Nach dem letzten Rückgang am Kryptomarkt kehrt eine vorsichtige Stabilität ein. Der Bitcoin-Preis erholt sich kurzfristig, nachdem die großen Marktteilnehmer – die sogenannten Whales – wieder aktiv sind. Verschiedene On-Chain-Daten weisen darauf hin, dass nach dem Kurssturz umfangreiche Kauforders in den Markt kamen. Die Bewegung führte zu einer kleinen Entlastungsrally, doch eine Trendwende ist damit noch nicht garantiert.
$BTC big whale orders stepped in after yesterday’s dump.
This is causing a relief bounce right now.
I still think it’s a dead-cat bounce, and markets could go lower. pic.twitter.com/NafGAdmreU
— Ted (@TedPillows) November 5, 2025
In solchen Fällen reden Analysten oft von einem „Dead-Cat-Bounce“, was bedeutet, dass es innerhalb eines größeren Abwärtstrends kurzfristig zu einer Erholung kommt. Einige Beobachter glauben, dass genau dieses Szenario derzeit wahrscheinlich ist. Nach den letzten Rückschlägen atmet der Markt kurz durch, könnte aber ohne neue Impulse erneut unter Druck geraten.
Bitcoin? Im Spannungsfeld zwischen Furcht und Chance
Das aktuelle Marktverhalten ähnelt stark den Mid-Cycle-Korrekturen der Vergangenheit, also den Rücksetzern während eines Bullenzyklus. Während solcher Phasen wirkt die Stimmung oft deutlich pessimistischer, als es die Fundamentaldaten rechtfertigt. Zurzeit handelt Bitcoin eng um seine 50-Tage-Gleitende Durchschnittslinie (MA50) – ein technischer Bereich, der in früheren Zyklen oft als Wendepunkt diente.
Das Muster setzt sich fort: Der Preis sinkt, die Angst wächst, die Medien sprechen von möglichen Trendbrüchen – während alte Hasen der Börse strategisch akkumulieren. Deshalb reden einige Marktbeobachter von der „immer gleichen Geschichte“: In Zeiten größter Unsicherheit, wenn Privatanleger verkaufen, nimmt das sogenannte Smart Money eine neue Position ein.
28 % der Bitcoin im Verlust – ein klassisches Zeichen
Den neuesten On-Chain-Daten zufolge sind rund 28 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots aktuell im Verlust. Das heißt: Nahezu ein Drittel aller Coins wurde zu höheren Preisen als dem aktuellen Marktwert erworben. In der Geschichte traten solche Zustände oft am Ende einer Korrektur auf. Sie kennzeichnen die Marktphasen, die überverkauft sind und in denen die schwachen Hände bereits verkauft haben. Langfristig orientierte Anleger erkennen in dieser Situation oft eine Einstiegschance, während unerfahrene Anleger Verluste realisieren.
🚨28% OF BITCOIN SUPPLY IS IN THE RED
As per on-chain metrics, about 28% of all circulating #Bitcoin supply is now in a loss. pic.twitter.com/lVSd6PzWxq
— Coin Bureau (@coinbureau) November 5, 2025
Momentan ist diese Entwicklung deutlich zu beobachten: Die Angst im Markt ist hoch, das Vertrauen schwindet – und genau an diesem Punkt entstehen oft die besten langfristigen Chancen. Die alten Hasen im Markt sind sich bewusst, dass Emotionen selten eine gute Entscheidungsgrundlage sind.
Das bekannte Muster setzt sich fort:
- Bei kurzfristigen Anlegern setzen Panikverkäufe ein.
- Das Volumen steigt kurzfristig an, weil die Liquidationen zunehmen.
- Langfristige Investoren fangen an, ihre Positionen zu erhöhen.
In jedem Marktzyklus ist die Rotation von schwachen zu starken Händen ein natürlicher Prozess.
Technische Situation: Zwischen 50 MA und der Bodenbildung
Momentan ist die 50-Tage-Linie eine entscheidende Zone. Ein nachhaltiger Bruch unter dieses Niveau könnte kurzfristig weitere Rückgänge verursachen. Sollte Bitcoin über diese Marke stabil bleiben oder davon abprallen, wäre das ein Zeichen von Stärke.
BITCOIN CORRECTIONS FEEL LIKE BEAR MARKETS.
Price is still hugging the 50 MA.
Same structure as every mid-cycle dip.Same fear. Same indicator.
Smart money buys where fear peaksWill you repeat the same mistake… or finally ride the bounce? pic.twitter.com/H3KagRb4Ac
— Merlijn The Trader (@MerlijnTrader) November 5, 2025
Zusätzlich weisen mehrere Analysten darauf hin, dass der Preis zurzeit ähnliche Strukturen aufweist wie während vergangener Korrektierungen – vor allem in den Jahren 2017, 2020 und 2023. In allen Fällen kam es nach einer Phase erhöhter Volatilität zu einer mehrwöchigen Konsolidierung, bevor die nächste Aufwärtsbewegung begann.
Die Geschichte zeigt uns also: Korrekturen sind nicht das Ende eines Zyklus, sondern gehören als notwendiger Teil dazu. Aber die Abläufe sind bekannt: Angst, Überreaktion und danach die Akkumulation durch die erfahrenen Marktakteure. Investoren mit einem langfristigen Fokus betrachten Phasen wie diese als Chance statt als Risiko.
Eine alte Wahrheit, die der Markt allen Teilnehmern ins Gedächtnis ruft: Volatilität ist kein Zeichen der Schwäche, sondern der Preis für eine Rendite.
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