• Crescendo-Countdown läuft: Kaspa-Update bringt 10-fache Blockgeschwindigkeit
  • Smart-Contract-Standards und Layer-2-Datenschutzfunktion stehen in den Startlöchern
  • Proof-of-Work mit Ethereum-Funktionalität: Kaspa zielt auf DeFi-Markt
  • Kursrückgang trotz Fortschritt: Hype und PR fehlt
  • Markt ignoriert Meilenstein – Einstiegschance vor Mainnet-Aktivierung?

Kaspa liefert still und heimlich. Das Crescendo-Update ist ein Upgrade, das sich gewaschen hat. Durch einen extrem tiefgreifender technologischer Umbau soll die Blockrate verzehnfacht werden, Smart-Contract-Standards stehen bereit, Layer-2-Lösungen für mehr Privatsphäre werden vorbereitet. Klingt nach Web3 auf Speed – der Kurs reagiert (noch) nicht.

Countdown läuft: Crescendo-Update in finaler Phase

Am 31. März fiel offiziell der Startschuss für eines der ambitioniertesten Updates im Kaspa-Ökosystem: Der Crescendo Hardfork ist live und wird bis spätestens Anfang Mai vollständig ins Mainnet übertragen. Der aktuelle Stand laut Community-Timer: Noch rund 31 Tage bis zur finalen Implementierung – sobald der DAA Score die Marke von 110.165.000 erreicht hat. Der Code steht, die Infrastruktur ist bereit. Während sich andere Blockchains in halbfertigen Beta-Versionen verlieren und ihre Community mit Roadmaps bei Laune halten, scheint Kaspa die Updates ohne besonders großes Marketing einfach durchzuziehen.

Crescemdo-Update
Noch 31 Tage bis zur Ausführung auf dem Mainnet, Quelle: Kaspa

Was kann das Crescendo-Update?

Durch das Crescendo Hardfork Update soll die Blockrate von 1 Block pro Sekunde (BPS) auf 10 BPS erhöht werden. Diese zehnfache Skalierung katapultiert Kaspa dabei in eine ganz andere Liga, ohne dabei die Netzwerksicherheit zu gefährden. Die Proof-of-Work-basierte Blockchain soll damit Ethereum-ähnliche Funktionen bieten, jedoch mit Bitcoin-ähnlicher Sicherheit.

Technisch gesehen macht Crescendo aus einem ohnehin bereits recht soliden Netzwerk ein starkes Fundament für die nächste Generation dezentraler Anwendungen. Das könnte dem Unterperformer Ethereum gefährlich nahe kommen – und das ohne strukturelle Altlasten. Smart Contracts, NFTs, dApps: Alles da, sobald das Mainnet-Upgrade abgeschlossen ist.

Auch datenschutzfreundliche Transaktionen rücken durch die Integration von ZOV auf Layer-2-Ebene in den Fokus. Skalierbarkeit, Sicherheit und Privatsphäre ohne Wechsel auf Proof-of-Stake. Wer also glaubt, Proof-of-Work sei ein Auslaufmodell, bekommt hier Gegenbeweise im Wochentakt geliefert.

Den Kurs kümmert’s (noch?) nicht

Trotz technischer Relevanz bleibt die Kursentwicklung hinter den Erwartungen zurück. Die allgemeine Marktstimmung ist angeschlagen – nicht zuletzt wegen der geopolitischen Spannungen rund um Trumps Zollpläne. Eine echte Altcoin-Season bisher nur Träumerei.

Am 3. April notiert KAS laut Daten von Coinmarketcap bei 0,0622 US-Dollar – ein Tagesminus von fast 10 Prozent. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 1,61 Milliarden US-Dollar, während das Handelsvolumen innerhalb von 24 Stunden um gute 30 Prozent zugelegt hat. Damit fährt der Kurs deutlich unter seinem Allzeithoch im August letzten Jahres bei 0,20 US-Dollar. 

Das dürfte möglicherweise doch auch dem Kaspa-Team geschuldet sein, denn diese bleiben bei ihrer Linie: Keine lautstarke PR-Offensive, keine überinszenierten Twitter-Räume. Stattdessen: nüchterne Informationen auf dem Blog und sachliche Updates in den sozialen Netzwerken. Wer Aufmerksamkeit will, muss danach suchen. Eine großflächige Werbekampagne gibt es nicht. Möglicherweise dürfte die schlechte Marktphase im Moment eine gute Kaufgelegenheit für Kaspa als auch andere vielversprechende Kryptowährungen sein, noch bevor das Crescendo-Update endgültig live geht.

Fazit

Während andere Krypto-Projekte schon für minimale Codezeilen riesige Marketingkampagnen zünden, bleibt Kaspa auffallend still – und genau das macht es interessant. Crescendo ist ein technologisches Statement, das laut Entwicklerteam nicht viel PR nötig hat. Der Markt scheint das bevorstehende Update (noch) zu ignorieren, aber sollte alles funktionieren wie beschrieben, könnte hier möglicherweise eine wirklich ernstzunehmende Größe im DeFi-Bereich entstehen.

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Pia Messerschmitt

Pia ist fasziniert von Web3 und Künstlicher Intelligenz. Mit ihrem geisteswissenschaftlichen Hintergrund liebt sie es, gesellschaftliche Trends aufzuspüren und den Zeitgeist zu hinterfragen. Früher war sie im Think Tank und Forschungszentrum der Frankfurt School of Finance tätig und hat dort als Bitcoin- und NFT-Talent am Frankfurt Blockchain Center mitgewirkt. Wenn sie nicht gerade schreibt oder über neue Technologien nachdenkt, ist sie gerne am Atlantik – am liebsten auf ihrem Surfbrett.

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