IOTA

Die Technologie und gleichzeitig Kryptowährung IOTA zählt mittlerweile zu den größten Kryptowährungen der Welt. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie keine Transaktionsgebühren erhebt und schnelle Transaktionen ermöglicht. IOTA wird häufig als Technologie für das Internet der Dinge (IoT) ins Spiel gebracht. Davon ist auch der Name abgeleitet.

Geschichte von IOTA
Gegründet wurde IOTA von Dominik Schiener, Serguei Popov und David Sonstebo bereits im Jahr 2014. Trotzdem dauerte es dann noch bis zum 11. Juli 2016 eher IOTA in die offene Beta Phase ging. In den ersten 11 Monaten musste IOTA auch noch außerbörsentlich gehandelt werden, da IOTA bei noch keiner Exchange gelistet war. Erst im Juni 2017 nahm die Exchange Bitfinex IOTA ins Portfolio auf. Seitdem kann es auch auf Bitfinex gehandelt werden.

Im Juni 2017 erhielt IOTA das erste größere Investment was bei über 1 Million Euro lag. Investiert hat damals die Venture Capital Firma Outlier Ventures.

Technologie hinter IOTA
Anders als Bitcoin oder Ethereum verwendet IOTA keine Blockchain im klassischen Sinne. IOTA setzt stattdessen auf die sogenannte „Tangle Ledger“ Technologie. Dafür sind keine Miner notwendig. Transaktionen werden bei IOTA nicht durch das finden und schreiben in Blöcken bestätigt, sondern jeder Teilnehmer im Netzwerk kann bzw. muss sogar Transaktionen bestätigen. Das heißt wenn ich bei IOTA eine Transaktion durchführen will muss ich gleichzeitig 2 andere bestätigen. Jemand anderes bestätigt dann dafür meine Transaktion. Dadurch sind auch keine Gebühren fällig die im Bitcoin Netzwerk an die Miner gehen würden. Aufgrund der Tatsache, dass der User ja selber mit seiner Transaktion weitere bestätigt. Auch erlaubt dies IOTA Transaktionen sehr schnell durchzuführen denn das Netzwerk ist nicht davon abhängig, dass ein neuer Block gefunden wird. Im IOTA Netzwerk gibt es einen Genesis Block. Das ist der Ausgangspunkt von dem alle Transaktionen ausgehen und alle verfügbaren IOTA herkommen. Von diesem Genesis Block aus verzweigen sich dann die Transaktionen und nicht jede Transaktion ist mit jeder verbunden wie etwa bei Bitcoin.

IOTA Tangle Transaktionen

Ebenfalls ein großer Vorteil von IOTA ist, dass es Quantum Computer sicher ist. Also selbst in der Zukunft mit einem Quantum Computer lässt sich der Algorithmus nicht knacken. Zur Verschlüsselung nutzt IOTA die Winternitz hash basierte Verschlüsselung. Diese ist schneller als die klassische ECC (Elliptic Curve Cryptography) Verschlüsselung.

Anzahl verfügbare IOTA
Insgesamt gibt es und wird es nie mehr als 2.779.530.283.277.761 IOTA geben. Wenn in den Exchanges und bei Coin Market Cap immer die Rede davon ist, dass ein IOTA 1 US Dollar kostet dann sind damit MIOTA also MegaIOTA. Das entspricht 1 Million IOTA.

Bezeichnung der IOTA Stellen
Pi – Peta IOTA – 1.000.000.000.000.000 IOTA
Ti – Tera IOTA – 1.000.000.000.000 IOTA
Gi – Giga IOTA – 1.000.000.000 IOTA
Mi – Mega IOTA – 1.000.000 IOTA
Ki – Kilo IOTA – 1.000 IOTA
i – IOTA – 1 IOTA

Anwendung von IOTA
IOTA eignet sich besonders für IoT (internet of Things) Anwendungen. Da Transaktionen sehr schnell ausgeführt werden können und auch keine Gebühren fällig werden. Außerdem lassen sich damit auch Mikro Beträge begleichen. Aufgrund der hohen Anzahl verfügbarer IOTA.
Wer mehr zu IOTA erfahren möchte findet hier das Whitepaper dazu:
https://iota.org/IOTA_Whitepaper.pdf

IOTA Partnerschaften
Im Vergleich zu anderen Kryptowährungen und Plattformen arbeitet IOTA schon mit einer Vielzahl an Unternehmen zusammen und hat Partnerschaften mit ihnen. Zu den IOTA Partnern zählen unter anderem: Fujitsu, VW, Bosch, Die UN (UNOPS), DNB, MOBI, ICT, Taipei, DXC, Schindler Group, Kontakt_io, InnoEnergy, Grandcentrix, Biilabs, Lattice80 und Sopra Steria.

Viele der IOTA Partner sind Teil des IOTA Datenmarktplatzes. Dabei handelt es sich um ein Projekt, bei dem Unternehmen im Rahmen von Pilotprojekten Ideen mit Hilfe des IOTA Netzwerkes umsetzen können. Der Datenmarktplatz soll dabei so etwas wie ein Standard werden, wie Informationen zwischen verschiedenen IoT Geräten ausgetauscht werden.

Trinity Wallet
Eines der größten Ärgernisse bei IOTA ist das ursprüngliche Wallet mit dem die Kryptowährung gestartet ist. Immer wieder gab es mit dem Wallet Probleme. Zum einen mussten sich Nutzer dafür eine eigene 81 stellige Seed überlegen. Da das viele nicht machen wollten, haben sie auf Seed Generatoren aus dem Internet zurückgegriffen. Leider haben dabei manche Seed Generatoren die vorgeschlagene Seed selber gespeichert und haben diese später genutzt, um die Guthaben der ahnungslosen Nutzer zu stehlen.

Darüber hinaus kam es bei jedem Snapshot häufig zu Problemen. So haben einige Nutzer nach dem Snapshot nur noch ein Guthaben von 0 angezeigt bekommen. Dies ließ sich zwar beheben, indem man das Wallet teilweise mehrfach zum Tangle Netzwerk reattached hat aber gerade neue Nutzer waren davon schnell überfordert.

Insgesamt besser soll die Situation mit dem neuen Trinity Wallet werden. Dieses wurde zuerst von dem Student Charlie Varley im Rahmen seiner Masterthesis am University College in London entwickelt. Zunächst unterstütze ihn IOTA bei der Entwicklung bevor sie ihm und seinen Freunden einen Job anboten. Als Mitarbeiter der IOTA Foundation konnte er dann sein Wallet weiterentwickeln. Derzeit befindet sich das Trinity Wallet in der öffentliche Beta Version. Ihr könnt es bereits für iOS und Android testen. Die Desktop Variante ist derzeit noch in der Entwicklung. Das Wallet findet ihr auf der offiziellen Trinity Webseite.

Qubic
Ein in der IOTA Community lange erwartetes Projekt ist Qubic. Mit Qubic soll das IOTA Netzwerk zu einer Art Supercomputer werden, mit dem auch Anwendungen innerhalb des IOTA Tangle Netzwerkes ausgeführt werden können. Damit wäre Qubic dann eine dezentrale Plattform für die jeder Anwendungen entwickeln kann. Daraus sollen sich dann auch ganz neue Geschäftsmodelle entwickeln lassen. Mit Qubic kommen dann auch eine Vielzahl neuer Funktionen zu IOTA dazu zählen:

Smart Contracts
Ähnlich wie bei Ethereum wird es auch bei IOTA Smart Contracts geben mit der Qubic Veröffentlichung. Die Funktionalitäten sollen dabei aber denen von Ethereum überlegen sein.

Oracles
Auch Oracles werden im Rahmen von Qubic Teil des IOTA Netzwerkes werden. Oracles ermöglichen es auf externe Daten innerhalb des IOTA Netzwerkes zuzugreifen. So können beispielsweise Temperaturdaten von Sensoren im IOTA Netzwerk verfügbar gemacht werden. Dabei ist denkbar, dass über Micropayments jeder auf die Daten zugreifen kann. Aber auch andere Datenquellen, wie Aktienkurse oder Wahlergebnisse, könnten so im IOTA Netzwerk zur Verfügung gestellt werden.

Auslagerung von Rechenleistung
Mit Qubic wird es möglich sein sehr rechenintensive Berechnungen auf verschiedene Computer auszulagern. Das hat vor allem den Vorteil, dass IoT Geräte sehr günstig gebaut werden können. Denn für komplexe Berechnungen können die Berechnungen einfach über das Qubic Netzwerk outgesourced werden. Die Geräte kommen also mit einem Minimum an Rechenleistung aus.

Wan Qubic live geht ist bisher noch nicht bekannt.

Kritik an IOTA
Die größte Kritik an IOTA ist der Coordinator. Dabei handelt es sich im Prinzip um einen zentralen Computer, der Transaktionen noch einmal separat bestätigt und Angriffe auf das IOTA Netzwerk verhindert. Das Wiederspricht der Idee eines dezentralen Netzwerkes. Denn wenn der Coordinator Offline ist, funktioniert auch das IOTA Tangle Netzwerk nicht mehr. Die Idee ist, den Coordinator abzuschalten sobald es deutlich mehr Transaktionen im IOTA Tangle Netzwerk gibt. Dies wird vorraussichtlich nach dem Start von Qubic der Fall sein.

Ebenfalls gab es einen sehr öffentlichen Streit zwischen IOTA und der Digital Currency Initiative (DCI), die Teil der amerikanischen Elite Universität MIT ist. Angeblich haben die Forscher von DCI eine Schwachstelle bei IOTA gefunden (Curl Funktion). IOTA weisst die Vorwürfe allerdings zurück und hat zur Sicherheit auch die Curl Funktion durch die Keccak Verschlüsselung ersetzt. Außerdem wirft IOTA dem DCI Team vor, bewusst falsche Anschuldigungen gemacht zu haben, um eigene Interesse voranzubringen. Immerhin soll mindestens einer der DCI Forscher in Projekten involviert sein, die im Wettbewerb zu IOTA stehen.

Auch mit anderen Journalisten haben die Gründer von IOTA schon öffentlich gestritten. Nach außen hin wirkt diesen Auftreten sehr unprofessionell und wirft kein gutes Licht auf die Gründer.

Abschließend gab es auch immer wieder Probleme mit dem ursprünglichen IOTA Wallet. Viele Nutzer wollten sich keine eigene 81 stellige Seed ausdenken und haben daher auf Seed Generatoren aus dem Internet zurückgegriffen. Leider waren ein paar davon Scams und haben die Guthaben der Nutzer später gestohlen. Auch bei Snapshots gab es immer Probleme. Bei diesen wurden Adressen ohne Guthaben und Transaktionen aus dem Tangle Netzwerk entfernt, dass führt aber dazu, dass einige in ihrem IOTA Wallet „0“ als Guthaben angezeigt bekommen haben. Die Guthaben ließen sich zwar immer wiederherstellen. Aber gerade für Einsteiger war der Vorgang schon sehr verwirrend. Mit dem neuen Trinity Wallet sollen die Probleme der Vergangenheit angehören.

Am 8. August wurde ein Chat zwischen den Gründern öffentlich in dem es darum ging, dass erst 2 der 4 IOTA Gründer einen Board Sitz in der Foundation haben. Der Chat Verlauf zeigt, wie negativ aufgeladen die Stimmung unter den Gründern zu diesem Zeitpunkt war. Teilweise wurde in dem Chat auch darüber diskutiert ob die IOTA Foundation so auseinanderbricht. Aufgrund der Argumente, die sich die Gründer an den Kopf geworfen haben, lässt sich darüber diskutieren ob sie wirklich die richtigen sind so ein Projekt auch zu führen. Letztendlich hat auch einer der Gründer den Chat Verlauf an die IOTA Foundation Mitarbeiter geleaked und von da wurden sie weiter in die Öffentlichkeit geleaked.

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* Ihr Kapital unterliegt einem Risiko

IOTA Wallet
Wer seine IOTA nicht auf einer Exchange lassen möchte kann sie auch Offline speichern. Auf dem Computer könnt ihr dafür zum Beispiel das Originale IOTA Wallet nutzen, dass von der IOTA Foundation herausgegeben und geupdated wird. Für das Handy gibt es mittlerweile das Trinity Wallet in der Beta Version. Dieses ist für iOS und Android verfügbar.

Darüber hinaus gibt es auch aktuell ein Projekt, dass IOTA auf dem Hardware Wallet Ledger Nano S verfügbar machen soll. Offiziell ist die IOTA App dafür noch nicht verfügbar soll aber in den nächsten Monaten veröffentlicht werden.

IOTA Kurs

  • iota
  • IOTA
    (MIOTA)
  • Preis
    $0.493199
  • Marktkapitalisierung
    1,370,861,987.00

Offizielle IOTA Webseite
IOTA.org