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Die Turbulenzen am Kryptomarkt spitzen sich weiter zu. Nach dem Terra-Schock, bei dem Käufer des Luna Tokens und des Stablecoins UST bei einem Totalabsturz der Kurse massive Verluste erlitten haben, droht nun das nächste Debakel.

So gab das Unternehmen Celsius am Montag eine schwerwiegende Mitteilung für alle Kunden heraus. Darin heißt es: „Wir haben eine sehr wichtige Botschaft für unsere Community. Aufgrund extremer Marktbedingungen geben wir heute bekannt, dass Celsius alle Abhebungen, Swaps und Überweisungen zwischen Konten pausiert. Wir ergreifen diese Maßnahme heute, um Celsius in eine bessere Position zu versetzen, um im Laufe der Zeit seinen Rücknahmeverpflichtungen nachzukommen.“

Verwaltetes Vermögen mehr als halbiert

Das Unternehmen Celsius ist auf die Verleihung von Kryptowährungen spezialisiert und stellt mit Kryptowährungen besicherte Kredite sowie verschiedene Earning-Produkte für Kunden zur Verfügung. Das Unternehmen wurde 2017 von Alex Mashinsky und S. Daniel Leon gegründet. Das Celsius-System basiert auf ihrem nativen Token CEL und die Plattform unterstützt nach eigenen Angaben über 30 Kryptowährungen.

Eigentlich sah es im vergangenen Jahr so aus, also könnte Celsius ein überaus erfolgreiches Geschäftsmodell entwickeln. Denn zeitweise verwaltete Celsius die stolze Summe von rund 25 Milliarden Dollar und sicherte sich noch Ende vergangenen Jahres eine Finanzierung von 750 Millionen Dollar.

Inzwischen soll es Berichten zufolge jedoch deutlich weniger als die Hälfte an Vermögen sein, die von Celsius verwaltet werden. Insbesondere nach dem Terra-Crash sollen viele Kunden misstrauisch geworden sein und ihre Gelder von Celsius abgezogen haben. Alle, die dies rechtzeitig getan haben, dürften jetzt erleichtert sein. Denn mit dem Stopp der Auszahlungen kann derzeit kein Kunde an seine Einlagen herankommen.

Celsius ändert Nutzungsbedingungen

Im Interesse der Gemeinschaft zu handeln sei deshalb oberste Priorität, heißt es in der Mitteilung weiter. „Im Rahmen dieser Verpflichtung und zur Einhaltung unseres Risikomanagementrahmens haben wir eine Klausel in unseren Nutzungsbedingungen aktiviert, die diesen Prozess ermöglicht. Celsius verfügt über wertvolle Vermögenswerte und wir arbeiten fleißig daran, unseren Verpflichtungen nachzukommen.

Wir ergreifen diese notwendigen Maßnahmen zum Wohle unserer gesamten Gemeinschaft, um die Liquidität und den Betrieb zu stabilisieren, während wir Maßnahmen zur Erhaltung und zum Schutz von Vermögenswerten ergreifen. Darüber hinaus werden die Kunden während der Pause weiterhin Belohnungen sammeln, die unserem Engagement für unsere Kunden entsprechen.

Wir verstehen, dass diese Nachricht schwierig ist, aber wir glauben, dass unsere Entscheidung, Auszahlungen, Swaps und Überweisungen zwischen Konten zu pausieren, die verantwortungsvollste Maßnahme ist, die wir ergreifen können, um unsere Gemeinschaft zu schützen.“

Liquidation bei BTC-Preis von rund 17.000 Dollar

Dass es zu dem Auszahlungsstopp gekommen ist, liefert einen Hinweis darauf, wie ernst es um das Unternehmen stehen könnte. So ist bekannt, dass Celsius ein großes Darlehen beim dezentralen Finanzprotokoll von MakerDAO aufgenommen hat, wo es zu einer Liquidation kommen könnte. Um das zu verhindern, muss Celsius eine Besicherungsquote von mindestens 150 Prozent aufweisen, die MakerDAO für die Verleihung des Stablecoins DAI an Kreditnehmer verlangt.

Mit Blick auf den stark sinkenden BTC-Preis muss Celsius immer mehr Sicherheiten hinzufügen. Medienberichten zufolge lag der Liquidationspreis zwischenzeitlich bei einem BTC-Kurs von rund 21.000 Dollar. Durch die weiter eingebrachten Mittel soll dieser inzwischen jedoch auf unter 17.000 Dollar gesenkt worden sein. Celsius spekuliert also nun darauf, dass der Bitcoin-Kurs nicht unter diese Marke fallen wird.

Kunden von Celsius Network werden hoffen, dass der BTC-Preis sich tatsächlich stabilisieren kann, um die Liquidation zu verhindern. Sollte dieses Szenario nämlich eintreten, steigt das Risiko, dass Kunden ihre Vermögen möglicherweise nicht wieder sehen werden. Da der Liquidationspreis öffentlich bekannt ist, könnten große Teilnehmer am Markt jedoch weiter versuchen, den Bitcoin-Kurs unter 17.000 Dollar zu drücken, um die Liquidation zu erreichen und aus der Situation Profite zu erzielen. Die sogenannten Wale, die über sehr große Bitcoin-Bestände verfügen, sind nach Ansicht von Analysten durchaus in der Lage solche Marktbewegungen auszulösen.

Kunden zwischen Wut und Hoffnung

Das beste Szenario für die Kunden von Celsius Network wäre es hingegen, wenn der Bitcoin-Preis schnell wieder steigt und damit das Liquidationsrisiko deutlich sinkt. Dann besteht auch die Chance, dass die eingefroren Konten wieder freigegeben werden und der Zugriff auf die Gelder möglich ist.

Einige Kunden von Celsius Network leiden jedoch bereits unter dem Auszahlungsstopp und auf Twitter hat sich ein Shitstorm ausgebreitet. So schreibt etwa die Nutzerin crypotomom: „Wie unterscheidet sich das von traditionellen Banken? Dies sollte in Krypto nicht passieren.“ Und die Nutzerin Britanny.Renne.NFT sagt. „Ich habe versucht, meine BTC vor der Freeze-Ankündigung zu transferieren! Das ist nicht in Ordnung. Du verlierst das Vertrauen zu deinen Kunden und handelst nicht im besten Interesse deiner Gemeinschaft.“

Das Darlehen bei MakerDAO soll jedoch nicht das einzige Problem für Celsius Network sein. Auch bei seiner ETH-Position soll sich das Unternehmen Berichten zufolge in einer Liquiditätskrise befinden.

Celius Network teilt dazu weiter mit: „Wir arbeiten mit einem einzigartigen Fokus: den Schutz und die Erhaltung von Vermögenswerten, um unseren Verpflichtungen gegenüber den Kunden nachzukommen. Unser oberstes Ziel ist es, die Liquidität zu stabilisieren und Abhebungen, Swaps und Überweisungen zwischen Konten so schnell wie möglich wiederherzustellen. Es liegt eine Menge Arbeit vor uns, da wir verschiedene Optionen in Betracht ziehen, dieser Prozess wird Zeit in Anspruch nehmen, und es kann zu Verzögerungen kommen.“

Kurs von Celsius Network: Noch kein Terra-Szenario

Erstaunlich robust präsentiert sich indes der Kurs des nativen Tokens CEL. So notiert der Coin aktuell bei rund 0,51 Dollar und verzeichnet in den vergangenen 24 Stunden einen Kursgewinn von knapp 8 Prozent. Zwar hat der Kurs in den vergangenen zwei Wochen immer noch rund ein Drittel an Wert verloren, aber der Gesamtmarkt hat sich ähnlich negativ entwickelt, so dass hier noch von einem besonderen Effekt die Rede sein kann.

Tradingview

Alternative: DeFi Coin für 0,15 Cent kaufen

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Eine nach Einschätzung von kryptoszene.de interessante Alternative könnte derzeit der Kauf des DeFi Coins DEFC sein. Denn aktuell gibt es den Token schon für rund 0,15 Dollar zu kaufen. Damit befindet sich der Kurs rund 75 Prozent unter seinem Rekordhoch aus 2021 und scheint sehr günstig zu sein. In den vergangenen 24 Stunden konnte der Coin jedoch schon wieder um deutliche 10 Prozent an Wert zulegen.

Der Kauf von DeFi Coin ist über verschiedene Plattformen möglich. Neben der kürzlich selbst gestarteten Börse DeFi Swap, kann der Token zum Beispiel auch über die Börse Pancakeswap und auf BitMart gekauft werden. Weitere Informationen finden sich auf der Website.

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Steffen Bösweich

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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