sondern als Teil eines breiteren Ökosystems aufbauen will.

https://twitter.com/Strategy/status/2031835185126289766

Genau diesen Eindruck verstärken auch diverse Unternehmen mit ihren Aussagen vom Event. Dort wird STRC nicht als isoliertes Wertpapier dargestellt, sondern als Baustein für verschiedene Finanzprodukte. 21Shares und FalconX kündigten demnach den „Strategy Yield ETP“ auf Euronext Amsterdam an.

Diese Produktstruktur ist auch extern nachvollziehbar: 21Shares teilte Ende Februar offiziell mit, ein neues ETP auf den Markt zu bringen, das Anlegern Zugang zu Strategys STRC-Struktur geben soll.

Noch spannender ist, wie breit Strategy die Anwendungsfälle auf dem Event inszenierte. So wurden mit Hope, Buck, Apyx und Saturn gleich mehrere Modelle gezeigt, die auf STRC aufsetzen oder daran anknüpfen: von geldmarktnahen Lösungen zur Sicherung realer Cash-Renditen über Spar- und Stablecoin-Konzepte bis hin zu tokenisierten Kredit- und Yield-Produkten. Das Signal dahinter ist klar: Strategy versucht, STRC als finanzielle Grundzutat für neue digitale Dollar-, Kredit- und Ertragsstrukturen zu etablieren. Das untermauert auch eine bullische Bitcoin Prognose.

Genau deshalb sprach Strategy in seinem Event-Posting davon, STRC sei ein „universal active ingredient of Digital Money“. Ob sich diese Vision im Markt durchsetzt, bleibt offen. Aber die Richtung ist klar erkennbar: Aus einem Kapitalmarktinstrument soll ein ganzes Produktuniversum rund um Bitcoin-nahe Renditebausteine entstehen. Die aktuelle Nachfrage nach STRC und damit mittelbar nach Bitcoin spricht hier für sich. Denn so wird Strategy auch im Bärenmarkt 2026 munter weiter Bitcoin kaufen.

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Christian Becker pro-investor-shield

Christian Becker ist Journalist von Beruf, seit ein paar Jahren ist er aber spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien bei Kryptoszene.de tätig. Er hat hauptberuflich bei IsarGold GmbH als Journalist und Analyst gearbeitet und schrieb auch regelmäßig für Kryptoszene.de, indem er Charts von Kryptowährungen und Aktien analysierte. Im März 2020 entschloss er sich weiterhin freiberuflich aber in Vollzeit bei Kryptoszene.de anzufangen und ist bis jetzt als einer der Hauptautoren und Redakteuren hier tätig.

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