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Geringere Gewinne als erwartet – TUI kappt Wirtschaftsziele für 2020

Der Konzern TUI sorgte durch seine turbulenten Gewinn- und Verlustjahre in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufsehen. Nach einer Aufschwungphase gibt die TUI-Leitung jetzt die Wirtschaftsziele bis 2020 auf. Der Grund ist ein im Geschäftsjahr 2018/19 eingeschätztes Gewinnwachstum von 1,69%. Bisher war der Plan, in den drei Jahren bis 2020 ein durchschnittliches bereinigtes EBITA-Wachstum von 10% präsentieren zu können. Angesichts geringerer Margen in der Saison 2018/19 wurde der Plan nun endgültig verworfen.

Stark im Umsatz, schwach im Gewinn

Tatsächlich boomt die Tourimusbranche. Während 2018 bereits ein Rekordjahr im Fremdenverkehr war, scheint 2019 mindestens an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen zu können. Für TUI erfreulich, betont die Leitung des Konzerns. Während die Anzahl der Buchungen circa auf dem Niveau von 2019 liegt, ist die Gewinnmarge wesentlich geringer.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Buchungen verlagern sich stark vom westlichen in den östlichen Mittelmeerraum. Das zeigt sich zum Beispiel auf den Kanarischen Inseln, wo es zum Teil zu Überkapazitäten kommt. Aber auch der schwache britische Pfund sorgt für geringeren Umsatz. Ursprünglich nahm die Firma an, dass die Einschränkungen nur für die Wintersaison zutreffen. Derzeit geht man aber davon aus, dass auch die Sommersaison davon betroffen ist.

Starke Dividende trotz geringerer Einkünfte

Zwar kann die Firma ihre EBITA-Ziele bis 2020 nicht einhalten, Aktionäre sollen aber trotzdem die volle Dividende für 2019 erhalten. Nach wie vor plant die Leitung des Konzerns, 0,72 Euro Aktien Dividende an die Aktionäre zu zahlen. Das sind derzeit über 7 Prozent Aktienrendite, die an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Das Unternehmen versucht den geringeren Gewinn, der im Geschäftsjahr 2018/19 erwartet wird, durch verschiedene Maßnahmen zu vergrößern. Um die Gewinneinbrüche im Bereich Märkte&Airlines einzudämmen, strebt die Firma stärkere Effizienz an. Die Leitung des Bereichs soll zusammengeführt werden, zusätzlich sollen Kosteneinsparungsmaßnahmen die Marge erhöhen. Auf der Agenda des Unternehmens steht auch die Stärkung des Online-Vertriebs. Das soll die Marge an Profit vergrößern. Auch langfristig soll die Online-Vermarktung und Digitalisierung des Unternehmens weiter die Gewinnspanne des Konzerns vergrößern und für mehr Effizienz in der TUI Group sorgen.

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