Allianz übertrifft Erwartungen dank weniger Naturkatastrophen

Der Versicherungskonzern Allianz hat die Analysten überrascht. Im ersten Quartal des Jahres 2019 stiegen Umsatz und Gewinn stärker als vermutet. So beläuft sich der operative Gewinn auf drei Milliarden Euro. Erwartet wurden 2,86 Milliarden Euro, womit Allianz die Analystenprognose um knapp fünf Prozent übertroffen hat. Ein wesentliche Faktor waren dabei die geringen Schäden durch Naturkatastrophen, die der Versicherer abdecken musste.

Deutlich mehr Umsatz als erwartet

Auch bei Gesamtumsatz kann Allianz positiv überraschen. Mit 40,3 Milliarden Euro liegt der Wert sogar fast sieben Prozent über der Prognose von 37,7 Milliarden Euro. Entsprechend zuversichtlich gestimmt, zeigte sich Konzernchef Oliver Bäte: „Allianz hat sehr gute Ergebnisse im ersten Quartal erzielt und ist auf einem guten Weg, die Jahresziele für 2019 zu erreichen.“ Für das Gesamtjahr peilt der Versicherer aus München ein operatives Ergebnis von 11,5 Milliarden Euro an, bei einem Korridor von minus oder plus 500 Millionen Euro.


Mit derzeit 200,40 Euro je Aktie hat Allianz an die Marke von 200 Euro durchbrochen und kann in der aktuellen Handelswoche ein leichtes Kursplus verzeichnen. Allerdings ist der Gesamtmonat Mai aus Sicht der Anleger bisher weniger erfreulich. Von gut 215 Euro ging es um rund acht Prozent abwärts. Dieser Monatsanfangswert war zugleich das 52-Wochen-Hoch des Dax-Konzerns. Das 52-Wochen-Tief der Allianz datiert derweil aus dem Juni 2018 und lag bei gut 170 Euro. Ähnlich tief stand die Aktie auch zu Anfang des laufenden Jahres.

60 Prozent Wachstum in drei Jahren

Anleger, die bereits vor längerer Zeit in den Versicherungskonzern investiert haben, dürfen sich heute über eine satte Rendite freuen. So stand das Papier etwa im Juli 2016 noch bei 122 Euro. Seitdem hat die Aktie über 60 Prozent an Wert gewonnen.

Gemessen an seiner Marktkapitalisierung von 83,1 Milliarden Dollar rangiert Allianz im Ranking der 30 Dax-Konzerne unter den Top 5. Davor liegen unter anderem Siemens und der Softwarehersteller SAP, der das Dax-Ranking mit großem Abstand anführt.

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Bildquelle: Photo von JasonParis

Steffen

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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