Fintech-Plattform Finreach Solutions fusioniert mit Figo

Zusammenschluss im Fintech-Sektor: Die Plattform Finreach Solutions und der Banking Service Provider Figo wollen sich zusammenschließen. Allerdings bedarf es noch der Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde.

Neue Größe im europäischen Markt

Beide Fintech-Unternehmen sind bereits auf nationaler und internationaler Ebene tätig und nach eigenen Angaben führende Anbieter in ihren jeweiligen Segmenten. Finreach Solutions bietet unter der Marke FinReach digitale SaaS-Lösungen wie den digitalen Kontowechsel für Bankenpartner wie die Deutsche Bank, DKB und Postbank an. Die Comdirect Bank, über die z.B. über ein Depot auch der Handel mit Aktien möglich ist, zählt noch nicht zum Portfolio. Figo ist in den Bereichen Smart Data Connectivity, Open Banking und Licence-as-a-Service tätig und verfügt über Lizenzen für zehn europäische Länder. 

Durch den Zusammenschluss entsteht eine „neue Größe im europäischen Markt.“ Aufgrund ihrer bereits bestehenden, jahrelangen Partnerschaft sei die Fusion eine logische Konsequenz, heißt es von UnternehmensseiteIm Zuge der Zusammenlegung der beiden Unternehmen soll eine neue Fintech-Plattform entstehen, die hochwertige SaaS-Anwendungen und API-Lösungen liefert – europaweit und PSD2-lizenziert. „Mit unserer Fusion reagieren wir auf die steigende Nachfrage im Markt nach konkreten Anwendungsfällen, die über die reine Datenkonnektivität hinausgeht“, sagt Markus Dränert, CEO finreach solutions.

“Finanzielles Potential mit einem Klick erschließen”

Die Kernzielgruppe seien Unternehmen unterschiedlicher Branchen, die Endverbraucher als Kunden haben und diesen innovative Finanzlösungen anbieten oder in naher Zukunft anbieten wollen. Die API-Services würden einen deutlichen Mehrwert in die Produktangebote der Partner bringen und damit ihre Kundenbeziehungen stärken. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran unsere Vision, nämlich, dass der Endverbraucher mit einem Klick sein gesamtes finanzielles Potential erschließen kann, umzusetzen.” so Dränert weiter. 

Die Unternehmensstandorte in Hamburg und Berlin soll mit den bestehenden Teams erhalten bleiben. Rund 90 Mitarbeiter sollen im fusionierten Unternehmen tätig sein und dem neuen Unternehmen zu noch mehr Schlagkraft, Innovationsgeist und Schnelligkeit verhelfen. Dränert wird als CEO tätig sein, der erst im September 2018 zu Finreach Solutions kam. Ihm zur Seite stehen Cornelia Schwertner, Chief Risk Officer (CRO) von Figo und Taner Akcok, Chief Product Officer (CPO) von Finreach Solutions.

Hohe Investitionssumme durch Finleap

Der bisherige CEO von Figo, André M. Bajorat plant einen Wechsel in den Aufsichtsrat des neu geschaffenen Unternehmens. Zusätzlich wird Bajorat das Team bei Finleap verstärken, aus dem Finreach Solutions ursprünglich hevorgegangen war. Finleap soll mit einem hohen siebenstelligen Betrag als Lead-Investor zur Finanzierung des weiteren Wachstums von Finreach Solutions beitragen.

Steffen

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

Ersten kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.