Deutsche Bank Aktie: Finanzinstitut übernimmt mehr Anteile von Paypal-Konkurrent Paydirekt

Zwölf private Banken, darunter ING, die Targobank sowie Santander, vollzogen die Trennung von ihren Paydirekt-Anteilen. Diese Anteile übernahmen die Deutsche Bank sowie Commerzbank in gleichen Teilen. Dies bestätigte der Bezahldienst-Anbieter auf Nachfrage von “Bloomberg“. Somit halten die beiden Großbanken jeweils 16,67 Prozent an Paydirekt.

Die restlichen Anteile halten die Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Das Onlinebezahlverfahren Paydirekt existiert bereits seit dem Jahr 2015. Die deutschen Banken verfolgten das Ziel, dem US-Bezahldienst Paypal Konkurrenz zu machen – mit mäßigem Erfolg: Paypal zählt in Deutschland etwa 23 Millionen Nutzer, hingegen weist Paydirekt nur 3,2 Millionen registrierte Nutzer auf.

Deutsche Bank sieht bei Paydirekt viele Vorteile

Obgleich zahlreiche Kooperationspartner ihre Anteile an Paydirekt abgestoßen haben, scheint die Deutsche Bank weiterhin von dem Online-Bezahldienst überzeugt zu sein. Auf der Homepage betont das Finanzinstitut, dass die Transaktionen “sicher, einfach und direkt” seien. Zudem erfolge kein Verkauf der Warenkorb-Daten, auch die Kontonummer werde nicht an Händler weitergeleitet. Ferner betont die Deutsche Bank, dass das Versenden von Geld mit Paydirekt so einfach sei, wie Nachrichten mit dem Handy zu schreiben.

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Nichtsdestotrotz scheint die Zukunft von Paydirekt ungewiss. Nach “Handelsblatt”-Berichten sei der Wettbewerb enorm, unter anderem, weil es so viele Anbieter gebe. Mit Giropay gibt es ein weiteres Onlinebezahlverfahren, welches von deutschen Geldhäusern vorangetrieben wurde. Allerdings halte sich auch hier die Kundennutzung in Grenzen respektive unter den Erwartungen.

Deutsche Bank Aktien Performance im Überblick

Indes zeigt sich, dass das noch junge Jahr 2020 den Anteilseignern der Deutschen Bank grüne Zahlen beschert. Der Wert der Deutsche Bank Aktien erhöhte sich innerhalb der letzten Woche um knapp 3,9 Prozent. Im Monatsrückblick schlägt der Zugewinn mit rund 10 Prozent zu Buche. Allerdings scheint es keine Indizien dafür zu geben, dass der Anstieg der Aktienkurse im Zusammenhang mit den Übernahmen der Paydirekt-Anteile steht.

Photo by Hans (Pixabay)

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Raphael L.
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