Nach 5.000$ Ethereum Anlage – Student muss 400.000$ Steuern zahlen

Nach 5.000$ Ethereum Anlage – Student muss 400.000$ Steuern zahlen
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Ganz so hatte sich ein Student seine Ethereum Anlage im Mai 2017 wohl nicht vorgestellt. Innerhalb weniger Monate konnte sich der angelegte Betrag von 5.000$ vervielfachen und Ende Dezember besaß der US-Amerikaner Münzen im Wert von 880.000$. Stand heute beträgt sein kryptisches Guthaben noch 125.000$. Und seine Steuerschuld liegt bei 400.000$.

Ursprünglich hatte der US Amerikaner Ether bei einem Kurswert von 50$ eingekauft. Seinen kurzweiligen Höhepunkt erreichte die Coin bei 1.281$. Frohen Mutes investierte der junge Mann in diverse neue Münzen über ICOs und handelte auf der Plattform Coinbase. Es häuften sich Profite über 875.000€ an, doch der Student hatte die Rechnung ohne die amerikanischen Steuerbehörden gemacht.

Gewinne aus Krypto Trades sind steuerpflichtig

Denn auch in den Vereinigten Staaten sind Anleger im Kryptomarkt dazu verpflichtet, Gewinne zu dokumentieren und die entsprechende Steuerschuld zu begleichen. Wenn Steuerbescheinigungen nicht oder falsch bei der IRS, der zuständigen Steuerbehörde, eingereicht werden, dann müssen US Amerikaner mit empfindlichen Strafen rechnen.  Regulierte Trading Plattformen wie Coinbase nutzen daher mittlerweile Systeme für die automatische Bearbeitung von Steuerpflichten. Dies soll das Leben der Händler erleichtern.

Für den Studenten führten diese Automatismen zu einer satten Steuer Rechnung für 2017. Obwohl der Wert vieler Kryptowährungen seither drastisch gefallen ist, bleibt für das Steuerjahr ein gehöriges Plus in der Bilanz, was steuerlich geltend zu machen ist. Zwar hätte er seine kryptischen Vermögenswerte niemals mit realen Währungen gehandelt und auch nicht in US Dollar auf sein Bankkonto auszahlen lassen, die Steuerpflicht bleibt jedoch trotzdem bestehen.

Hilfe beim Steuerberater

“Das waren Krypto-zu-Krypto Trades, z.B. Bitcoin zu Ethereum, Bitcoin zu Litecoin). So wie ich das verstehe, werden solche als steuerpflichtige Prozesse betrachtet”, so der Student. “Ich habe mir die Gelder jedoch niemals in eine FIAT Währung auszahlen lassen und auch keine USD aus dem Handel in meinen Bankaccount eingezahlt.”

Nun wolle sich der unglückliche Anleger mit seinem Steuerberater zusammensetzen, um eine Lösung für das Problem zu finden. Nach wie vor ist die steuerliche Situation bezüglich Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen in vielen Ländern nicht abschließend geklärt. Immer wieder geraten Trader in verzwickte Lagen, da sie schlichtweg nicht wissen, wie das Anlagegut in der Steuererklärung geltend zu machen ist. Plattformen wie Coinbase bieten durch die Software Hilfestellungen in der Steuerberechnung, jedoch sind in verschiedenen Staaten andere Regularien zu beachten.

 

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About Raphael Schleuning 1 Article
Seit mehreren Jahren schreibe ich als freiberuflicher Journalist und "Digital Nomad" über Kryptowährungen und Geschehnisse des globalen Finanzmarktes. Seit November 2018 bin ich - neben weiteren Aktivitäten als Autor und Entrepreneur - Chefredakteur von Kryptoszene.de

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