Indische Zentralbank goes Blockchain

Die indische Zentralbank Reserve Bank of India (RBI) ist bislang nicht wirklich als großer Krypto Fan in Erscheinung getreten. Das wird auch dadurch begünstigt, dass beispielsweise Krypto Börsen in Indien nicht legal sein. Jetzt soll sich die Zentralbank jedoch trotzdem zunehmend für die Blockchain Technologie interessieren.

Terrorismusfinanzierung oder nützliches Tool?

Aus dem Gesetzentwurf Banning of Cryptocurrencies and Regulation of Official Digital Currencies Bill 2019 geht die klare Position der RBI gegen die digitalen Coins hervor. All denjenigen, die mit Kryptowährungen handeln oder sie besitzen, droht eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Ein äußerst hartes Vorgehen.

Nun wendet sich das Blatt (teilweise), denn die indische Zentralbank beginnt augenscheinlich mit der Krypto Technologie zu liebäugeln. Auch wenn Bitcoin, Ripple und Co eher wie Staatsfeinde behandelt werden, scheint die Distributed-Ledger-Technologie interessante Aspekte aufzuweisen. So soll die Reserve Bank of India nun selbst an einer entsprechenden Plattform basteln. Mithilfe verschiedener Fintech Banken und Unternehmen soll die Finanzdienstleistungsbranche revolutioniert werden. Es scheint, als wolle sich Indien das Potenzial der Krypto Welt zumindest partiell nicht entgehen lassen.

Auch im Iran sind die digitalen Coins nicht gerne gesehen

Die strengen Regularien in Indien scheinen für europäische Krypto Fans fast wie ein schlechter Scherz. Aber nicht nur Indien geht hart mit den Kryptowährungen ins Gericht, sondern auch der Iran. In dem von großer Inflation gebeutelten Land wächst die Bedeutung des digitalen Golds stetig. Um an die Coins zu kommen, investieren viele ins Mining. Ganz unkritisch sehen dies die iranischen Behörden nicht und verhängen teils drakonische Strafen.

Vermutlich können sich die scharfen Kritikerpositionen gegenüber der Krypto Welt aber nicht mehr lange halten. Schließlich gehören die verschiedenen Bereiche dieser digitalen Technologie in vielen Ländern längst zum Alltag. Wer das Glück hat, in einem liberaleren Land zu leben, der kann natürlich fröhlich in die Coins investieren. Wie wäre es mit IOTA oder NEM?

Photo by Free-Photos (Pixabay)

Alex Kons

Ich habe Deutsch als Fremdsprache, Asien- und Orientwissenschaften und Arabistik studiert. Seit fünf Jahren beschäftigte ich mich mit Themen rund um die verschiedenen Aspekte der Kryptowährungen und habe dies als Übersetzerin und Texterin zu meinem Beruf gemacht.

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