Ethereum ETH kaufen prognose Altcoins

Am heutigen Sonntag zeigt sich der Kryptomarkt mit einem leichten Rücksetzer. Sowohl Bitcoin als auch Ethereum notieren rund ein Prozent im Minus. Diese Bewegung bleibt jedoch im Rahmen der üblichen Volatilität. Auf Wochensicht kann Ethereum weiterhin ein Plus von etwa zwei Prozent verbuchen. Damit bestätigt sich eine gewisse Stabilisierung nach der zuvor sehr deutlichen Korrektur.

Über drei Monate betrachtet liegt Ethereum dennoch rund 32 Prozent im Minus, auch seit Jahresbeginn bleibt die Performance negativ. Solche Schwächephasen können jedoch Chancen eröffnen, denn On-Chain-Daten deuten auf verstärkte Käufe großer Ethereum-Wallets hin. Auch die größte Ethereum-Treasury Bitmine bleibt bullisch und kauft aktuell den Rücksetzer.

Krypto Wal verkauft BTC für ETH: Bitmine bleibt bullisch

On-Chain-Daten von Lookonchain zeigen aktuell eine auffällige Umschichtung bei einem großen Marktteilnehmer. Eine Wallet hat innerhalb der vergangenen 20 Stunden weitere 502,8 Bitcoin verkauft und dafür rund 14.500 Ethereum im Gegenwert von etwa 45 Millionen US-Dollar erworben. Insgesamt wurden damit bereits 1.969 Bitcoin, aktuell rund 178 Millionen US-Dollar, in 58.149 Ethereum im Wert von rund 181 Millionen US-Dollar getauscht. Der Schritt deutet auf wachsendes Vertrauen in Ethereum hin.

Ferner sehen die Analysten am 14. Dezember eine erneut deutliche Akkumulation von Bitmine und inzwischen als eine der größten Ethereum-Treasuries gilt. Innerhalb weniger Stunden wurden weitere 23.637 ETH im Gegenwert von rund 73 Millionen US-Dollar erworben.

Bereits am Vortag hatte dieselbe Entität zusätzlich 14.959 ETH für etwa 46 Millionen US-Dollar gekauft. Zusammengenommen ergibt sich damit ein massiver Kapitalzufluss in Ethereum innerhalb von nur zwei Tagen. Die Käufe erfolgen in einer Phase anhaltender Kursschwäche, womit größere Marktteilnehmer gezielt niedrigere Niveaus nutzen.

Dieses Verhalten unterstreicht das langfristige Vertrauen in Ethereum trotz der zuletzt schwachen Kursentwicklung.

In den vergangenen Wochen zeigte sich, dass viele Treasury-Unternehmen ihre Akkumulation von Bitcoin oder Ethereum deutlich verlangsamt haben. Fortlaufende Korrektur, begrenzte Liquidität und zunehmende Konkurrenz erschwerten größere Zukäufe. Eine klare Ausnahme bildet jedoch Bitmine rund um Tom Lee. Während andere Akteure vorsichtiger agieren, verfolgt das Unternehmen weiterhin konsequent seine Strategie. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds werden die Ethereum-Bestände systematisch ausgebaut.

Ethereum

Ein Blick auf die Daten der Strategic Ethereum Reserve bestätigt diese Sonderrolle. Von insgesamt 68 erfassten Entities sticht Bitmine deutlich hervor. Mit mittlerweile rund 3,86 Millionen Ethereum hält das Unternehmen die mit Abstand größte bekannte Ethereum-Treasury. Das entspricht mehr als drei Prozent des gesamten verfügbaren Angebots. Innerhalb der vergangenen 30 Tage wurde der Bestand erneut um rund zehn Prozent erhöht. Kein anderer Akteur kommt aktuell auch nur annähernd an diese Größenordnung heran.

Ethereum Analyse: Onchain-Daten machen Hoffnung

Laut Analysten von CryptoQuant ist eine weitere On-Chain-Metrik von Ethereum aktuell einen Blick wert: der sogenannte Realized Price großer Wale mit Beständen von mindestens 100.000 ETH. Diese Kennzahl zeigt den durchschnittlichen Einstandspreis, zu dem diese Marktteilnehmer ihre Bestände aufgebaut haben. Laut Daten von CryptoQuant ist Ethereum in den vergangenen fünf Jahren nur viermal sehr nahe an diesen Realized Price gefallen. Zwei dieser Phasen lagen im Bärenmarkt 2022, die beiden anderen traten im laufenden Jahr auf.

Historisch betrachtet waren genau diese Zonen oft mit einer erhöhten Relevanz verbunden. Wenn der Marktpreis in die Nähe des durchschnittlichen Einstandsniveaus großer Wale fällt, nimmt der Verkaufsdruck häufig ab. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Akteure beginnen, Positionen zu verteidigen oder sogar auszubauen. In der Vergangenheit folgten auf solche Phasen nicht nur kurzfristige Erholungen, sondern vielfach auch nachhaltigere Aufwärtsbewegungen.

Der aktuelle Befund deutet darauf hin, dass Ethereum erneut in eine Bewertungszone eingetreten ist, die von langfristig orientierten Großinvestoren als attraktiv wahrgenommen wird. Auch wenn dies keine Garantie für eine unmittelbare Trendwende darstellt, signalisiert die Metrik ein asymmetrisches Chancen-Risiko-Verhältnis. Vieles spricht dafür, dass sich Ethereum aktuell näher an einem strukturellen Boden als an einer Überbewertung bewegt.

Auch andere On-Chain-Metriken stützen diese Einschätzung. Ein Beispiel ist der Ethereum Percent Supply in Profit, also der Anteil des umlaufenden Angebots, der sich im Gewinn befindet. Zwischen Juni und Oktober 2025 lag dieser Wert über weite Strecken oberhalb von 90 Prozent und signalisierte damit eine klare Überbewertung. Historisch folgten auf solche Phasen regelmäßig spürbare Korrekturen, was sich auch diesmal bestätigte. In der Folge fiel der Wert zeitweise auf rund 50 Prozent und liegt aktuell bei etwa 63 Prozent. Rückblickend markierten solche Niveaus häufig Zonen, in denen sich attraktive Einstiegsgelegenheiten ergaben.

Ethereum

Eine weitere On-Chain-Metrik, die eher eine günstige Bewertung indiziert, ist der MVRV-Z-Score, der die Marktbewertung von Ethereum ins Verhältnis zu den realisierten Kosten setzt. Aktuell liegt dieser Indikator bei etwa 0,4 und damit deutlich unter historischen Extremwerten. In früheren Zyklen traten klare Überbewertungen erst bei Z-Scores oberhalb von 5 auf, ausgeprägte Zyklushochs sogar meist jenseits der Marke von 7. Rund um das Allzeithoch im Jahr 2021 bewegte sich der MVRV-Z-Score im Bereich von knapp 4. Das derzeitige Niveau signalisiert daher aus langfristiger Perspektive keine Überhitzung, sondern eine vergleichsweise günstige Bewertung.

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Daniel Robrecht pro-investor-shield

Nach seinem Studium in Rechtswissenschaften und Management entschied sich Daniel, freiberuflich als Autor tätig zu werden. Seit 2025 schreibt er für Kryptoszene und hat sich auf Kryptowährungen und DeFi spezialisiert. Mit jahrelanger Erfahrung im Kryptomarkt verfolgt er sowohl langfristige als auch kurzfristige Anlagestrategien. Durch kontinuierliche Weiterbildungen vertieft er sein Wissen zu aktuellen Markttrends und Entwicklungen. Auch privat verbringt Daniel viel Zeit mit den Finanzmärkten.

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