Financial-Times-Ranking: Fintech ist das wachstumsstärkste Unternehmen Europas

Bereits zum dritten Mal ist das „FT1000“-Ranking von Financial Times und Statista veröffentlicht worden. Es zeigt, welche Unternehmen in Europa zwischen 2014 und 2017 am schnellsten gewachsen sind. Auf Platz 1 steht ein Fintech.

In der Rangliste ganz vorne steht das Fintech Blue Motor Finance aus Großbritannien. Das Unternehmen ist auf die Finanzierung von Fahrzeugen spezialisiert. Das Umsatzwachstum der schon 1992 gegründeten Firma gibt Financial Times mit unfassbaren 51.364 Prozent an. Allerdings kommt Blue Motor Finance von einem relativ niedrigen Umsatzniveau und konnte deshalb so extrem wachsen. Der Umsatz für 2017 liegt bei 61,4 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl stieg zwischen 2014 und 2017 um 143 auf insgesamt 155 an.

Lieferdienst und Taxifirma auf dem Treppchen

Auf Platz 2 landete die britische Firma Deliveroo, die sich im Bereich der Restaurant-Lieferdienste seit 2013 einen Namen gemacht hat. Für das Wachstum weist Financial Times einen Wert von 15.749 Prozent aus. Die Einnahmen betrugen 2017 insgesamt 316,1 Millionen Euro. Der Personalstock klettere über drei Jahre von 2014 bis 2017 um 1.636 Personen.

Die Bronzemedaille sichert sich ein Unternehmen aus Estland. Der Uber-Konkurrent Taxify (2013 gegründet) verzeichnet einen Einnahmeanstieg von 12.231 Prozent. Die Einnahmen für 2017 benennt Financial Times mit 17,8 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs binnen drei Jahren um 336 auf 350 insgesamt.

Deutsche Firma verzehnfacht Mitarbeiter

Das erste deutsche Unternehmen in der Rangliste schafft es immerhin auf Platz vier. Der Technik-Onlineshop Solectric, der seinen Ursprung in der Produktion von energiesparender LED-Beleuchtung hat, verzeichnete für 2017 Einnahmen von 40,9 Millionen Euro. Das Wachstum beträgt damit 7.772 Prozent. Von nur drei Mitarbeitern zu Beginn der Unternehmensgründung 2013 verzehnfachte sich die Mitarbeiterzahl auf 30 Beschäftigte.

Insgesamt wird das Ranking von Financial Times und Statista von Technologie-Konzernen bestimmt.

Steffen

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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