Wenn die Wale sich mit Bitcoin eindecken, dann gilt das als ein positives Signal für die Kursentwicklung. Ihnen wird beschienen, mehr zu wissen als der gewöhnliche Kleinanleger. Zudem denken sie oftmals langfristig. Aktuell scheint es so, als würden gerade die Wale Bitcoin kaufen, während die Kleinanleger dem Markt gänzlich fernbleiben. Ein Boden-Signal?
- Bitcoin-Wale: Laut On-Chain-Daten sind es derzeit vor allem die Wale, welche sich mit Bitcoin eindecken
- Institutionelle: Allerdings haben Vermögensverwalter, Unternehmen und Institutionen viele Bitcoin verkauft
- Boden-Signal: Kleinanleger sind notwendig für den Ausbruch, doch signalisiert das zumindest kurzfristig einen Boden
Wale und Institutionelle bestimmen den Preis
Bitcoin notiert aktuell mit einem Minus von 1,4 % bei 95.40 US-Dollar. Am gestrigen 15. Januar war der Preis noch auf 97.600 US-Dollar geklettert, konnte dieses Niveau jedoch nicht halten. Im Wochendurchschnitt verzeichnet der Preis jedoch einen Zugewinn von knapp 5,5 %.
Diese Preisentwicklung wird derzeit vor allem von den Walen und Institutionellen getragen, wie On-Chain-Daten belegen. So veröffentlichte CryptoQuant einen Bericht, in dem es auf die zunehmende BTC-Akkumulation durch die Wale verweist.
Mit BTC-Walen bezeichnet der Bericht alle Wallet-Adressen mit 1.000 bis 10.000 BTC. Zum ersten Mal in diesem Jahr stiegen die Gesamtbestände dieser Bitcoin Wallets, sie akkumulierten gemeinsam 46.000 BTC.
Im vierten Quartal des vergangenen Jahres hatten die Bitcoin-Wale vor allem ihre Bestände abgestoßen. Nun jedoch interessierten sie sich mehr für das Bitcoin kaufen, wodurch die Gesamtbestände um 21 % zunahmen.
Gleichzeitig betonen die Analysten, dass nicht alle Wallet-Adressen mit großen Beständen auf Wale zurückzuführen sind. Oftmals handelt es sich um Kryptobörsen, welche intern ihre BTC verschieben. Diese Bewegungen können das Bild deutlich verzerren.
Weniger positiv sieht die Entwicklung bei den „Delfinen“ aus. Hierbei handelt es sich um Bitcoin Wallets mit 100 bis 1.000 BTC. Auch Exchange Traded Funds (Bitcoin ETFs) und die Bestände von Bitcoin-Treasury-Unternehmen zählen hierzu.
Die Gesamtbestände der Delfine sank von 972.000 BTC im Oktober 2025 auf derzeitige 634.000 BTC. Laut den Analysten von CryptoQuant sind vor allem diese Delfine für die langfristige, positive Entwicklung von Bitcoin entscheidend.
Boden-Signal oder weitere Sell-Offs?
Laut den CryptoQuant-Analysten haben sich die Delfine im letzten Jahr mit 1,3 Millionen BTC eingedeckt. Innerhalb dieser Zeit legte der Bitcoin Preis stark zu und stieg auf das derzeitige Allzeithoch.
In dem nachfolgenden Abverkauf stießen die Delfine jedoch große Bestände ab. Und die Wale sind derzeit dabei, diese Bestände aufzusaugen. Es sind derzeit vor allem die Kleinanleger (Retailer), welche sich auffällig zurückhalten.
Retail has left Bitcoin markets and whales are buying. pic.twitter.com/5I8ev1GftT
— Ki Young Ju (@ki_young_ju) January 15, 2026
Wie der CryptoQuant-Analyst Ki Youn Ju auf X schreibt, bleiben die Kleinanleger dem Markt derzeit fern. Stattdessen sind es wieder die Wale, die emsig Bitcoin kaufen. Viele Kommentare bezeichnen das als ein klassisches Muster: „Smartes“ Geld weiß eben mehr.
Gleichzeitig verzeichnen die Bitcoin ETFs wieder Zuflüsse. Am gestrigen 15. Januar beliefen sich diese auf 100 Millionen US-Dollar. Am 14. und 13. Januar waren es sogar 840 Millionen und 753 Millionen US-Dollar respektive.
🚨 BREAKING:
HERE’S WHY CRYPTO MARKET IS PUMPING RIGHT NOW:
BINANCE BOUGHT 27,371 BTC
COINBASE BOUGHT 22,892 BTC
KRAKEN BOUGHT 3,508 BTC
INSIDERS BOUGHT 14,188 BTC
BITFINEX BOUGHT 3,000 BTCHUGE EXCHANGES AND WHALES JUST BOUGHT $6B WORTH OF $BTC
THIS IS COORDINATED PUMP!! 👀 pic.twitter.com/q0n9ILSAfb
— ᴛʀᴀᴄᴇʀ (@DeFiTracer) January 13, 2026
Unterschiedliche Gruppen können die Preisentwicklung beeinflussen. Wal-Verkäufe können einen starken Einfluss auf den Kurs ausüben, weswegen auch Vorsicht geboten ist, wenn die Wale wieder vermehrt Bitcoin kaufen. Denn sie könnten auch wieder Verkaufsdruck ausüben.
Das Fernbleiben der Retailer lässt sich jedoch als ein Boden-Signal deuten. Denn es sind vor allem die Kleinanleger, die sich von FOMO leiten lassen. Derzeit ist das Interesse der Privatanleger jedoch gering, wie bei anderen Zyklen während der Bodenbildung.
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