BP im Höhenflug – Verdopplung der Dividende dank Spitzen-Abschlussquartal 2018

Der britische Ölförderer BP schaffte es dank steigender Ölpreise und der Übernahme des Fracking-Geschäfts eines Konkurrenten in den USA 2018 endlich wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Die knapp 10 Milliarden schwere Übernahme des Schieferölgeschäfts von BHP Billiton bescherte dem Konzern steigende Gewinne.

Starkes Jahr 2018 nach einer langwierigen Durststrecke

Bedingt durch die hohen Strafzahlungen aufgrund des Deepwater-Horizon-Vorfalles, sowie die fallenden Rohstoffpreise, erlitt BP seit 2010 zum Teil starke Einbußen an Gewinn und am Aktienmarkt  – Wertverluste von bis zu 30 Prozent mussten von den oft enttäuschten Aktionären hingenommen werden. Nachdem mehr als 56 Milliarden Euro für die am Golf von Mexiko vorgefallene Ölkatastrophe gezahlt wurden, sieht der Konzern wieder einer profitableren Zukunft entgegen. Das zeigte sich 2018 sehr deutlich – Erstmals erzielte British Petrol wieder einen Gewinn von insgesamt ungefähr 12 Milliarden Euro, während der Konzern 2017 noch einen Verlust von mehr als 500 Milliarden hinnehmen musste.

BP-Aktien: Wertsteigerung und eine erhöhte Dividende

Die Leitung des zweitgrößten Ölkonzerns Europas scheint sich sicher zu sein: Die schwarzen Zahlen bleiben. Gerade das scheint Grund für die jüngsten Erhöhungen der Dividendenausschüttung zu sein. Bei einem Preis von ungefähr 6,70 Euro schüttet der Konzern pro Aktie und Quartal 10,25 USD-Cent aus. Das sind 41 USD-Cent jährlich, umgerechnet 36 Euro-Cent. Das sind etwa 5,8 Prozent Dividende im Vergleich zum derzeitigen Wert der Aktie. Die Dividenden wurden dabei im Vergleich zum Vorjahr praktisch verdoppelt. Es ist angesichts der steigenden Gewinne von BP nicht auszuschließen, dass es nochmal zu einer Erhöhung der ausgeschütteten Dividenden kommt.

Deepwater-Horizon-Skandal: Entlastung für BP in Sichtweite

Die Explosion, Brand und der anschließende Leck der Deepwater-Horizon-Bohrstation hatte für die Umwelt gleichermaßen schwere Folgen wie für den BP-Konzern. Mehr als 56 Milliarden Euro hatte die Firma in den vergangenen Jahren seit 2010 zu begleichen. Das ist die größte Strafe für ein Umweltverbrechen, die je in der Geschichte der USA verhängt wurde. Weil bereits große Mengen gezahlt wurden und die Nachwirkungen der Katastrophe langsam aufhören, hat der Konzern allen Grund, steigende Gewinne in der Zukunft zu prognostizieren.

 

Bildquelle: Photo von JeepersMedia

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Über Raphael

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Seit mehreren Jahren schreibe ich als freiberuflicher Journalist und "Digital Nomad" über Kryptowährungen und Geschehnisse des globalen Finanzmarktes. Seit November 2018 bin ich - neben weiteren Aktivitäten als Autor und Entrepreneur - Chefredakteur von Kryptoszene.de

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