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Der Vize-Präsident für „Global Affairs“ bei Facebook äußerte, dass es viele Länder auf der Welt gibt, in denen derzeit versucht wird, das Ideal einer „chinesischen Mauer“ im Internet zu kopieren. Dies betonte Nick Clegg bei einem Gespräch mit der Presse in Brüssel. De facto gäbe es aktuell „einen Kampf um die Seele des Internets“. Ein abgeschottetes und eingeschränktes Internet wie in China läge weder im Interesse der USA, noch dem der Europäischen Union. Facebook-Chef Zuckerberg fordert indes eine aktivere Rolle der Regierungen.

Die Europäische Kommission arbeitet aktuell an einem Regelkatalog für das Internet, welcher im Jahr 2020 offiziell vorgelegt werden soll. Vor diesem Hintergrund führt die Kommission Gespräche mit unterschiedlichen Konzernen wie Facebook und Google. Ein weiterer Grund für das Zusammentreffen dürften die Vorermittlungen sein, die unter anderem auch gegen Facebook geführt werden. Der Konzern muss gegenüber der Europäischen Union hinsichtlich der Nutzung von Nutzerdaten Rede und Antwort stehen.

Auch Facebook Chef Mark Zuckerberg meldete sich zu Wort

Zuletzt gab es Diskussionen darüber, ob und inwiefern Facebook Nachrichten und politische Werbungen zensieren bzw. kennzeichnen müsse. Hierzu nahm Nick Clegg in Brüssel ebenfalls Stellung. Es seien Grundregelungen erforderlich, andernfalls könne Facebook kein „Online-Schiedsrichter“ bei politischen Auseinandersetzungen sein.

In einem Meinungsbeitrag in der „Washington Post“ äußerte Zuckerberg, dass eine aktivere Rolle der Regierungen und Regulierungsbehörden notwendig sei. Ein „Update der Internetregeln“ muss seiner Meinung nach zwei Dinge zum Ziel haben: die Meinungsfreiheit der Bürger zu schützen sowie Unternehmern die Möglichkeit bieten, neue Ideen zu entwickeln.

Facebook Aktien kaum unter Druck

Obgleich der Konzern in der Vergangenheit häufig unter Druck stand und es kritische Facebook Nachrichten gab, scheint sich dies allenfalls geringfügig auf die Aktienkurse ausgewirkt zu haben. Derzeit notieren die Facebook Aktien bei 179,24 Euro – und damit nur knapp unterhalb des Allzeit-Hochs von 188,10 Euro.

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Photo by panayota (Pixabay)

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Raphael Rombacher

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