Die Anzahl der Personen in Deutschland, welche Aktien besitzen, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Prozent. Nach den Daten von „IfD Allensbach“ sind inzwischen 8,31 Millionen Personen in Deutschland im Besitz von Anteilen börsennotierter Unternehmen.

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In den Jahren 2015 bis 2018 gab es hingegen keinen Aufwärtstrend, zwischenzeitlich sank der Anteil sogar. Die Ergebnisse decken sich mit einer Statistik der „Deutschen Sparkassen„, nach der die Beliebtheit von Aktien Investments von 2018 bis 2019 drastisch angestiegen ist. Nach den Recherchen von Kryptoszene.de könnte die Niedrig-Zins-Politik der Zentralbanken ein wichtiger Grund für das Wachstum sein.

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Nach der letzten demographischen Erfassung (2018) leben in Deutschland 82,79 Millionen Menschen. Folglich sind inzwischen rund zehn Prozent der Bevölkerung im Besitz von Aktien. Im internationalen Vergleich ist die Aktionärs-Quote – ungeachtet des Anstieges – dennoch ausgesprochen gering. In den Niederlanden, Japan und den USA sei die Aktionärs-Quote mehr als doppelt so hoch, wie die „LBBW Research“ im vergangenen Jahr berichtete.

Niedrige Zinsen machen andere Anlageformen für Bevölkerung attraktiver

Der eklatante Zuwachs im zweistelligen Bereich wirft die Frage auf, weshalb die Anzahl an Aktionären in Deutschland zwischen dem Jahr 2018 und 2019 so stark zugenommen hat – vor allem auch deshalb, weil man in den Jahren zuvor eher von einer Seitwärtsbewegung sprechen kann. Womöglich ist es eine Umfrage der Sparkassen, welche Aufschluss über die Frage geben kann.

Die Menschen wurden befragt, ob sie ihr Sparverhalten an den Niedrig-Zins angepasst hätten. 40 Prozent beantworteten die Frage mit „ja“. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 waren es lediglich 30 Prozent. Zudem antworteten 46 Prozent damit, dass sie „andere Anlageprodukte gewählt hätten“, oder dies zumindest beabsichtigen würden.

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Beliebtheit von Aktien hängt mit Niedrig-Zins-Phase zusammen

Nur weil die Menschen andere Anlageformen wählen, bedeutet dies im Umkehrschluss nicht zwangsweise, dass auch Aktien beliebter werden. Es wäre genauso gut möglich, dass stattdessen Kryptowährungen, Immobilien oder vielleicht sogar Gold Investments beliebter werden. Die Datenlage macht jedoch deutlich, dass Aktien Investments für viele Befragte das Mittel der Wahl zu sein scheinen. Im Jahr 2018 waren noch 24 Prozent der Befragten der Überzeugung, dass Aktien eine geeignete Form der Geldanlage in Zeiten niedriger Zinssätze sei. Dieses Jahr waren es 42 Prozent, welche Aktien als adäquate Geldanlage betrachteten. Innerhalb von nur einem Jahr hat sich der Anteil nahezu verdoppelt.

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Die Anzahl an Aktionären hat signifikant zugenommen. Es ist nicht auszuschließen, dass hierfür neben der Niedrig-Zins-Politik auch noch weitere Faktoren relevant sind. Die Daten legen aber nahe, dass es eine Korrelation zwischen der aktuellen Geldpolitik der Zentralbanken und dem Anteil derjenigen gibt, die ein Aktiendepot nutzen.

Bildquelle: Photo von Bankenverband – Bundesverband deutscher Banken

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Raphael Rombacher

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