Die Stimmung am Kryptomarkt bleibt angespannt: Nachdem Bitcoin erneut unter wichtigen Support gefallen ist, rutschte nun auch die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung unter die psychologisch bedeutende Marke von 3 Billionen Dollar. Der breite Abverkauf sorgt für Verunsicherung. Doch zwischen den roten Zahlen tauchen mehrere Indikatoren auf, die historisch oft am Beginn größerer Trendwenden standen.
Das Wichtigste in Kürze:
- BTC verliert Support: Bitcoin fällt unter die 90.000-$-Marke und rutscht weiter auf 88.200 $ ab.
- Marktkapitalisierung bricht ein: Gesamtmarkt fällt erstmals 2026 unter 3 Billionen Dollar, Altcoins teils zweistellig im Minus.
- Sharpe Ratio extrem negativ: Kennzahl erreicht Bereiche, die historisch oft vor großen Trendwenden lagen.
- Makrobelastung steigt: Geopolitische Krisen (Grönland, Iran) treiben Kapital in Gold und verstärken den Druck auf risikoreiche Assets wie Krypto.
Die Negativschlagzeilen im Kryptomarkt scheinen aktuell einfach nicht abreißen zu wollen. Schon seit circa einer Woche befindet sich Bitcoin wieder klar im Abwärtstrend. Nachdem der Kurs sich zwischenzeitlich wieder auf knapp 98.000 $ erholt hatte, ging es im Verlauf der letzten sieben Tage um fast 8 % abwärts. Dabei haben die Bullen die wichtige 90.000-$-Unterstützungsmarke verloren. Mehrere Reclaim-Versuche scheiterten und innerhalb der letzten 24 Stunden ging es für BTC erneut um 1,5 % abwärts, wodurch die Leitwährung des Krypto-Marktes nun nur noch bei 88.200 $ tradet.
Please enter and activate your license key for Cryptocurrency Widgets PRO plugin for unrestricted and full access of all premium features.Gleichzeitig stürzte auch die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes um weitere 1,4 % ab und hat jetzt zum ersten Mal seit Jahresbeginn wieder die 3-Billionen-$-Marke unterschritten. Heute ist der gesamte Krypto-Sektor nur noch 2,98 Billionen $ wert. Viele Altcoins verloren innerhalb der letzten 24 Stunden noch deutlich heftiger als Bitcoin. ZRO, IP, KAIA und einige weitere Kryptowährungen, die in den letzten Tagen noch zu den vereinzelten Gewinnern gehörten, wurden seit gestern zweistellig abgestraft und verzeichnen ebenfalls massive Kapitalabflüsse. In diesem Kontext gibt es jedoch auch Signale, die darauf hindeuten, dass bald ein Bottom erreicht sein könnte und ein positives Reversal bevorsteht.
Eine der meistbeachteten Risikokennzahlen ist dabei der sogenannte Sharpe Ratio. Der misst Bitcoins risikobereinigte Rendite. Laut neuesten Daten von CryptoQuant ist sein Wert jetzt in einen tief negativen Bereich zurückgefallen, den Bitcoin seit 2018 nur viermal erreicht hatte. Im Bärenmarkt 2018/2019 folgte auf derart negative Werte des Sharpe Ratios ein langfristiger Aufwärtstrend, der im 2020er-Bullenmarkt gipfelte.
Im März 2020 kam dann ein weiterer tiefer Einbruch, auf den die Rallye von 10.000 auf 69.000 $ erfolgte. Und 2022 folgte ein ähnlich tiefer Absturz während der FTX-Pleite, auf den damals ebenfalls eine strukturelle Erholung gefolgt ist. Die aktuelle Lage im Jahr 2026 zeigt laut CryptoQuant ein ähnliches Bild: Investoren sind emotional ausgelaugt, viele kurzfristige Anleger haben bereits kapituliert und es zeigt sich ein Marktumfeld, bei dem sich historisch gesehen oft Bottoms gebildet haben.
Sharpe Ratio Just Hit Levels We’ve Only Seen at Major Bottoms
“The Sharpe Ratio doesn’t call bottoms with precision. But it shows when risk-reward has reset to levels that historically precede major moves.” – By @RugaResearch pic.twitter.com/Onbm7zfZiq
— CryptoQuant.com (@cryptoquant_com) January 23, 2026
CryptoQuant hebt jedoch ganz klar hervor, dass ein so negativer Sharpe Ratio kein Signal dafür ist, dass der Preis nicht weiter fallen könnte. Vielmehr liefert er einen Kontext, der beschreibt, dass die risikobereinigte Ausgangslage historisch günstig ist. Laut CryptoQuant wird es nun wichtig sein zu beobachten, wie sich der sogenannte Sharpe Ratio in den kommenden Wochen entwickelt. Sollte er wieder über die Null-Linie ausbrechen, würde dies darauf hindeuten, dass Bitcoin aus der Phase der Kapitulation in eine Erholungsphase übergeht. Solange der Wert jedoch unter null bleibt, befindet sich der Markt in einer sogenannten Kompressionszone und damit in der Phase einer potenziellen Bodenbildung.
Dafür, dass der Kryptomarkt aktuell so negativ steht, gibt es ja gleich eine ganze Reihe potenzieller Gründe. Zum einen wäre da natürlich die wachsende globale Unsicherheit aufgrund der Krisen rund um Grönland und den Iran. Donald Trumps Beharren darauf, dass er Grönland zur Not auch mit Gewalt annektieren wolle, hat zu großen Verwerfungen zwischen den NATO-Partnern geführt. Auch wenn hier eine Lösung in Sicht zu sein scheint, ist der Markt angespannt, solange noch kein klarer Deal gefunden werden konnte.
Außerdem bahnt sich eben auch ein möglicher weiterer militärischer Konflikt zwischen den USA und dem Iran an, da die USA einen Großteil ihrer Flotte in Richtung Iran entsandt haben, um den dort Protestierenden zu Hilfe zu kommen und dem Regime möglicherweise ein Ende zu bereiten. Das alles hat dazu geführt, dass krisensichere Asset-Klassen wie Gold in den letzten Wochen regelrecht explodiert sind und Investoren sich aus risikoreichen Asset-Klassen wie Kryptowährungen zurückziehen.
#Iran will treat any attack as ‚all-out war against us,‘ says senior Iran officialhttps://t.co/jlshR9ELYd
— CNBC-TV18 (@CNBCTV18Live) January 24, 2026
Doch nachdem Bitcoin und Altcoins von den Höchstständen aus dem Oktober 2025 nun bereits deutlich zurückgefallen sind, gibt es abgesehen vom Sharpe Ratio noch eine ganze Reihe weiterer tagesaktueller Signale, die darauf hindeuten, dass sich ein positives Reversal anbahnen könnte. Zudem stehen in der kommenden Woche wichtige Entwicklungen an, die die Richtung des Kryptomarktes ebenfalls maßgeblich beeinflussen könnten.
Diese und viele weitere Insights zur aktuellen Marktlage und den Aussichten für die kommende Woche gibt’s jetzt im Liveticker:
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