BaFin-Genehmigung für Dienste von FintechSystems

BaFin-Genehmigung für Dienste von FintechSystems
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Gute Nachrichten für FintechSystems. Das Unternehmen, zu dem der Zahlungsservice „OnlineÜberweisen“ zählt, hat von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht grünes Licht für seinen Kontoinformationsdienst und Zahlungsauslösedienst erhalten.

FintechSystems will in dem nun sicheren regulatorischen Umfeld sein Geschäft weiter ausbauen. Das Unternehmen ist auf Software-as-a-Service-Modelle sowie regulatorisch konforme Integrationen spezialisiert und sieht sich als Infrastrukturpartner für Banken, FinTechs und Finanzdienstleister.

„Unter dem ‚Schirm’ unserer PSD2-Lizenz können Kunden, darunter zahlreiche FinTech-Unternehmen, ihre Dienstleistungen in einer gesetzeskonformen Umgebung anbieten, ohne sich mit regulatorischen, technischen oder vertraglichen Herausforderungen im Detail auseinandersetzen zu müssen“, sagt Dirk Rudolf, Geschäftsführer und Gründer bei FintecSystems in einer Mitteilung des Unternehmens.

Alle Banken von FintechSystems abgedeckt

Die Gründer von FintecSystems, Dirk Rudolf und Stefan Krautkrämer, bauten von 2005 an den Bezahlservice „Sofortüberweisung“ zu einem der führenden Internet-Bezahlverfahren in Europa mit auf. 2014 gründeten sie FintecSystems und haben sich seitdem auf Zahlungsauslösedienste und die vollautomatisierte Finanzanalyse von Online-Banking-Daten spezialisiert. Mit Hilfe einer PSD2-konformen API deckt FintecSystems alle Banken (mehr als 5.000 Kreditinstitute, 99,5 Prozent Bankenabdeckung, rund 100 Millionen Onlinebanking-Konten) in Deutschland, Österreich, Frankreich und Spanien ab.

Markenstreit mit Klarna beigelegt

Für Aufsehen sorgte im vergangenen Jahr ein Markenstreit mit dem Zahlungsanbieter Klarna. Das Fintec-Systems Angebot “Sofortpay” ähnelte mit seinem Markennamen nach Ansicht von Klarna zu sehr dem Angebot “Sofortüberweisung”, das seit 2014 zum schwedischen Einhorn gehört. Sofortpay verstoße gegen das Markengesetz und das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Am Landgericht München wurde deshalb 2018 Klage gegen FintecSystems eingereicht, unter anderem wegen Unterlassung. 

Der Rechtsstreit wurde zwischenzeitlich jedoch beigelegt. FintecSystems erklärte sich bereit, künftig den Begriff „Sofortpay” nicht mehr zu verwenden. Weiterhin hat sich die FintecSystems GmbH verpflichtet, in Zukunft auch auf die Bezeichnungen „Sofort” oder „Sofortüberweisung” in ihren Geschäfts- und Marketingaktivitäten für bestimmte Online-Zahlungsdienste zu verzichten. Das Produkt von FintechSystems heißt inzwischen “OnlineÜberweisen”.

FintecSystems ist unter anderem für Santander, DKB und die Deutsche Handelsbank tätig. Auch das wertvollste deutsche Einhorn N26 zählt zu den Kunden, das womöglich bald an die Börse will.

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