Google toleriert nach wie vor illegales Werben

Nach wie vor scheinen Werber im Finanzbereich von Google relativ trostlos behandelt zu werden. Nach Recherchen von Kryptoszene konnten Plattformen wie Cyber Mentors oder BinaryEurope mit eigentlich gesperrten Keywords werben. Schlüsselwörter wie Bitcoin Code oder Bitcoin Profit, die eigentlich betrügerischen Plattformen zuzuordnen sind, wurden aktiv zur Bewerbung regulärer Webseiten genutzt. Schon in der Vergangenheit berichtete Kryptoszene bereits mehrfach über Ungereimtheiten im Werbemarkt der Suchmaschine.

Nach den offiziellen Google Richtlinien sind genannte Ads eigentlich nicht gestattet.

“Durch unsere Richtlinien soll sichergestellt werden, dass Verbraucher die erforderlichen Informationen erhalten, um die mit Finanzprodukten und -dienstleistungen verbundenen Kosten richtig einschätzen zu können. Außerdem möchten wir die Nutzer vor schädigenden und betrügerischen Praktiken schützen. Im Rahmen dieser Richtlinie sind unter Finanzprodukten und -dienstleistungen Produkte und Leistungen in Zusammenhang mit der Verwaltung oder Anlage von Geld und Kryptowährungen zu verstehen, einschließlich persönlicher Beratung.”

Inhalte und Praktiken sind nicht seitens Google offiziell nicht gestattet, werden jedoch offensichtlich toleriert.

Nicht nur die Inhalte an sich stehen zur Diskussion, sondern auch die Machenschaften der Werber. Gerade im Bereich der Krypto Scam Webseiten kommt es häufig zum sogenannten “Cloaking”. Die Werbetreibende täuschen die Suchmaschine so bewusst mit falschen Inhalten.

“Nutzer sollen sich nicht durch Anzeigen getäuscht fühlen. Daher erwarten wir, dass die Anzeigen offen und ehrlich formuliert sind und den Nutzern Informationen liefern, die ihnen fundierte Entscheidungen ermöglichen. Anzeigen und Anzeigenziele, mit denen die Nutzer durch das Weglassen relevanter Informationen bzw. durch die Bereitstellung irreführender Informationen zu Produkten, Dienstleistungen oder Unternehmen getäuscht werden sollen, sind unzulässig.”

Trotz der klar formulierten Regeln  kommt es immer wieder zu Verstößen, die auch nach einiger Zeit offensichtlich nicht geahndet werden. Die Frage bleibt bestehen, ob Google dies ganz bewusst toleriert oder seine eigenen Richtlinien schlichtweg nicht ernst genug nimmt. Für Vertrauen sorgt ein solches Verhalten zweifellos nicht.

Bildquelle: Photo by Simon (Pixabay)

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Über Adrian

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Nach meinem Journalismus Master 2013 war ich einige Jahre als Freelance Journalist und Autor aktiv. In dieser Zeit spezialisierte ich mich auf Finanzen, Business und Kryptowährungen. Seit November 2018 bin ich als Kryptoszene Chefredakteur tätig.

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