Bitcoin vor „schwerem Absturz“! Analyst sieht Crash auf unter 30.000 Dollar kommen
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Zum Start der neuen Handelswoche sah es gestern noch so aus als könnte der Bitcoin-Kurs sich endlich oberhalb von 30.000 Dollar etablieren und vielleicht sogar eine größere Trendwende starten. So kletterte BTC/USD bis auf 31.750 Dollar und testete damit erneut ein wichtiges Widerstandsniveau, an dem die Leitwährung bereits Ende Mai abgewiesen worden war. Auch diesmal haben die Bären Stärke gezeigt und den kleinen Aufwärtstrend sofort gestoppt. Innerhalb weniger Stunden ist der Bitcoin-Kurs wieder unter 30.000 Dollar gefallen und fand erst bei gut 29.000 Dollar wieder Unterstützung.

Für Bitcoin-Bullen ist die aktuelle Situation nicht gerade einfach. Schon seit einem Monat bewegt sich der Kurs im Korridor zwischen 32.000 und 28.000 Dollar, ohne dass es zur einer eindeutigen Richtungsentscheidung kommt. Doch womöglich steht bald eine massive Kursbewegung in die ein oder andere Richtung bevor.

Bollinger Bänder: Explosive Kursbewegung in Sicht?

Für ein solches Szenario spricht ein Indikator der technischen Analyse, der sich im Bitcoin-Chart findet. Den so genannten Bollinger Bändern liegt die Berechnung eines arithmetischen, gleitenden Kursdurchschnitts über die vergangenen 20 Tage zugrunde. Laufen die oberen und untern Bänder immer näher zusammen und nähern sich damit der Mittelwert an, ist dies häufig ein Signal für eine bevorstehende impulsive Kursbewegung.

Tradingview

Genau dieses Ereignis ist aktuell im Bitcoin-Chart zu beobachten. Und die Historie zeigt, dass dieser Indikator schon häufig ein gutes Prognosetool war, dass die Seitwärtsbewegung zu Ende geht. Ähnlich eng zusammengezogen wie aktuell haben sich die Bollinger Bänder zuletzt im Oktober 2020. Zur Erinnerung: Damals folgte kurz darauf ein massiver Bull Run des Bitcoin, der den Kurs in wenigen Monaten von 10.000 Dollar bis weit über 60.000 Dollar katapultierte.

Auch im Sommer 2021 zeigt die Chartanalyse, dass sich die Bollinger Bänder stark zusammengezogen haben, bevor kurze Zeit später der Bullenlauf von rund 30.000 Dollar auf knapp 70.000 Dollar startete. Allerdings besagt der Indikator nur, dass ein starker Ausbruch bevorstehen könnte – dieser muss jedoch nicht unbedingt nach oben erfolgen.

Auch solche Beispiele findet sich in der BTC-Historie. So ist der Bitcoin-Kurs etwa im November 2018 nach einer längeren Seitwärtsbewegung stark eingebrochen als sich die Bollinger Bänder annäherten und von 6.500 Dollar auf nur noch gut 3.000 gefallen. Eine heftige Korrektur von mehr als 50 Prozent in kurzer Zeit.

Bitcoin-Trader: Mit volatilen Kursen Profite machen

Die Bollinger Bänder dienen also nicht unbedingt als Signal jetzt Bitcoin zu kaufen oder zu verkaufen. Niemand kann anhand dieses Instruments seriös prognostizieren, dass der Kurs z.B. bald um 100 Prozent steigen oder um 50 Prozent fallen wird. Aber Anleger sollte es als Anlass nehmen, den Markt genau zu beobachten, um entsprechende Handelsentscheidungen treffen zu können.

Auch für Trader auf Kryptobörsen kann der Indikator nützlich sein. Denn kommt starke Volatilität in den Markt lässt sich damit für erfahrene Trader hohe Profite erzielen. Und dass sowohl bei steigenden Kursen mit einer Long-Position als auch bei fallenden Kursen mit einer Short-Position. Durch den Handel mit Hebel können diese Veränderungen noch um ein Vielfaches potenziert werden, was natürlich auch Risiken birgt.

RSI: Indikator kommt in „überverkauft“-Region

Etwas Hoffnung kann den Bitcoin-Bullen aber aktuell ein weiterer sehr wichtiger technischer Indikator geben. Die Rede ist vom Relative Strength Index (RSI). Dieser Indikator berechnet einen gleitenden Mittelwert der Auf- und Abwärtsbewegungen des Kurses und und setzt sie ins Verhältnis zueinander. Der berechnete Wert bewegt sich dabei auf einer Skala zwischen 0 und 100.

Tradingview

Eine Faustformel der technische Analyse besagt, dass ein Asset bei einem RSI über 70 als „überkauft“ gilt“ und bei einem Wert unter 30 als „überverkauft“. Manche Analysten unterscheiden jedoch auch noch zwischen Bullen- und Bärenmärkten. Demnach wäre ein Asset in einem Bullenmarkt erst bei 80 Prozent „überkauft“ und schon bei 40 Prozent „überverkauft“. Umgekehrt wird in einem Bärenmarkt ein RSI über 60 als „überkauft“ und erst unter 20 als „überverkauft“ angesehen.

Aktuell befindet sich der RSI von Bitcoin auf dem Wochenchart bei einem Wert von rund 34. Zieht man die allgemeine Faustformel heran, befindet sich BTC damit schon sehr nah an der überverkauften Region. Nimmt man hingegen an, dass wir uns in einem Bärenmarkt befinden, der sich möglicherweise noch über Monate hinzieht, hätte Bitcoin noch etwas Luft nach unten beim RSI.

Trendwende unmittelbar bevorstehend?

Hilfreich ist hier auch wieder ein Blick auf die BTC-Historie. So erreichte der Bitcoin-Kurs einen tieferen RSI als aktuell letztmals im März 2020. Damals kam es zu dem großen Kollaps an den Märkten im Zuge der Corona-Pandemie und der Bitcoin-Kurs fiel bis tief in den 3.000 Dollar Bereich. Einen noch niedrigen RSI gab es davor in der Bitcoin-Geschichte letztmals im Dezember 2018 als Bitcoin nach dem vorherigen Bull Run auf ein Tief von gut 3.000 Dollar zum Jahresende fiel.

Der RSI-Indikator kann hier tatsächlich etwas Hoffnung machen, dass der Boden bald erreicht sein könnte. Denn jedes mal wenn der RSI in in den letzten Jahren in den tieferen 30er-Bereich fiel, folgte eine starke Aufwärtsbewegung für den Bitcoin-Kurs. Deshalb kann dieser Indikator tatsächlich als ein sehr wichtiges Chartsignal gelten, das Anleger unbedingt im Auge behalten sollten.

Um einen bullischen Trendwechsel zu schaffen, muss BTC/USD jedoch ein paar Voraussetzungen erfüllen. So sollte der Kurs kurzfristig auf keinen Fall unter das Jahrestief bei 26.700 Dollar vom 9. Mai 2022 fallen. Denn, wenn dieses Ereignis eintritt, steigt die Wahrscheinlichkeit sehr an, dass es zu einer noch deutlicheren Korrektur in den unteren 20.000 Dollar Bereich kommt. Im nächsten Schritt müsste Bitcoin dann den Widerstand um die 32.000 Dollar durchbrechen, um danach höhere Niveaus antesten zu können.

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EMA Ribbons bei 40.000 Dollar wichtiger Widerstand

Ein wichtiger technischer Indikator sind bei einer möglichen Trendwende auch die EMA Ribbons. Solange es Bitcoin nicht gelingt, die Ribbons auf dem Wochenchart nach oben hin zu durchbrechen, bleibt die Marktsituation auf den größeren Zeitrahmen bärisch. Aktuell befinden sich die EMA Ribbons jedoch zwischen 36.000 und 40.000 Dollar, so dass es noch ein weiter Weg für Bitcoin ist, bis von einem bullischen Trend gesprochen werden kann.

Die Analysten bleiben jedoch positiv für den Bitcoin-Kurs gestimmt. So erwartet Wallet Investor, dass Bitcoin in den nächsten 12 Monaten wieder ein Niveau von 50.000 Dollar erreichen kann. Das wäre ein Anstieg von mehr als 60 Prozent zum aktuellen Kurs. Und in den nächsten 5 Jahren hält Wallet Investor sogar weiter die Marke von 100.000 Dollar je Bitcoin für möglich.

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Steffen Bösweich

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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