Baidu Aktie erholt sich kaum nach Preissturz- Unerkanntes Potential?

Die Baidu Aktie der chinesischen Suchmaschine gurkt seit dem Kurssturz im Mai in niedrigen Kursniveaus umher. Die alarmierenden Quartalszahlen enttäuschten die Anleger. Eine Stimmungsaufhellung mag seither nicht wirklich gelingen. Betrachtet man das Wertpapier aber im Detail, dann mag es womöglich ein echtes Schnäppchen sein.

Das Kursniveau wart seit Sommer 2015 nicht mehr so niedrig

Der lange anhaltende Kursverlust der Baidu Aktie scheint nicht gerechtfertigt. Schließlich ist Baidu die größte Suchmaschine Chinas und kann mit 800 Millionen Internetnutzern weltweit glänzen. Auch in Sachen Movie Streaming liegt Baidu mit seinem iOvi Angebot weit vorne. Und das ist längst noch nicht alles, denn auch im Sektor KI und selbstfahrende Autos gehört Beidu in China zu den Marktführern. Aktuell scheint dem Konzern jedoch eine signifikante Führungspersönlichkeit zu fehlen, die das Unternehmen nach außen hin individueller und stärker repräsentiert.

Die Quartalszahlen des ersten Quartals 2019 legten zugegebenermaßen erhebliche Wachstumsprobleme offen. Mit einem Erlös von 24,1 Milliarden Renminbi konnte das Unternehmen seine eigenen Erwartungen nicht erfüllen. Ehemals konnte Baidu durch Online-Werbung für Gesundheitsartikel große Summen einnehmen. Durch striktere Regelungen ist das aber nicht mehr möglich. Den Einbruch vermag auch die dreistellige Zuwachsrate durch die Cloud Dienste nicht wett zu machen.

Die Aktie hat schon lange keine Sonne mehr gesehen

Trotzdem erscheint die Reaktion der Anleger zu extrem. Allein im letzten Jahr musste Baidu einen Wertverlust von 48,5 Prozent einstecken. Zwar erholte  sich im Aktienhandel der Kurs Ende April noch einmal merklich, fiel dann aber tiefer ab als in den vergangenen zwölf Monaten jemals so geschehen. Mit dem starken Einbruch vom 17. Mai reagierten die Aktionäre auf die nicht ganz zufriedenstellenden Quartalszahlen. Die Analysten der Consorsbank raten aber zumeist dazu, die Aktien zu kaufen (19). Risikobewusste Anleger dürften hier also eine Chance für das eigene Aktiendepot erkennen.

 

Alex Kons

Ich habe Deutsch als Fremdsprache, Asien- und Orientwissenschaften und Arabistik studiert. Seit fünf Jahren beschäftigte ich mich mit Themen rund um die verschiedenen Aspekte der Kryptowährungen und habe dies als Übersetzerin und Texterin zu meinem Beruf gemacht.

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