Ripple gibt Einblicke in seine Technologie und seine Vision

In einer Video-Serie, die das Unternehmen auf der eigenen Homepage live gestellt hat, beantwortet es einige Fragen rund um Ripple und XRP.

In den 7 Videos, die Ripple veröffentlicht hat, geht es nicht nur um Fragen nach den Anfängen von Ripple, sondern auch über die Zukunft von XRP. Das Unternehmen gibt dabei recht detaillierte Einblicke, was es für 2018 plant und wie es zu einer größeren Verbreitung von XRP kommen kann.

Viele Fragen gibt es von Anlegern derzeit speziell zu XRP, wie Ripples eigene Kryptowährung genannt wird. Denn Ripple schafft es zwar ständig neue Partner für seine Technologie zu finden, fast keiner der Partner setzt dabei aber auf XRP. Auch auf die Frage gibt Ripple in der Video-Serie eine Antwort.

Wir haben die Fragen und die Antworten für euch aufbereitet.

Was sind die Anfänge von Ripple?
Die Idee von Ripple geht zurück bis ins Jahr 2004 als der Kanadier Ryan Fugger die Idee hatte, eine Börse zum Austausch von Werten zu schaffen. An dieser Idee arbeitete er mehrere Jahre aber ohne dabei wirklich einen Durchbruch zu erzielen. Erst im Jahr 2011 als neue Entwickler die Ideen von Ryan Fugger und Bitcoin zusammenbrachten begann der Siegeszug von Ripple. Im Anschluss daran gründete sich das Unternehmen Ripple Labs und dieses kaufte dann auch das Projekt von Ryan Fugger.

Was versteht Ripple als „Internet of Value“?
Zwar ist der Austausch von Informationen heute dank des Internets weltweit möglich, aber der Austausch von Werten (z.B. Geld) ist noch nicht so einfach. Zwar können wir heute Geld mit Banken und Diensten wie Western Union weltweit verschicken, die Kosten dafür sind aber noch sehr hoch. Gerade für Menschen in Entwicklungsländer, ist es wichtig auch kleinere Geldbeträge zu verschicken. Wer heute aber nur ein paar Dollar verschicken möchte merkt schnell, dass die Gebühren den zu versendenen Betrag dabei komplett auffressen. So wie das Internet es ermöglicht hat Daten für alle verfügbar zu machen, will Ripple es möglich machen, den Transfer und Zugang zu Werten wie Geld jedem zu ermöglichen, egal wie hoch die Summe dabei ist.

Wie sieht Ripples Vision für XRP aus?
Die Banken benötigen derzeit sehr viel Kapital um internationale Zahlungen durchzuführen. Denn in jedem Land, in das sie Überweisungen anbieten, müssen sie Geld hinterlegen in sogenannten Nostrokonten und Lorokonten. XRP kann ihnen dabei helfen sich Liquidität zu sichern, denn damit werden die Geldreserven überflüssig. Da Banken in der Adaption neuer Technologien aber sehr langsam sind, will Ripple sie zunächst mit ihrer xCurrent Technologie (nutzt kein XRP) vertraut machen. Diese ermöglicht sehr schnelle internationale Zahlungen. Sobald sie davon einmal überzeugt sind, kann Ripple ihnen dann auch die Vorteile von XRP näher bringen. In den Augen von Ripple ist XRP die derzeit einzige Kryptowährung, die schon einen realen Anwendungsfall in der Wirtschaft hat und auch schon dafür genutzt wird.

Was sind die derzeitigen Ripple Produkte?
xCurrent: Bereits seit über 2 Jahren gibt es xCurrent Ripples System, das internationale Zahlungen innerhalb von Sekunden ermöglicht, zu einem Bruchteil des bisherigen Preises. In 2017 wurden Überweisungen im Gesamtwert von mehr als 1 Milliarde US Dollar mit xCurrent durchgeführt.
xRapid: Während bei xCurrent kein XRP zum Einsatz kommt, setzt xRapid auf XRP. Durch die Verwendung von Ripples eigener Kryptowährung, XRP, können sich Banken dabei sehr viel Liquidität sparen, denn sie müssen nicht mehr in jedem Land Geldreserven vorhalten. xRapid wurde im Sommer 2017 vorgestellt.
xVia: Mit diesem System können Unternehmen und Zahlungsanbieter sehr leicht internationale Zahlungen vornehmen über eine standardisierte Oberfläche.

Was ist der Unterschied zwischen XRP und anderen Kryptowährungen?
Bei Ripple wird alle 3,2 Sekunden ein Block geschlossen, in dem die Transaktionen bestätigt werden. Es dauert also in der Regel weniger als 4 Sekunden bis eine Transaktion bestätigt ist. Im Gegensatz dazu wird bei Bitcoin nur etwa alle 10 Minuten ein neuer Block gefunden. Transaktionen können dann auch erst mit dem neuen Block bestätigt werden. Darüber hinaus liegen die Transaktionsgebühren bei Ripple deutlich unter 1 Cent, bei Bitcoin und Ethereum können sie bei deutlich über 1 US Dollar liegen. Teilweise haben wir bei Bitcoin letztes Jahr auch Transaktionsgebühren von über 30 US Dollar gesehen.

Ist XRP dezentralisiert?
Ein dezentralisiertes Netzwerk würde auch weiter funktionieren, wenn es Ripple als Unternehmen nicht mehr geben würde, solange es noch Prüfer („Validator“) im Netzwerk gibt, die von jedem betrieben werden können. Derzeit werden aber fast alle „Validator“ von Ripple selbst betrieben. Ein Ziel für 2018 ist daher von Ripple die Anzahl der Validator zu erhöhen. Darüber hinaus sind noch 60 Milliarden XRP offen, die noch ausgeschüttet werden. Diese liegen derzeit bei einem Treuhändler. Im Monat werden davon 1 Milliarde XRP ausgeschüttet. Wenn diese Summe nicht verbraucht wird, kommt der Rest wieder in den Treuhand Fond und wird genutzt, um die Ausschüttung um weitere Monate zu verlängern.

Was ist der Unterschied zwischen Consensus und Proof-of-Work?
Ripple setzt anders als Bitcoin und Ethereum nicht auf den Proof-of-Work Algorithmus. Bei diesem müssen Miner durch das Ausführen von Berechnungen Blocks minen. Dies ist sehr energieaufwendig. Bei Ripple kommt ein Consensus Algorithmus zum Einsatz. Dabei entscheiden die „Validator“ (Prüfer) im Netzwerk ob eine Transaktion gültig ist. Erst wenn eine Mehrzahl der „Validator“ die Transaktion bestätigen, gilt sie als erfolgreich durchgeführt. Energieaufwendiges Mining ist damit nicht mehr notwendig.

Insgesamt schafft es Ripple ständig neue Partner vorzustellen, die beginnen die Ripple Technologie zu testen. Auch wenn der Kurs von Ripple derzeit wieder bei deutlich unter 1 US Dollar liegt, nachdem der Kurs auch schon bei über 3 US Dollar lag, entwickelt sich Ripple als Unternehmen eigentlich gut weiter und versucht transparent zu kommunizieren was es plant. Auch wenn XRP von den Banken bisher noch wenig benutzt wird, so gibt es zumindest einen konkreten Anwendungsfall für die Kryptowährung.


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