Neuseeland erlaubt Firmen Gehälter in Kryptowährung auszuzahlen

Die Steuerbehörden Neuseelands erlauben Firmen ab dem 1. September ihre Arbeitnehmer in Kryptowährungen zu bezahlen. Neuseeland ist das erste Land, das diese Praxis erlaubt. Von der neuen Regelung ausgenommen bleiben zunächst selbständige Unternehmer. Sie müssen ihre Rechnungen weiterhin in Fiat-Währung bezahlen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete.

Der Krypto-Lohn ist dabei an bestimmte Bedingungen geknüpft. So müssen die in Kryptowährung ausgezahlten Gehälter über einen festen Wechselkurs an eine reguläre Währung gebunden sein.

Auf diese Weise soll der Empfänger befähigt werden, seinen Arbeitslohn ohne Kursverlust gegen Echtgeld zu tauschen. Würde eine Firma ihre Arbeitnehmer zum Beispiel in Bitcoin bezahlen, würden die Gehälter also monatlich in Abhängigkeit von der Kursbewegung nominal schwanken.

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Die neue Regelung könnte sich besonders für Gastarbeiter bezahlt machen

Beobachter nehmen an, dass neuseeländische Firmen, die das neue Recht für sich nutzen wollen, hierbei auf Stable Coins wie den von Facebook angekündigten Libra zurückgreifen werden.

Stable Coins, zu Deutsch: (Wert-)Stabile Münzen, haben den Vorteil, dass sie keinen Kursschwankungen ausgesetzt sind. Das erreichen sie, indem sie Fiat-Gelder ankaufen, die für jede ausgegebene Einheit der Digitalwährung zurückgelegt werden. Arbeitnehmer und -geber könnten also Planungssicherheit gewinnen, wenn sie die Gehälter zum Beispiel in Libra ausgeben würden.

Lohnen könnte sich das zum Beispiel für Gastarbeiter aus Thailand. Laut der FAZ behalten die thailändischen Überweisungsagenturen 15 Prozent der überwiesenen Summe ein. Solche Raten sind im Krypto-Sektor nicht üblich.

Velo zum Beispiel, ein Überweisungsdienst für die Übertragung von Gastarbeiterlöhnen ins jeweilige Ausland, verspricht, sich mit lediglich einem Prozent zufrieden zu geben. Der Dienstleister kündigte kürzlich an, in den für Neuseeland wichtigen südostasiatischen Markt expandieren zu wollen. Velo verzeichnet derzeit ein jährliches Volumen von etwa 65 Milliarden US-Dollar.

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David Standt
David fasziniert die Schattenseite von Kryptowährungen: Für den News-Bereich von Kryptoszene.de schreibt er vor allem über Börsenhacks, Bitcoin-Scams und die Regulierung des neuen Finanzmarkts. Viele Reviews, Guides sowie Ratgebertexte zu Kryptowährungen stammten aus seiner Feder. Der kritische Enthusiast kaufte erstmals im Frühjahr 2017 Kryptowährungen und investierte in ICOs. Den großen Hype und den darauf folgenden Bärenmarkt erlebte er hautnah mit. Er lebt und schreibt in Berlin.

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