In den USA tobt ein schwerer Wintersturm. Extreme Kälte, Eis und Schnee legen weite Teile des Landes lahm und belasten zudem das Stromnetz. Das hat auch Auswirkungen auf das Bitcoin-Mining und die Hashrate von Bitcoin: Diese fiel infolge auf den niedrigsten Stand seit Juni 2025. Das zeigt nicht nur, wie stark das Bitcoin-Mining in den USA zentriert ist, sondern auch, wie flexibel es reagieren kann.
- Bitcoin-Mining: Ein Wintersturm in den USA gefährdet das Stromnetz, weswegen Miner vom Netz genommen werden
- Hashrate: Als Folge ist die Hashrate auf 683 Exahahes am vergangenen Sonntag gefallen
- Mining-Unternehmen: Die Miner beweisen, welche wichtige Rolle sie in der Stabilisierung des Stromnetzes der USA spielen
Hashrate fällt auf 683 Exahashes
Über die USA zieht der Wintersturm Fern und sorgt für saisonales Chaos. Neben Einschränkungen im Verkehr kam es auch zu Todesfällen. Zudem belastet der Sturm das Stromnetz der USA stark, regional kam es zu Stromausfällen.
Am 26. Januar veröffentlichte das Department of Energy eine Notfallverordnung, welche es den texanischen Netzbetreibern erlaubt, zusätzliche Energiequellen anzuzapfen. Das beinhaltet auch, nicht dringend notwendige Energieverbraucher abzuschalten.
So wird Fern auch zu einer Belastungsprobe für das Bitcoin-Mining. Über das Wochenende sank die Hashrate von Bitcoin rapide und fiel dabei auf ein Niveau, welches wir seit Juni 2025 nicht mehr gesehen hatten.
Bitcoin Hashrate Just Dropped Below 700 EH/s
The likely cause: the winter storm impacting Texas & the southeast, where a large share of US mining happens. Power outages and voluntary grid-stabilization measures have taken miners offline.
What this means:
– Fewer miners online… pic.twitter.com/j0lv7bU9JN— Abundant Mines (@AbundantMines) January 25, 2026
Laut Coinwarz war die Hashrate auf 683,8916 Exahashes gefallen. Einige Tage zuvor produzierte das Bitcoin-Netzwerk 1,1439 Zetahashes. Der Grund: Eine große Menge an Mining-Unternehmen betreibt das Proof-of-Work-Mining in den USA, vor allem in Texas.
Wie der X-Account Abundant Mines schreibt, gingen über das Wochenende rund 40 % der Mining-Geräte offline. Ein großer Teil der globalen Rechenleistung für das Bitcoin-Netzwerk verteilt sich auf Texas und den Südosten des Landes, wo der Sturm Fern ebenfalls wütete.
Signifikant war unter anderem der Rückgang der Hashrate von Foundry USA, dem größten Mining-Pool der Welt. Dieser stellt gut 20 % der weltweiten Rechenleistung zur Verfügung. Im Zuge des Sturms war die Hashrate auf 235 Exahashes gesunken. Der CryptoQuant-Analyst Darkfost schreibt auf X, die Hashrate des Mining-Pools Mara nahm in dieser Zeit um das Vierfache ab.
Potenzielle Auswirkungen auf den Bitcoin Preis
Die Hashrate gilt als ein wichtiger Indikator für die Gesundheit des Netzwerkes. Jeder Hash stellt einen Versuch dar, den SHA-256-verschlüsselten Wert zu finden, um den nächsten Block schürfen zu dürfen. Und damit bekommt der Miner den Block Reward als Belohnung (derzeit 3,125 Bitcoin).
Je höher die Hashrate, desto mehr Miner betätigen sich am Mining und desto schwerer ist es, das Netzwerk zu knacken – mittlerweile unmöglich. Zudem sorgt die Difficulty-Anpassung dafür, dass neue Blöcke dennoch ungefähr alle zehn Minuten gefunden werden.
Infolge des Hashrate-Einbruchs ist die Blockzeit jedoch drastisch gesunken. Aktuell beträgt sie ungefähr 12,1 Minuten. Das betrifft ebenfalls reguläre Bitcoin-Transaktionen auf dem Mainnet.
Bitcoin miners in Texas are helping stabilize the grid with demand response. https://t.co/38EXA3wJ7c
— Pierre Rochard (@BitcoinPierre) January 26, 2026
Zudem könnte der Einbruch beim Bitcoin-Mining einen Abverkauf auslösen. Denn für die Miner entstehen somit zusätzliche Kosten, die sie eventuell durch Verkäufe ihrer BTC begleichen müssten. Somit kann sich der Wintersturm auch negativ auf die Bitcoin Prognose auswirken.
Gleichzeitig verdeutlicht es auch, welche wichtige Rolle das Bitcoin-Mining für die Stabilisierung von Stromnetzen spielen kann – vor allem, wenn diese auf wetterabhängige regenerative Energien setzen. Ein Faktor, der beim Thema Bitcoin-Stromverbrauch gerne übersehen wird.
Denn wie sich zeigt, lassen sich Mining-Geräte flexibel an- und ausschalten. Texas hat das wiederholt unter Beweis gestellt. Auch in Zeiten, in denen Wind und Solar mehr Energie produzierten, als aktuell verbraucht wurde, sprangen die Mining-Unternehmen dankend ein, nahmen den Strom ab und stabilisierten somit das Netzwerk.
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