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  • Donald Trump ruft den 2. April als „Liberation Day“ aus – Zölle bis zu 20 % angekündigt

  • Moody’s warnt vor 5,5 Millionen Jobverlusten und einer drohenden Rezession

  • Bitcoin überrascht mit Kursplus – Trumps Nähe zur Kryptoindustrie rückt in den Fokus

Der 2. April 2025 dürfte als Wendepunkt in die Wirtschaftsgeschichte eingehen – zumindest, wenn es nach Donald Trump geht. Mit markigen Worten und voller Pathos ruft der Ex-Präsident den „Liberation Day“ aus und zündet eine neue Eskalationsstufe im globalen Handelskonflikt. Zölle von bis zu 20 Prozent auf breite Importwaren sollen Amerika schützen – doch Ökonomen warnen vor fatalen Folgen: Eine Rezession könnte unausweichlich sein. Die traditionellen Märkte reagieren bereits nervös. Bitcoin zeigt sich (noch) von der positiven Seite.

America First: Trumps Show für die Welt

Donald Trump hat den 2. April 2025 symbolisch zum „Liberation Day“ ernannt. In einer live angekündigten Pressekonferenz versprach er nichts weniger als die wirtschaftliche Wiedergeburt Amerikas – eingeleitet durch neue, aggressive Zölle auf Importwaren aus zahlreichen Ländern. Laut einem Bericht der Associated Press betrifft dies unter anderem China, Kanada, Mexiko und Irland .

Am selben Tag verkündete Trump nun in einem Video-Post auf X in dramatischer Rhetorik den „Liberation Day“ als Wendepunkt für die amerikanische Wirtschaft. Er verspricht, die USA von unfairen Handelsabkommen zu befreien und spricht von einem neuen Zeitalter wirtschaftlicher Souveränität. Das Video inszeniert Trump als Retter der Nation, begleitet von patriotischer Musik, US-Flaggen und Szenen amerikanischer Industrieproduktion und endet mit dem altbekannten “America First”.

Märkte senden Rezessionssignale

Trump spricht von fairen Bedingungen für amerikanische Arbeiter, doch seine Maßnahme könnte das Gegenteil bewirken: Laut Prognosen von Moody’s drohen allein in den USA der Verlust von 5,5 Millionen Arbeitsplätzen und eine Arbeitslosenquote von über 7 Prozent.

Erste Indikatoren deuten bereits auf eine deutliche wirtschaftliche Abkühlung hin; die Finanzmärkte reagieren bereits: Der Nasdaq 100 rauschte im ersten Quartal um 8,3 Prozent nach unten – das schlechteste Ergebnis seit 23 Jahren. Auch der S&P 500 fiel deutlich. Parallel steigt der Goldkurs auf ein Rekordhoch von über 3.100 US-Dollar, ein klassischer Indikator für zunehmende Unsicherheit.

Die aktuellen On-Chain-Daten zeigen ein gemischtes Bild auf Bitcoin, wenn auch der Kurs sich bisher überraschend stabil zeigte – und verzeichnete im Tagesverlauf sogar Kurszuwächse. Der Krypto-Markt scheint von der Unsicherheit kurzfristig zu profitieren, was erneut die Rolle von BTC als Krisen-Asset unterstreicht. Brisant: Die Familie Trump ist inzwischen selbst im Bitcoin-Mining aktiv.

Trump argumentiert, die Zölle seien notwendig, um unfaire Handelspraktiken zu bekämpfen. Außerdem plant das Weiße Haus Zölle in Höhe von 20  Prozent auf fast alles – auf breite Warengruppen, nicht nur auf spezifische Länder. Die EU, China, Mexiko und Kanada kündigten bereits Gegenmaßnahmen an.

Politische Inszenierung oder ökonomische Strategie?

Der “Liberation Day“ ist laut Trump die Antwort auf ein Wahlversprechen. Doch der Preis dafür könnte eine neue globale Rezession sein. Kurzfristig drohen steigende Preise und Marktvolatilität, aber auch langfristig könnte der Versuch, die USA zur autarken Industriegesellschaft umzubauen, scheitern – an Realität und Widerstand.

Trumps neuerlicher Zollkurs ist kein “Befreiungstag”, sondern eine riskante Eskalation. Ob dieser Kurs Amerika wirklich zu mehr Wohlstand hilft oder die Welt in eine globale Krise führt, wird sich bald zeigen.

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Pia Messerschmitt

Pia ist fasziniert von Web3 und Künstlicher Intelligenz. Mit ihrem geisteswissenschaftlichen Hintergrund liebt sie es, gesellschaftliche Trends aufzuspüren und den Zeitgeist zu hinterfragen. Früher war sie im Think Tank und Forschungszentrum der Frankfurt School of Finance tätig und hat dort als Bitcoin- und NFT-Talent am Frankfurt Blockchain Center mitgewirkt. Wenn sie nicht gerade schreibt oder über neue Technologien nachdenkt, ist sie gerne am Atlantik – am liebsten auf ihrem Surfbrett.

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