Thyssenkrupp: Aktie stabilisiert sich dank Großauftrag

Der Mischkonzern Thyssenkrupp hatte zuletzt eine Talfahrt mit seiner Aktie hingelegt. Bisweilen sank der Kurs auf den tiefsten Stand seit fast sieben Jahren. Nun stehen die Zeichen aber auf Erholung.

Ein neuer Großauftrag über geschätzt rund eine halbe Milliarde Euro hellt die Stimmung der Anleger auf und macht Mut zum Aktienkauf von Thyssenkrupp. Am heutigen Handelstag konnte der Dax-30-Konzern ein weiteres Plus verbuchen. Bereits gestern ging es bergauf.

Mega-Projekt in Ägypten

Der Mischkonzern mit Schwerpunkt Stahl hatte vermeldet, gemeinsam mit dem ägyptischen Unternehmen Petrojet ein Großprojekt zu realisieren. Dabei handelt es sich um einen Düngemittelkomplex für den ägyptische Chemie- und Düngemittelkonzern NCIC. Der Auftrag über das Engineering, die Beschaffung und den Bau (EPC) eines neuen Düngemittelkomplexes wurde am 17. März 2019 in Kairo unterzeichnet.

Der Komplex soll 2022 in Betrieb gehen und jährlich unter anderem bis zu 440.000 Tonnen Ammoniak, bis zu 380.000 Tonnen Harnstoff und 300.000 Tonnen CAN (Calcium Ammonium Nitrate) produzieren.


Die guten Nachrichten hievten den Aktienkurs von Thyssenkrupp zwischenzeitlich über die Marke von 13 Euro. Derzeit liegt der Wert je Aktie wieder genau in diesem Bereich. Dennoch steht ein deutliches Plus nach der vergangenen Durstrecke zu Buche. Das gehandelte Stückvolumen liegt bei 48.440. Vor wenigen Tagen fiel die Aktie bis kurz über die 12-Euro-Marke und erreichte damit seinen Tiefstand seit Juni 2012.

Fast 50 Prozent Wertverlust in einem Jahr

Bei einem Blick auf die Jahresentwicklung bleibt dennoch ein deutlicher Negativtrend erkennbar. So liegt das 52-Wochen-Hoch bei 24 Euro und damit fast doppelt so hoch wie aktuell. Die Marktkapitalisierung von Thyssenkrupp beträgt derzeit 7,84 Milliarden Euro.

Thyssenkrupp weist für das Geschäftsjahr 2018 eine solide Bilanz auf. So stieg der Umsatz um drei Prozent auf 42,7 Milliarden Euro. Für den Konzern sind rund 160.000 Mitarbeiter in 78 Ländern tätig.

Steffen

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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