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Vor knapp 26 Jahren vollzog die Telekom mit 10 Milliarden Euro den bisher größten deutschen Börsengang. Diesen Rekord knackte die VW-Tochter Porsche nun fast und sammelte stolze 9,4 Milliarden Euro ein.

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Der Ausgabepreis der Wertpapiere lag bei 82,50 Euro. Heute liegt der Kurs bereits bei 86,06 Euro. Demnach verschrieb der Kurs innerhalb eines Tages ein Plus von 4,3 %.

Porsche mehr Wert als Mercedes und BMW

Den Preis gab VW nach der Zeichnungsfrist bekannt, kurz darauf stieg die Nachfrage nach den Aktien enorm an. Ab heute können von den insgesamt 911 Millionen Porsche-Wertpapieren, 114 Millionen gehandelt werden. 15 Millionen Aktien, dienen der Abdeckung der Mehrzuteilung.

Die Anzahl der Wertpapiere wurde in Anlehnung an den legendären Porsche 911 gewählt. Eine Vorzugsaktie kostete Anleger 82,50 Euro. Damit liegt der Preis der Aktien an der oberen Grenze der Preisspanne von 76,50 und 82,50 Euro, die im Vorfeld bekannt gegeben wurde.


Bezieht man sich auf den Ausgabepreis, erreicht Porsche heute eine Marktkapitalisierung von 75 Milliarden Euro. Bedenkt man die jungen Börsenturbulenzen, ist das ein erfolgreicher Wert. Analysten gingen im Vorfeld von einem Wert zwischen 60 und 85 Milliarden Euro für sämtliche Auto Aktien aus.

Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung der Daimler Aktie liegt aktuell bei 58 Milliarden Euro und bei BMW bei 47 Milliarden Euro.

Die hohe Nachfrage ist auf das Vertrauen der Investoren zurückzuführen. Durch den Börsengang erhält Porsche eine hohe Agilität und mehr Flexibilität. Der Erlös der Aktien soll in die Digitalisierung und die Elektromobilität des Unternehmens voranbringen. Arno Antliz, der VW-Finanzchef, äußerte sich gestern optimistisch, während er die Börsenglocke läutete:

„Wir freuen uns sehr, dass wir einen erfolgreichen Börsengang der Porsche AG durchführen konnten“.

Doch auch Volkswagen selbst soll natürlich von dem Börsengang profitieren, gestern lag der VW Börsenwert bei 84 Milliarden Euro. Heute liegt die Marktkapitalisierung bei 80.52 Milliarden Euro. Rund 49 % des Erlöses der Porsche Aktien könnten an die VW-Aktionäre gehen. Darüber soll jedoch noch eine Hauptversammlung im Dezember dieses Jahres entscheiden. Auch die VW-Mitarbeiter im Haustarif und in Sachsen könnten bald einen Bonus erhalten, darüber wurden jedoch noch keine offiziellen Angaben gemacht.

Hohe Nachfrage auf die Porsche-Aktien

Über einen möglichen Börsengang der VW-Tochter wurde lange spekuliert. Dann machte Porsche es Anfang September öffentlich. Und das inmitten des schwierigen Marktes, der immer noch unter den hohen Inflationen und Unsicherheiten der Anleger infolge des Ukraine-Krieges leidet. Beteiligte Banken berichteten bereits kurz nach der Zeichnungsfrist, dass die Nachfrage sehr hoch sei und sie das Angebot der Aktien übersteigt.

Zum ersten Mal werden mit Porsche Aktien also zum Privatverkauf veröffentlicht. Doch aufgrund der hohen Nachfrage und des geringen Angebots werden viele Privatanleger keine oder nur wenige Teile erwerben können.

Porsche gibt an, dass rund 3,7 Milliarden Euro von Großinvestoren investiert wurden, diese seien der Löwenanteil der Aktien. Darunter ist auch der norwegische Staatsfonds. Neben Deutschland sind die Aktien auch in Österreich, der Schweiz, Italien, Spanien und Frankreich beliebt.

Als Vorbereitung für den Börsengang wurde das Grundkapital von Porsche zur Hälfte in stimmberechtigte Stammaktien und stimmlose Vorzugsaktien aufgeteilt. Ein Viertel der Vorzüge ist seit heute im Verkauf. Außerdem wird die Dachgesellschaft Porsche SE 25 % und eine Stammaktie erhalten. Damit erhält PSE Einfluss auf zukünftige Entscheidungen rund um das Unternehmen. Durch dieses Abkommen fließen zudem 10,01 Milliarden Euro in die Wirtschaft von Volkswagen AG. Für die Stammaktien ist keine Börsennotierung vorgesehen.

Was ist der Grund für den Börseneinstieg?

Ein Börsengang hat in den meisten Fällen das Ziel, das Eigenkapital des Unternehmens zu stärken. Das hat auch Porsche vor, es möchte eigenständiger werden und die Digitalisierung und Elektroentwickeln mit den Erträgen finanzieren.

Der Vorstandschef Oliver Blume muss mit dem Börsengang allerdings viel Kritik einstecken. Denn er ist nicht nur Vorstandschef von Porsche, sondern auch von VW. Experten sehen darin einen Interessenkonflikt. Auch Hans Dieter Pötsch ist auf zwei Positionen aufgeteilt. Er ist Vorstandchef bei Porsche SE und Aufsichtsratschef bei Volkswagen AG. Porsche SE profitiert durch die 25 % Transaktion und der Stammaktie deutlich von dem Börsengang der Porsche AG.

Porsche und VW – eine hitzige Vergangenheit

In den Jahren 2008 und 2009 hatte Porsche noch versucht, VW zu übernehmen. Dieser Versuch ging allerdings gehört nach hinten los: die Stuttgarter wurden stattdessen von VW übernommen. Allerdings hatte Porsche bereits 2005 einen Einstieg in VW gewagt und 20 % der Stammaktien gekauft. 2007 wurden 31 % der Anteile in der Aktiengesellschaft Porsche Automobil Holding SE gebündelt.

Ende 2008 ließ der Porsche Chef dann verkünden, dass er plane bis zu 75 % der VW-Aktien zu kaufen. Porsche SE sichert sich Anfang 2009 50,76 % der Stammaktien von VW – die Mehrheit. Doch dann kommt Porsche die Wirtschaftskrise in die Quere und die Schulden des Unternehmens wachsen. Damit wendete sich das Blatt und Porsche musste im Anschluss unter das VW-Dach kriechen. Ende 2012 übernahm VW den Autobauer Porsche dann komplett.

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Sebastian Schuster

Sebastian Schuster ist spezialisiert auf Kryptowährungen und Kursanalysen von Aktien. Schon früh beschäftigte er sich mit Finanzmarketing und entschloss sich darauf, sein Hobby zum Beruf zu machen, indem er Banking und Financing studierte. Neben seinem Hauptberuf als Analyst bei einer einflussreichen Finanzberatungsfirma schreibt er regelmäßig für Kryptoszene.de und analysiert Charts von Aktien und Kryptowährungen.

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