Taringa: Südamerikanisches Facebook setzt Libra eigenen Stablecoin entgegen

Das soziale Netzwerk Taringa, das im lateinamerikanischen Raum viele Nutzer zählt, hat im Rahmen des Blockchain Summits Latam seine Pläne für den Aufbau einer Krypto-Community und der Einführung eines eigenen Stablecoins vorgestellt. Damit reagiert Taringa auf die Pläne von Facebook, im nächsten Jahr den Stablecoin Libra als digitales Zahlungsmittel einzuführen, der über die Facebook-Wallet Calibra verwaltet werden soll. Auch das russische Netzwerk vKontakte hat unlängst eine eigene Krypto-Wallet angekündigt.

Stablecoin auf Ethereum-Basis

Taringa will den Plänen zufolge seinen Nutzern einen Ethereum-basierten Stablecoin anbieten. Um starke Kursschwankungen zu vermeiden, soll der Coin an den US-Dollar gekoppelt werden. Auch Facebook will Libra an globale Währungen koppeln und damit eine starke Volatilität wie etwa beim Bitcoin vermeiden.

Ähnlich wie Facebook will Taringa mit seinem StableCoin besonders Nutzer ansprechen, die in ihrem Heimatland mit einer stark schwankenden Währungen zu tun haben. Dazu zählen z.B. Venezuela und Argentinien. Sie sollen durch die Nutzung des Stablecoins vor Inflation und damit dem Wertverfall ihres Geldes geschützt werden. Aber auch in Chile, Uruguay, Mexiko und anderen lateinamerikanischen Staaten ist Taringa stark präsent.

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Dezentrales Netzwerk geplant

Die digitalen Zahlungen mit dem Stablecoin sollen zudem durch geringe Transaktionskosten und einem Transfer in Echtzeit für Nutzer besonders attraktiv werden. Taringa betont, dass staatliche Institutionen bei den Zahlungsvorgängen nicht eingreifen und es direkte Transfers zwischen den einzelnen Nutzern gibt.

Um seinen Nutzern ein ganzheitliches Angebot zu schaffen, plant Taringa neben der Einführung des Stablecoins den Umbau seiner Plattform zu einer Krypto-Community. Mit Hilfe der Blockchain-Technologie soll ein dezentrales Netzwerk mit dem Namen Taringa! Poiniere entstehen.

Mit Taringa steigt damit nun der nächste große Marktteilnehmer in die Welt der Kryptowährungen ein. Man darf gespannt sein, welches Unternehmen als nächstes seinen Hut in den Ring wirft.

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Bildquelle: Photo von Christoph Scholz

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Steffen

Steffen hat Medien, Politik und Kulturwissenschaft studiert und nebenher bereits erste Erfahrungen im Print-, Radio- und Hörfunkjournalismus gesammelt. Nach seinem Studienabschluss hat er seine Journalistenausbildung in einem Verlag für Wirtschaft & Sport absolviert. Dem Wirtschaftsjournalismus ist er auch bei seinen weiteren Tätigkeiten als Redakteur stets treu geblieben und verfügt inzwischen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Er interessiert sich für Finanzthemen aller Art, Aktien und Kryptowährungen sind sein Steckenpferd.

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