Auf der BitcoinMena erklärte mit CZ einer der einflussreichsten Akteure der Branche, dass sich die traditionellen 4-Jahres-Zyklen zunehmend auflösen und der Bitcoin-Kurs heute durch deutlich stärkere makroökonomische Kräfte gelenkt wird. Zinssenkungen, ein mögliches Comeback von Quantitative Easing, pro-krypto politische Signale aus den USA und der wachsende institutionelle Zugang könnten laut CZ einen echten „Supercycle“ auslösen, der weit über frühere Bullenmärkte hinausgeht. Doch was genau steckt hinter dieser Einschätzung und wie realistisch ist ein solcher Mega-Aufwärtstrend?
Das Wichtigste in Kürze:
- Supercycle statt Halving-Zyklus: CZ sieht makroökonomische Kräfte wie Zinssenkungen und QE stärker wirken als den traditionellen 4-Jahres-Zyklus.
- Trump als Krypto-Katalysator: Pro-krypto Regierung drängt Fed zu Lockerungen, was Aktien und damit auch Kryptos zusätzlich Liquidität zuführt.
- Massive Liquiditätswende: Ausgesetztes QT, mehrere Rate Cuts und mögliche QE-Schritte schaffen bullisches Umfeld für Bitcoin und Altcoins.
- Enormes Upside-Potenzial: Krypto ist im Vergleich zu Aktien winzig und schon kleine Kapitalumschichtungen könnten einen Superzyklus auslösen.
Der 4-Jahres-Zyklus ist laut CZ nicht mehr aktuell
Changpeng Zhao ist der Mitbegründer und langjährige CEO von Binance. Trotz seines Rücktritts und der damaligen Kontroversen gilt er nach wie vor als eine der einflussreichsten Stimmen im gesamten Kryptomarkt. Seine Einschätzungen haben dementsprechend Gewicht, da er über ein Jahrzehnt direkte Einblicke in den globalen Kryptomarkt besitzt. Auf der aktuell laufenden BitcoinMena wurde CZ gefragt, ob der bekannte 4-Jahres-Zyklus in Krypto seiner Meinung nach tot sei oder sich verändert habe.
Dieser Zyklus orientiert sich ja traditionell an Bitcoin-Halvings und führt historisch zu gut vorhersehbaren Mustern aus Rallyes, Tops und Bärenmärkten. CZ überraschte das Publikum mit einer kontroversen Einschätzung. Er deutete an, dass wir erstmals in Richtung eines Supercycles laufen könnten, weil neue makroökonomische Kräfte stärker sind als der klassische Halving-Zyklus.
🔥 CZ SAYS SUPER CYCLE MAY BE ON HORIZON
This time, things are different. Upcoming rate cuts and a dovish macro environment may drive a new ’super cycle‘.
„I think there’s another force at play, which is President Trump.“ pic.twitter.com/0IuqWUoscW
— CryptosRus (@CryptosR_Us) December 10, 2025
CZ erklärt, dass der 4-Jahres-Zyklus historisch immer dieselbe Struktur hat. Oft folgt auf ein Bitcoin-Halving ein Anstieg, dann ein Top, meistens in den letzten Monaten des Jahres, und darauf folgen 1 bis 2 Jahre Krypto-Winter. Wörtlich betonte er, dass es besser wäre, wenn der Zyklus stirbt, weil ein erneuter harter Winter bereits Ende 2025 anstehen würde, falls sich das Muster wiederholen sollte. Doch laut CZ gibt es jetzt eine zusätzliche Kraft, die diese Muster aufbrechen und den Markt von der Halving-Dominanz wegführen könnte.
$BTC 4-year cycle might be over now.
The reason is no euphoria or blow-off top price action similar to last cycles.
Also, liquidity is expected to substantially increase in Q4 and Q1 2026.
I think Bitcoin might extend the rally in 2026 and could establish itself as a true… pic.twitter.com/iQI5xLTsNg
— Ted (@TedPillows) October 9, 2025
Trump und makroökonomischer Rückenwind könnten Bitcoin in Superzyklus führen
Ihm zufolge bringt der neue US-Präsident Donald Trump eine völlig neue Variable in den Kryptomarkt. Schließlich nutze Donald Trump die Börsenentwicklung als Leistungsindikator seiner Politik. In der Konsequenz drängt seine Regierung die Fed zu Zinssenkungen, geldpolitischen Lockerungen und Quantitative Easing. All das soll die Aktienmärkte weiter nach oben treiben, und wenn die Aktienmärkte gut laufen, haben Menschen mehr Geld, welches dann zu Teilen auch in Risiko-Assets wie Kryptowährungen investiert wird.
Außerdem herrschten ja seit 2022 starke makroökonomische Gegenwinde durch aggressive Leitzinserhöhungen und die Bilanzreduktion durch das Quantitative Tightening. CZ sagt nun, dass sich zum ersten Mal seit 2022 eine dovishe Makro-Trendwende ergibt. Die Fed hat in den letzten 3 FOMC-Meetings bereits einfache Rate Cuts um 25 Basispunkte beschlossen, und das Quantitative Tightening wurde zum 1. Dezember ausgesetzt. Das dürfte zu massiven Liquiditätszuflüssen in die Finanzmärkte und auch in den Kryptomarkt führen. Historisch war jede Phase von Zinssenkungen und dem früher oder später folgenden Quantitative Easing ein Turbo für Bitcoin und Altcoins.
🚨JUST ANNOUNCED: The Federal Reserve just cut interest rates by 0.25 points, lowering interest rates to 3.5%-3.75% #FOMC
The Fed Chair Jerome Powell: „Today, the interest rate will be lowered by 25 basis points (0.25%).“ pic.twitter.com/NSDafcaMNy
— AJ Huber (@Huberton) December 10, 2025
Auch bullisch wirkt der Umstand, dass die USA unter dem pro-krypto Präsidenten Donald Trump innerhalb eines Jahres Bitcoin-Spot-ETFs und Ethereum-Spot-ETFs zugelassen haben und Banken jetzt als Intermediäre im Kryptomarkt agieren dürfen. Zudem sind mehrere pro-krypto Gesetze in Vorbereitung. Das alles macht es institutionellen Kapitalgebern viel einfacher, selbst in Kryptowährungen zu investieren und hat bereits zu starken Liquiditätszuflüssen dieser Investorengruppe geführt, die sich in den kommenden Jahren noch weiter ausweiten könnten.
CZ verweist zudem darauf, dass Krypto im Vergleich zu Aktien derzeit noch winzig ist und schon eine geringfügige Umschichtung des Kapitals von traditionellen Finanzanlagen wie Aktien, ETFs und Anleihen in Bitcoin, Ethereum und Co. reichen würde, um den Kryptomarkt signifikant im Wert zu steigern. Das alles könnte CZ zufolge zu einem neuen Reifegrad des Kryptomarktes und einem Superzyklus führen, der sich nicht länger am 4-Jahres-Zyklus des Halvings orientiert.
Please enter and activate your license key for Cryptocurrency Widgets PRO plugin for unrestricted and full access of all premium features.Dementsprechend könnte die Bitcoin-Rallye Mitte des Jahres 2025 erst der Beginn einer noch größeren, übergeordneten Aufschwungphase gewesen sein. Dann wäre die aktuelle Korrektur nichts als eine kleine Verschnaufpause, bevor es Anfang 2026 weiter aufwärtsgeht. Bitcoin-Prognosen für die kommenden Jahre reichen ja von mehreren 100.000 $ bis zu 1 Million $ pro BTC, je nach Analysten.
Ob das Ganze tatsächlich so eintreten wird, ist derweil natürlich nicht klar vorherzusagen, und auch CZs Worte sind keine Garantie für das Eintreten dieser Ereignisse. Im Falle dessen, dass es für den Markt grundsätzlich weiter aufwärtsgeht, könnten dann auf jeden Fall vor allem auch neue Kryptowährungen profitieren, die in diesem Marktumfeld gelauncht werden.
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