Wintermute Binance

Als der Flash-Crash im Oktober die Märkte erschütterte, erlitten Trader und Anleger Millionenverluste. Darunter auch Market-Maker wie Wintermute, der Binance mit Liquidität versorgt. Gerüchte, derselbe Market-Maker würde Binance wegen der Verluste durch den Oktober-Crash verklagen, ziehen die Kurse der Kryptowährungen in den Abgrund. Allerdings bestreitet Wintermute die Vorwürfe.

  • Market-Maker: Gerüchte, der Market-Maker Wintermute würde Binance verklagen, sorgten für Unsicherheit an den Märkten
  • Dementi: Der CEO des Market-Makers dementiert jedoch die Vorwürfe
  • Flash-Crash: Am 10. Oktober führte der Absturz des Bitcoin Preises zu 20 Milliarden Verlusten bei gehebelten Positionen

Droht Binance eine Klage durch Market-Maker?

Das Unternehmen Wintermute stellt für Binance Liquidität zur Verfügung und hilft somit bei der Stabilisierung von Preisen. Aktuell machen Gerüchte die Runde, das Unternehmen hätte während des Crashs vom 10. Oktober enorme Verluste erlitten und würde Binance deswegen verklagen.

Die Gerüchte scheinen vom X-Account WhalePump Reborn auszugehen. Er sagt, das sei abseits der Öffentlichkeit schon lange bekannt. Und diese Sache sei wesentlich größer als der FTX-Crash im Jahr 2022.

Konkret geht es dabei um Binance’s Auto-Deleveraging-Funktion (ADL). Diese Funktion tritt bei der Liquidation von Positionen in Kraft und stellt das letzte Mittel dar, um weitere Verluste zu vermeiden.

Während des plötzlichen Crashs am 10. Oktober wurden gehebelte Positionen im Wert von 20 Milliarden US-Dollar liquidiert. Laut WhalePump Reborn würden weitere Market-Maker im Hintergrund eine Klage vorbereiten.

Am 10. Oktober sorgte US-Präsident Trumps Ankündigung weiterer Tarife für einen Absturz beim Bitcoin Preis von 121.000 US-Dollar auf unter 103.000 US-Dollar. Darunter hatten nicht nur die Trader, sondern auch die Provider von Liquidität für die Kryptobörsen gelitten.

WhalePump behauptet weiterhin, Binance würde der Menge, die Wintermute von der Kryptobörse als Kompensation forderte, nicht zustimmen. Und entweder Changpeng Zhao würde einlenken oder der Market-Maker würde eine offizielle Klage einreichen.

CEO von Wintermute dementiert Gerüchte

Nun äußert sich der Wintermute-CEO, Evgeny Gaevoy, zu den Gerüchten. Bereits am 11. Oktober hatte er geschrieben, seinem Unternehmen ginge es gut und man operiere wie gehabt weiter. Am 03. November schrieb er, daran habe sich nichts geändert.

Es gäbe keine Pläne, Binance zu verklagen und man habe das in Zukunft auch nicht vor. Allerdings gibt es Aufnahmen von Evgeny Gaevoy, in denen er über den ADL-Mechanismus und den damit verbundenen Verluste klagt. In den Podcast-Aufnahmen spricht er auch über mögliche Klagen.

Auch Changpeng Zhao schaltet sich ein. Er schreibt seinen 10 Millionen Followern, es gebe derzeit sehr viel FUD (Fear, Uncertainty, Doubt) auf den Märkten. Zudem würden die Wal-Verkäufe für weitere Unsicherheit sorgen.

Es sei wichtig, Gerüchten nicht einfach zu glauben und sich in Panik versetzen zu lassen. Stattdessen sollte man, so der Binance-Gründer, offizielle Quellen konsultieren und lernen, Dinge für sich selbst zu verifizieren.

Die Gerüchte sind auf jeden Fall ein weiterer Dämpfer für den Crypto Bull Run dieses Zyklus. Der Krypto-Markt hat laut CoinMarketCap insgesamt 3,25 % verloren und ist auf 3,47 Billionen US-Dollar gefallen. Bitcoin fällt um 3,5 % auf 103.770 US-Dollar.

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.

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Alexander pro-investor-shield

Nach dem Studium von geisteswissenschaftlichen Exotenfächern machte sich Alexander Naumann als Texter und Autor selbstständig. Zu den Kryptowährungen fand er aufgrund seiner freiheitlichen Gesinnung.

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